Hallo,
da die Preise fuer die meisten Rohstoffe (u.a. Alteisen) derzeit guenstig sind ueberlege ich mir darin zu investieren.
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Was haltet ihr allgemein davon?
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Gibt es Sinn das ganze „physisch“ zu tun, d.h. einfach einige Tonnen Alteisen kaufen und lagern (unter der Voraussetzung dass die Lagerung nichts kostet). Diese Idee scheint mir sicherer und handfester als ein Stueck Papier - was haltet ihr davon?
Kann jemand Tipps geben?
Gruss und Dank
Desperado
Hallo,
- Gibt es Sinn das ganze „physisch“ zu tun, d.h. einfach
einige Tonnen Alteisen kaufen und lagern (unter der
Voraussetzung dass die Lagerung nichts kostet). Diese Idee
scheint mir sicherer und handfester als ein Stueck Papier -
was haltet ihr davon?
Davon halte ich gar nix. Der Grund: Es gibt keinen Lagerraum, der nichts kostet! Wenn dir momentan ein solcher Raum zur Verfügung steht, dann könntest du ihn ja auch, anstatt Eisenschrott darin zu lagern, einfach vermieten.
Das Geld, das du nicht bekommst, weil du den Raum eben nicht vermietest, sondern dort Eisenschrott lagerst, das kannst du als Kosten ansehen. Man nennt das auch „Opportunitätskosten“: http://de.wikipedia.org/wiki/Opportunit%C3%A4tskosten
Schöne Grüße
Petra
Hallo,
du brauchst also
a) einen wirklich stabilen Transporter
b) Be- und Entlademöglichkeit (z. B. Kran)
c) Lagerplatz
Dann musst du wissen, was du kaufst. Schrott ist nicht gleich Schrott. Eisenbahnschienen werden z. B. gerne genommen, sofern es legal ist und die Stücke 80 cm lang sind (wenn ich mich recht entsinne).
Hast Du das Fachwissen, um Metall zu beurteilen ? Nicht jeder Schrotthändler hat einen guten Ruf, um es mal ganz vorsichtig auszudrücken. Und wenn Du statt 100 Tonnen Eisenbahnschienen in handlichen Stücken plötzlich 20 Tonnen Grauguß dabei hast, dann hast du erstmal ein Problem.
Grundsätzlich ist die Idee nicht schlecht, aber dann kauf doch lieber Wein, der ist besser zu händeln, und die Preise steigen ständig. Und wenn’s der falsche Wein war, kannst Du das Zeug ja wenigsten noch selbst ausschlabbern oder der geliebten Schwiegermutter einflössen, damit sie wenigstens ein mal lustig ist. 
Also, ohne fundierte Kenntnisse und einen vertrauenswürdigen Schrotthändler würde ich die Finger davon lassen.
Gruß
Andreas
Unter der natürlich nicht realistischen Annahme einer kostenlosen Lagerung kann der physische Erwerb von Rohstoffen sinnvoll sein. Für Schrott/Alteisen habe ich hier jedoch berechtigte Zweifel, da zusätzlich großer Aufwand für Qualitätsbestimmung und anschließende Suche eines entsprechenden Käufers zu veranschlagen sind. Bei hoch standardisierten Rohstoffen (Gold) sieht die Sache hingegen anders aus (wobei die Lagerproblematik bestehen bleibt). Exemplarisch für das Edelmetall hier eine Übersicht zu Anlagealternativen: http://www.goldfixing.de/goldfixing/website.php?id=g…
Hallo Rohstoffchef,
Gold ist mir derzeit schon zu hoch, ausserdem hat es auch nur einen imaginaeren Wert da es zu Produktionszwecken kaum verwendet wird (ausser fuer Schmuck welcher in Krisenzeiten wahrscheinlich eher verkauft als gekauft wird).
Die (nahezu) kostenlose Lagerung finde ich nicht unrealistisch wenn man sich die Preise fuer alte Lagerhallen in Ostdeutschland ansieht.
Da ich wenig Erfahrung in der Beurteilung von Schrott habe dachte ich an standardisierten Schrott, z.B. in Wuerfel gepresste Autos. Da muesste die Qualitaet immer gleich sein da ich nicht glaube dass ein Schrotthaendler vor dem Pressen noch Steine… in das Auto legt.
Gibt es noch andere Schrottarten bei denen man als Laie nicht ueber den Tisch gezogen werden kann und die man leicht transportieren und lagern kann?
Gruss
Desperado