Familie A wohnt in einem Eigenheim und sind gerade am Renovieren. Das Haus stand vor unserem Einzug 3 Jahre leer.
Vor einer Woche gab es das Problem, dass das Rohr (Toilette/Dusche) verstopft war. Aus den Seiten der Toilette und dem Rohr ist überall Wasser ausgetreten. Mit einer Spirale kamen sie nicht weit.
Ein Klempner der Firma B wurde bestellt. Dieser kam am nächsten Morgen und hat nach 3 Stunden das Rohr freibekommen.
Nach der Frage woran es lag, konnte der Klempner der Firma B nur sagen, dass es an Toilettenpapier oder Ähnlichen wohl nicht lag, da er kein Toilettenpapier gesehen hat, was zur Verstopfung geführt hat, sondern es aufweniger war das Rohr frei zu bekommen und er ziemlich viel Rost gesehen hat.
Höchstwahrscheinlich hat sich durch die Sprengarbeiten (Autobahn - Tunnel - Bau) in der Nähe des Hauses der Familie A der ganze Rost der alten Leitungen gelöst und hat sich im Rohr festgesetzt.
Jetzt wäre die Frage:
Kann man die Firma C, die den Tunnel sprengt dafür verantwortlich machen? Bzw. sie dazu verdonnern die Kosten für die Klepnerarbeiten zu tragen?
Der Teppich im Flur vor dem Bad ist auch total eingesaut. Überall alles braun durch den Rost usw. Wer zahlt das?
Die Vorleger im Bad können jetzt auch weggeworfen werden! Wer zahlt das?
Denn vor einigen Wochen war jemand der Sprengaufsicht der Firma C bei Familie A und hat Fotos vom Haus gemacht (wegen Rissen am Haus durch Sprengung), da sie mit ihrem Haus an einer „gefährlichen“ Stelle stehen, wo sich das Erdreich etwas verschieben kann.
mit dem „höchstwahrscheinlich“ wäre ich mal ganz vorsichtig. Es ist ein ganz übliches Problem, dass sich der Rost bei Trockenstand der Leitungen von den Wänden recht umfangreich so löst, dass er bei erneuter Inbetriebnahme innerhalb kürzester Zeit ganz abgerissen wird, und dann das Rohr verstopft (selbst genau diesen Ärger auch gehabt). Da eine Ursächlichkeit der Sprengung begründet zu wollen, dürfte sehr schwer werden, zumal diese das Problem ggf. zwar zeitlich vorverlagert haben könnte, jedoch nichts damit zu tun hat, dass der Rost nun mal da ist, und sich auch irgendwann löst. Viel Spaß dabei dann den Anteil der Sache rausrechnen zu wollen, der nicht mit dem langen Trockenstand, sondern mit der Sprengung zu tun hatte.
Eben stand der Beitrag noch(wie ich finde richtig) im Bereich „Sanitärtechnik“,nun also im Rechtsbereich.
Na gut,besser wird’s dadurch wohl nicht.
Ich sehe den Zusammenhang Rohrverstopfung und Sprengarbeiten nicht.
Und die Haftung noch weniger.
Rost wurde bei der Rohrreinigung gefunden. Haus stand jahrelang leer,ist vermutlich ein Altbau.
Rohrleitungen aus Stahl/Gusseisen.
Die verrosten halt über die Jahrzehnte, der Querschnitt wächst zu, plus festhaftende Ablagerung an der nun rauen Innenwandung.
Gerade im Nichtbetrieb(3 Jahre) wächst es zu.
Der Nachweis, wegen Alters der Rohrleitung gebildeter Rostbewuchs plus sonstige Gebrauchsablagerungen haben sich durch Erschütterungen durch die Sprengung gelöst, ist m.E. nicht zu führen.
Es kann sich genauso gut ein Placken durch das Spülen gelöst haben und die Leitung war zu.
Familie A wohnt aber jetzt schon 1,5 Jahre in dem Haus und sie hatten bisher keine Probleme mit verstopften Rohren.
Wenn Aussage „bei erneuter Inbetriebnahme innerhalb kürzester Zeit ganz abgerissen wird, und dann das Rohr verstopft …“ zutrifft, dann müsste das Problem ja von alleine innerhalb der letzten 1 1/2 Jahre aufgetreten sein.
Der Klempner der Firma B sagte auch nur, dass sich sehr viel Rost im Rohr befand. Die Toiletten werden regelmäßig benutzt und auch die Leitungen für Dusche/Wanne usw.
Kann mir nicht vorstellen, dass das von heute auf Morgen einfach so ein Rohr in diesem Ausmaße verstopft, von Rost der sich allmählich löst. Dann hätte Familie A ja schon früher etwas merken müssen beim Spülen oder Duschen, dass das Wasser langsamer abfließt.
Es geht ja auch darum, Familie A ist gerade am Renovieren und Teppiche, Vorleger sind jetzt auch verschmutzt druch die Arbeiten und die Überschwemmung!
ja habe mich eben angemeldet und hinterher festgestellt, dass die Rubrik irgendwie nicht ganz passte.
Beim Einzug Anfang letzten Jahres wurden die Rohre mit einer Spirale gereinigt, gerade weil es zuvor 3 Jahre lang leer stand.
Deswegen ist jetzt nicht verständlich, warum soviel Rost von heute auf Morgen zu einer so extremen Verstopfung geführt hat.
Die Rechnung für die Reinigung der Rohre mit der Spirale, liegt Familie A noch vor.
der Rost löst sich in ggf. recht großen, zusammenhängenden Flächen. Da kommt plötzlich irgendwas hinter eine abstehende Kante, und dann reißt es riesige Stücke ab. Wie schon geschrieben, selbst erlebt. Und auch in dem Fall war die Leitung vorher noch mal gereinigt worden, und befand sich ohnehin nur noch ein kleines Stück Gussrohr im Einsatz, welches nur mit erheblichem Aufwand auszutauschen gewesen wäre. Der Rest war schon neu. Gereicht hat es dann trotzdem für eine plötzliche und wirklich ganz üble Verstopfung einige Wochen, nachdem die Mieter in die frisch sanierte Wohnung eingezogen waren, die zuvor jahrelang leer gestanden hatte.
Ebenfalls wie schon geschrieben: Eine Sprengung mag ggf. für den konkreten Zeitpunkt der Verstopfung mitentscheidend gewesen sein, das ändert aber nichts daran, dass der Rost nun mal da war, und somit latent jederzeit losreißen konnte. Insoweit wird man sich da mit einer Kausalität extrem schwer tun.