Hallo!
Ich mache mir gerade etwas Gedanken um die Röntgenaufnahmen die bei mir heute gemacht worden.
Mir wurde heute die Wirbelsäule geröntgt, und zwar 2x HWS und 2x BWS
also einmal von vorn und einmal seitlich. Sonst wurden dieses Jahr noch keine Aufnahmen gemacht.
Ich habe gerade gelesen, das mehrere Röntgenaufnahmen eher zeitversetzt gemacht werden sollten.
Ich mache mir total den Kopf (
Der Arzt sagte, die Aufnahmen entsprechen einen Transatlantikflug.
Mache ich mir umsonst Sorgen?
Kann mir jemand mehr dazu sagen?
wahrscheinlich hat der Arzt mit dem Transatlantikflug noch zu hoch gegriffen.
Mach dir keinen Kopf, vier einzelne Röntgenaufnahmen sind mit heutigen Geräten wirklich eine winzige Fußnote in deiner „Strahlenbiografie“.
Deine Aufnahmen könnten im Bereich von 1 - 2,5 μSv pro ‚Schuss‘ liegen. Vor allem aber: eine ‚Anreicherung‘ im Körper findet NICHT statt. Das heißt - wenn das Brummen der Röntgenröhre aus ist, ist auch die Strahlenbelastung weg. Bei der nächsten Aufnahme besteht dann wieder dasselbe Risiko. Das heißt nicht, daß es kein Strahlenrisiko beim Röntgen gäbe - nur daß dabei keine strahlenden Partikel in den Körper eingebaut werden, die dann noch ewig weiterstrahlen, wie das bei der Czernobyl-Katastrophe der Fall war.
Also - Mediziner sollten immer abwägen, welche Informationen sie wirklich brauchen. Röntgen allein zur Amortisierung des teuren Geräts wäre Körperverletzung, Röntgen zur Gewinnung oder Sicherung einer Diagnose ist - in der Hand verantwortungsbewußter Fachleute - ein Segen.
Gruß
Kai
Eine Anekdote am Rand: als ich 10 - 12 Jahre alt war, galt es in dem Schuhgeschäft, wo meine Schuhe anprobiert und gekauft wurden, als besonderer Service, den Kunden mit den fraglichen Schuhen auf ein Durchleuchtungsgerät zu stellen. Man konnte dann sehen, ob die Zehen wirklich beim Bewegen nicht anstießen. Ich weiß nicht, wie oft und wie lange ich dort meine Füße geröntgt habe, während meine Mutter Schuhe für sich anprobierte. Mir geht’s ganz gut und meine Kinder und Enkel sind glücklicherweise gesund
Eine Anekdote am Rand: als ich 10 - 12 Jahre alt war, galt es
in dem Schuhgeschäft, wo meine Schuhe anprobiert und gekauft
wurden, als besonderer Service, den Kunden mit den fraglichen
Schuhen auf ein Durchleuchtungsgerät zu stellen. Man konnte
dann sehen, ob die Zehen wirklich beim Bewegen nicht
anstießen. Ich weiß nicht, wie oft und wie lange ich dort
meine Füße geröntgt habe, während meine Mutter Schuhe für sich
anprobierte. Mir geht’s ganz gut und meine Kinder und Enkel
sind glücklicherweise gesund
das war ein Schucoskop (Hersteller ist der selbe wie die Schuco-Autos), in Anbetracht deines Alters lt Vika dürfte es noch eines der älteren Geräte gewesen sein, ohne An und Ausschalter gegen Neugierige Kiddies, dafür schon mit einer gewissen Bleiverkleidung im Inneren, die Früheren Geräte hatten noch nicht mal Bleischutz. Die strahlten den ganzen Tag im gesamten Schuhgeschäft fröhlich vor sich hin und manch eine Schuhverkäuferin hatte durchaus Spätfolgen davon (und ich mein es gab auch ziemliche Probleme bei der Anerkennung als Berufskrankheit, da Schuhverkäuferinnen ja nicht unbedingt was mit Strahlen zu tun hatten, jedenfalls nicht so eindeutig wie mit Fußpilz oder so).
Später gabs die dann mit Schalter, so dass man nur unter Aufsicht der Schuhverkäuferin gucken konnte.
Ab der Röntgenverordnung 1973 sind die dann verboten worden.
Als ZAhnarzt hast du dir in der Praxis später sicher mehr Strahlung eingefangen als beim Füssegucken
genauso hat das Ding ausgesehen. Wenn man bedenkt, daß zur Durchleuchtung auch noch ziemlich weiche Strahlung verwendet wurde, die stärker im Körper absorbiert wird. :-0
Das ‚Einfangen‘ von Strahlen in der Praxis hat sich aber schon seeeehr in Grenzen gehalten, so mit dem Fernauslöser aus dem Nachbarzimmer. Schließlich hat die Strahlenschutzverordnung schon einige Jährchen auf dem Buckel.
Du bist ständig einer natürlichen Strahlung ausgesetzt durch Erde und Natur. Diese Strahlenbelastung in Zahlen beträgt ca 2,1 mSv pro Jahr.
Eine Röntgenaufnahme stellt eine Strahlenbelastung von 0,0x - 0,1 mSv dar.
Ein Transatlantikflug bringt eine Strahlenbelastung von ca 0,066 mSv pro Stunde.
Kannst du dir nun vorstellen, wie „groß“ die Strahlenbelastung dieser Röntgenaufnahmen war?
Oder anderer Vergleich:
das Risiko, von diesen Röntgenaufnahmen permanente Strahlenschäden davon zu tragen ist geringer, als innerhalb von 2-3 Tagen Aufenthalt in den USA ermordet zu werden. Es ist auch geringer, als von 1 gerauchter Zigarette innerhalb der nächsten 10 Jahre Lungenkrebs zu bekommen.
Natürlich sollte man es mit Röntgenaufnahmen nicht übertreiben, aber hier brauchst du dir nun wirklich keine Gedanken zu machen