hallo zusammen,
ich schätze, das thema ist nicht nur für mich spannend und ich könnte mir auch gut vorstellen, dass sich bei entsprechenden antworten damit die faq starten ließen, deswegen mal ausführlich:
ich musste kürzlich mit erschrecken feststellen, dass eine große zahl meiner gebrannten audio-cds tatsächlich nach sage und schreibe 3 jahren hinüber sind. die cds waren in der zeit keinen extremen bedingungen ausgesetzt (im wohnzimmer gelagert) und zum brennen habe ich hier einen hp cd-writer 9100 mit adaptecs direct cd unter win98se.
die symptomatik: in der zweiten hälfte werden geräusche hörbar, die sich anfangs genau wie ein sprung auf einer vinyl-scheibe anhören und sich dann immer mehr zu einem durchgehenden knirschen verdichten, das zu schlechter letzt die musik übertönt.
nun könnte das theoretisch ja auch am brenner liegen- deswegen mal meine erste frage: gibt es eigentlich tools, die die qualität des brennergebnisses prüfen können? (evtl. sogar auch die des ungebrannten rohlings?)
erste detektivarbeiten mit cdr-identifier förderten schonmal spannendes zu tage: alle diese „marken“ (basf, sunstar, imation) stammen aus dem selben presswerk: cmc. daher meine zweite frage:
gibt es irgendwo erfahrungsberichte oder gar listen, welche (tatsächlichen) cd-hersteller mit welchen laufwerken harmonieren? firma hp gibt in meinem fall schonmal keinerlei auskünfte dieser art…
vor allem: gibt es eine möglichkeit, die tatsächlichen hersteller von rohlingen anhand irgendwelcher kürzel/codes auf der verpackung zu identifizieren?
nun habe ich natürlich versucht zu retten, was zu retten ist und bin dabei an exact audio copy geraten, weil ich hörte, dass das gute stück eine prima fehlerkorrektur haben soll. damit präsentiert sich die lage so:
ca. die hälfte der tracks einer solchen cd bekomme ich meist noch im „sicheren modus“ ausgelesen, dann geht die auslesegeschwindigkeit aber fast bis auf null runter. der größte teil der zweiten hälfte geht immer noch im schnellen/synchronisierten modus, auch wenn das ergebnis am rechner oft nicht mehr gut anzuhören ist- mein alter technics-player ist da deutlich toleranter. hier hoffe ich, dass vielleicht wer von euch etwas erfahrung mit der materie hat:
macht es wirklich sinn, 4 stunden und länger auf das fehlerkorrigierte auslesen eines einzelnen tracks zu warten oder lohnt sich das unter diesen vorzeichen gar nicht?
hat es zweck, solchermaßen zerschossene tracks mit irgendwelchen tools zu „denoisen“? falls ja, was käme denn da in frage?
und schließlich beschleicht mich der verdacht, dass eac mit seinen pingeligen voreinstellungen in diesem extremfall evtl. über seine eigenen füße stolpert: gibt es möglicherweise programme, die für solche groben fehler besser geeignet sind?
(mir geht es nicht um präzision, sondern schlicht darum, mit meinem technics-player ein halbwegs hörbares ergebnis zu erzielen- leichtes knistern im hintergrund könnte ich verschmerzen…)
bin wirklich gespannt, was ihr so zu berichten habt.
beste grüße
bernd


