Rollenspiele

*wink*

Tatsächlich? :wink: „Spielt“ nicht jeder irgendwann, irgendwie
eine Rolle?

Nein, das tu ich nicht.

Hm…

Das ist keine Lüge, das ist der Job. Mit Unterlagen ist es das
gleiche.
Aber wie tessa schreibt, von hier knallhart und eiskalt und
zu Hause ganz anders, dies meinte ich, was ich mit Maskerade
ausdrücken wollte.

*g* das waren wohl nicht die richtigen Beispiele.
Nuja, dann vielleicht ein Beispiel aus meinem ersten Job bei einer Hausverwaltung, wenn entschieden werden mußte, ob ein Mieter, der seine Miete nicht zahlte, delogiert werden sollte.
Ganz hart war diese Entscheidung, wenn es um Mütter mit Kindern ging.
Mein Privates-Ich wehrte sich mit allen Mitteln dagegen eine Mutter mit Kind - mehr oder weniger - auf die Straße zu setzen. Mein Berufliches-Ich fällte, eiskalt, wenn Du so willst, die Entscheidung die Delogierung durchzuführen.
Daß ich nicht mehr in meiner ersten Firma arbeite, ist unter anderem darauf zurückzuführen, daß ich diese Trennung zwischen meinen Ichs irgendwann nicht mehr verkraftet habe.

LG
Edith

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Das Peer-Gynt’sche-Zwiebelproblem
Hallo Thomas,

ich habe damals natürlich nachgefragt, und einige der Teilnehmer waren wohl der Meinung, dass man, wenn man im Spiel nicht eine fremde „Charakterkonstellation“ wählen würde, gar kein Rollenspiel spiele, weil man eben keine Rolle spiele. Man könne es also dann quasi gleich lassen.

In sich ja konsequent gedacht - überprüfen läßt sich das doch nur anhand des Außenbildes, das jemand hat: Im (tiefsten) Innern kann er doch genau das sein, was ein vollkommen fremder Charakter
zu sein scheint, in dessen Rolle er schlüpft.

Erinnert ein wenig an die ‚Hosenrollen‘ in Shakespeares Komödien, in denen liebliche Damen, auf der zeitgenössischen Bühne verkörpert von männlichen, als Frau maskierten Akteuren, sich als Herren ausgaben und in männlicher Kleidung zu sein schienen, was sie im Leben, doch nicht im Stück waren…

Ein interessanter Ansatz, finde ich!

Dieses Rollenspiel führt er zudem in einer ‚Branche‘ durch, in der die Hierarchien oft noch sehr rigide und und unüberbrückbar sind. Die Rollen in diesem Trainig sind deligiert, keiner der Akteure darf seine Rolle frei wählen.

Viele Grüße
Diana

P. S. Hast du meine Mail (Kopien) erhalten?

Antwort müßte bereits vorliegen :wink:

Hi littlePanda!

Ich hasse übrigens Spiele im realen Leben,

Tatsächlich? :wink: „Spielt“ nicht jeder irgendwann, irgendwie
eine Rolle?

Ja, das stimmt! Das haben wir im Studium schon gelernt! In jeder Situation ändert sich die Rolle, die wir übernehmen…in der Familie, im Beruf…natürlich auch sonst!

vorstellen, mich selbst spielend am Arbeitsplatz in jemand
anderen zu verwandeln. Das ist doch Maskerade, wozu?

Tja, wenn ich da an meinen Beruf denke, da kann ich einfach
nicht so sein, wie im Privatleben. Ich schätze Ehrlichkeit. In
meinem Beruf unterliege ich aber einer strengen
Verschwiegenheitspflicht, was mich manchmal zur „Lüge“ zwingt.
Ich neige daheim ein bißchen zur Sorglosigkeit mit Unterlagen,
auch das kann ich mir im Beruf nicht leisten *g*

Das sind nur ein paar kleine, „harmlose“ Beispiele, warum man
sich am Arbeitsplatz manchmal ein bißchen anders verhalten muß
wie im Privatleben.

Im Beruf ist man Angestellte, Beamter, Arbeitnehmer oder Arbeitgeber usw.! In der Familie übernimmt man ebenfalls die entsprechende Rolle: Mann, Frau, Kind…! Natürlich spielt die eigene Persönlichkeit in die Ausgestaltung der Rolle hinein, wäre ja schlimm, wenn nicht…oder?

Liebe Grüße
Renate

Hi Diana

Was macht das „feeling“ bei Rollenspielen (jeglicher Art,
nicht nur LARP) aus?

Das Abtauchen in eine andere Welt, die „einfacher“ ist.
(es gibt kein Finanzamt, der Steuereintreiber kommt selbst… und wird eventuell umgemeuchelt :smile:)). Daneben hast Du tatsächlich die Möglichkeit, in dieser Phantasiewelt etwas Entscheidendes zu bewirken. es ist nicht so wie bei einem Buch (in das man ja auch total eintauchen kann) wo man nur passiver Beobachter ist.

Spez. Larp:
Der Adrenalinschock, wenn man in seinem Tarnumhang im Steilhang liegt, während oberhalb und unterhalb „DER FEIND“ nach dir sucht, ist nicht zu verachten. (Hatte ich da die Hosen voll)

„Lebt“ man für diese Zeit in der Rolle,
gelingt sozusagen der vollständige Wechsel in die Rolle? Oder
bleibt es Spiel, anders gesagt, bleibt hinter der Maske der
Finanzbeamter Heinz P. immer erkennbar, für sich selbst und
andere?

Jein
Es kommt zum einen auf die „schauspielerischen Qualitäten“ an, wobei man ja nicht für andere, sondern für sich selbst spielt.
Zum anderen auf die Charakteranlage. Es gibt einige Charaktäre, die ich bis dato nicht spielen kann, da sie mir derartig zuwider sind…
Andere können das und betrachten es als Herausforderung.
Wenn z.B ein linker Kriegsdienstverweigerer, der regelmäßig na Amnesty spendet, einen faschistoiden Ordensritter spielt.

Meine letzte LARP-Rolle war relativ „Nahe“ angelegt (Händler in edlen Steinen) und da steckte ich tief drinnen in der Rolle. Als Ork ist das bei mir etwas oberflächlicher.
Aber manchmal muß man schon aufpassen, dass man nicht die Realität und Phantasie vertauscht.

Gruß
Mike

Hallo Diana,

jetzt bin ich lange genug um diesen thread herumgeschlichen, weil ich prinzipiell diese Freizeitbeschäftigung sehr interessant finde. Ich empfinde sogar ein wenig Neid, wenn da jemand daran Spass hat.
Tatsächlich habe ich in meiner Schulzeit versucht bei einem Theaterstück mitzuspielen. Es war einfach furchtbar, ich bin dafür absolut unbegabt.
Als Mädchen habe ich sicher mit Freundinnen Prinzessin gespielt, oder mit meinem Bruder Bardame und Cowboy (es war die Bonanza-Phase).
Auf der anderen Seite habe ich kein Problem auf dem Bauch liegend mit meinen Mädchen Legotürme aufzubauen, und fühle mich ihnen zugehörig wie ein drittes Kind.
In unserer Firma kann ich mich nüchtern über Gegebenheit auszutauschen, stelle in dem Moment auch eine neutrale Person dar. Mit Freundinnen fühle ich mich als weibliches Individuum unter meines gleichen. Klar, Rollen spielen wir alle immer.

Aber diese Form von Freizeitvergnügen kann ich mir für mich nicht vorstellen, was ich ein wenig für mich bedaure.

Von einem Kinderpsychologen weiss ich, dass Rollenspiele ein gutes Instrument dafür sein kann, um Zugang zu einer angeknacksten Kinderseele zu finden.

viele Grüße
Claudia

*wink*

Tatsächlich? :wink: „Spielt“ nicht jeder irgendwann, irgendwie
eine Rolle?

Nein, das tu ich nicht.

Hm…

Klingt fast so, als glaubst Du mir nicht…*gg*. Ist aber so, ich spiele manche Spiele vielleicht gezwungenermaßen mit, aber
ich bin nicht der Regieseur. Verstehst Du, was ich meine?
Nie würde ich bewußt solches tun können. Vielleicht ist ja
das mein Problem, meinen einige meiner Freunde.

Daß ich nicht mehr in meiner ersten Firma arbeite, ist unter
anderem darauf zurückzuführen, daß ich diese Trennung zwischen
meinen Ichs irgendwann nicht mehr verkraftet habe.

Siehst Du, das mein ich, also bist Du DU geblieben.
Man kann auf vieles verzichten, nicht aber auf sein Ego.
Klingt vielleicht etwas hochtrabend, aber irgendwann will
ich mir selbst immer noch in die Augen sehen können, und zwar
bei allem (ob es richtig oder falsch war) was ich tue.

Das *freu* bezog sich auf diesen, Deinen letzten Satz.
Es macht Dich umso sympathischer…:smile:

Herzliche Grüße
hd

Persona
„Nothing that is so is so“ [Shakespeare: What You Will]

„Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis“ [Goethe: Faust II]

Hi Jägerin

über die verschiedenen Weisen, wie wir den Ausdruck „eine Rolle spielen“ verwenden, hatte ich zu einer Diskussion im L&L-Brett mal was zusammengefaßt:

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Nun will ich zu „live action role playing“ nichts sagen, um mich nicht an Leib & Leben zu gefährden (du fragtest ja auch nicht ausschließlich danach). Viel grundlegender ist jedoch die Fähigkeit des Schauspielens überhaupt, und wenn es eine Eigenschaft gibt, die den Menschen bzw. die Persönlichkeit ausmacht, dann ist es sicher ebendiese.

Du schriebst unten von Beispielen, wie Personen aufgefordert wurden, eine andere Rolle einzunehmen (btw. wie kann man solche unsinnigen Führungskräftetrainingsspielchen machen! *fg*) und meintest dazu zu Recht, es klappte nicht, weil sie es nicht konnten. Etwas ähnliches passiert, wenn Personen eine Rolle spielen wollen und sie können es nicht, weil sie das Falscheste machen, was ein Schauspieler machen kann: nämlich so zu tun als ob.

Anfang des 20. Jhdts hat Stanislawski genau diesen Unterschied als Hauptthema der Schauspielschule pointiert: Der Spieler, der z.B. die Rolle des Glücklichen, Traurigen, Wütenden zu spielen hat, wird dies erst dann „rüberbringen“ (nämlich über den Bühnenrand), und damit eine „wirkliche“ virtuelle Realität erzeugen, wenn er nicht so tut als ob er glücklich, traurig, wütend sei, während er es spielt (denn das heißt nur, daß er die jeweilige äußere Erscheinungsform kopiert), sondern wenn er wirklich glücklich, traurig, wütend ist , indem er es spielt.

K.S. Stanislavski: Die Arbeit des Schauspielers an sich selbst.
(Erstausgabe Moskau 1954/55)
ISBN 3861501805 Buch anschauen
ISBN 3861501813 Buch anschauen
K.S. Stanislavski: Die Arbeit des Schauspielers an der Rolle.
ISBN 3861501821 Buch anschauen

Damit wird deutlich, daß gerade diese Fähigkeit, einen anderen zu spielen - und zwar in dem Sinne, vorübergehend ein anderer zu sein - die stabile und „reife“ Persönlichkeit ausmacht. Deine Frage, inwieweit es für emotional nicht gefestigte Persönlichkeiten … wirklich risikolos ist hebt sich damit im Grunde auf: Die „nichtgefestigte“ Persönlichkeit wird immer nur so tun als ob, mithin bestenfalls einfach ein bißchen imitieren üben, und das ist immer risikolos und es erschöpft sich darin, daß es ihr einfach „ein bißchen Spaß“ macht. Er wird immer versuchen, sich an seiner vermeintlichen „eigentlichen“ Persönlichkeit festzuhalten wie ein Schwimmer, der sich nicht traut, den Beckenrand loszulassen. Infolge wird es ihm daher auch komplett an Menschenkenntnis fehlen (die die Bereitschaft, sich in einen anderen „hineinzuversetzen“ voraussetzt): Dieser Mangel ist eine der weitestverbreiten Führungskräfteeigenschaften :smile:

Umgekehrt macht es gerade die „gefestigte“ Persönlichkeit aus, daß sie - ohne Angst, sich zu verlieren, oder etwas von sich aufzugeben - eine „Maske“ aufziehen kann (von der Maske bzw. der Rolle haben wir ja den lat. Ausdruck „persona“) und - in den Grenzen der Bühne oder, was metaphorisch dasselbe ist, der Spieldauer und Spielregel - ein anderer zu sein vermag.

Natürlich muß man das erst lernen - oder vielmehr wieder lernen, denn Kinder können genau das, wenn sie nicht bereits „gestört“ sind. Das macht ja auch den Unterschied zu Erwachsenenspielen aus: Sie spielen als Kinder, aber nicht wirklich wie Kinder.

Der größte Lehrmeister über die Bedeutung der Maske/Rolle für die sog. „echte“ Persönlichkeit - Shakespeare - zeigt ja genau das ebenfalls: Weil wir die Maske/Rolle nur als ein „als ob“ auffassen, glauben wir, daß hinter der Maske soetwas wie die echte, eigentliche Person stehe. Das Resultat sind diese „lächerlichen“ Personen wie Malvolio oder Polonius. Deren Spiel wird „entlarvt“.

Dagegen ist es bis heute eine spannende Frage insbesondere der Psychoanalyse, ob Hamlet wirklich wahnsinnig sei oder nur so tut als ob: Die „gefestigte“, „gestandene“ Persönlichkeit ist eben immer zugleich das, was sie spielt - und das was sie ist, spielt sie.

Hierzu:
K.R. Eissler: Discourse on Hamlet and Hamlet. A Psychoanalytic Inquiry.
Intern. Univ. Press, NY. 1971

Wenn Tessa unten sagte, daß sie als Privatperson eine andere Rolle habe/spiele bzw. eine andere sei als in ihrer Firma, dann ist das genau das hier Gemeinte. So geht es. Beides geht aber nicht, wenn jmd. nur so tut als ob, er wird entweder zu Hause oder im Beruf seine Rolle verpatzen.

Auch der von ihr angesprochene Bereich SM (genauer ist es natürlich nicht SM, sondern D/s, denn SM als solches hat mit Rollenspiel weniger zu tun) hat mit der Unterscheidung von „nur so tun als ob“ und wirklicher Rollenübernahme viel zu tun. Und darin liegt auch die von ihr angesprochene Gefahr bzw. Warnung. Wer nur eine hochgespielte Modeerscheinung „mal so“ ausprobiert und imitiert, wird sich immer an einem „eigentlich meine ich es ja nicht so“ festhalten", immer mit einem Fuß „backstage“ bleiben und daher kein Gefühl für den Bühnenrand entwickeln, weil er nie wirklich „on stage“ ist. Und das kann Schaden anrichten.

Nur wer keine Angst hat, etwas zu verlieren, wenn er ein vermeintlich eindeutiges „ego“ losläßt, wer also frei ist, sich hin und wieder selbst vollständig zu verfremden, wird ein stabiles „ego“ entwickeln können. Oder - um es shakespearisch zu sagen - das Ego ist zwar immer der Spieler einer Rolle, aber es gibt kein Ego ohne eine Rolle. Wer nur eine einzige Rolle kann, ist kein Schauspieler. Und wer kein Schauspieler ist, ist keine „persona“.

:smile:)

liebe Grüße

Metapher *dersichalssolcheraufsMottoobenbezieht*

Hallo Jägerin,

meine Antwort kommt spät, weil ich krank und somit offline war. Aber sie kommt. :smile:

Ich spiele seit 8 Jahren Rollenspiele. Wir spielen Midgard, also eines der „Pen und Paper“ RPGs: Ein Tisch, eine Handvoll Leute, jede Menge guter Wein und Knabberzeugs, ein Charakterbogen, eine Handvoll skurriler Würfel, und ein Spielleiter, der erzählt.

Zu der Frage „Bleibt hinter der Maske immer der Finanzbeamte zu erkennen“ würde ich sagen: Jein.

Menschen spielen aus den unterschiedlichsten Gründen Rollenspiele. Und wie sehr sie in ihrer Rolle aufgehen, ist auch sehr unterschiedlich.
Unter Spielern gibt es die unterschiedlichsten Charaktere. Die, die jemand spielen wollen, der sie gerne wären. Die, die jemanden spielen, der ihnen selbst geicht, oder die, die jemand völlig anderes spielen wollen (das war meistens meine Kategorie). Kommt auf den Typ an.

Ich bin momentan Spielleiterin. In der Zeit, als ich selbst spielte, ging ich schon sehr in meiner Rolle auf. In der zeit konnte ich vergessen, wer ich wirklich bin. :smile: Allerdings dauerte das nur für die Zeit des Spiels - wenn das Spiel aus war, habe ich nicht weiter in meiner Rolle gelebt.

Jetzt mastere ich unsere Gruppe (die mit dem unbeherrschten Ronin… *g*), und das tue ich vornehmlich, weil ich gerne Geschichten erfinde und erzähle, und nicht viel anderes ist das Rollenspielleiten ja.

Ich könnte mir jedenfalls nicht vorstellen, dass wir irgendwann aufhören, dafür ist es viel zu viel Spass.

Liebe Grüsse,
Nike

Rollenspiele als Persönlichkeitsentdeckung
Hallo Metapher,

nun verstehe ich erst, warum es einem nicht immer gelingt, einen anderen Lebensweg, den man anvisiert und ausgewählt hat, mit Erfolg zu begehen …

Du schriebst unten von Beispielen, wie Personen
aufgefordert wurden, eine andere Rolle einzunehmen
(btw. wie kann man solche unsinnigen
Führungskräftetrainingsspielchen machen! *fg*) und meintest
dazu zu Recht, es klappte nicht, weil sie es nicht
konnten. Etwas ähnliches passiert, wenn Personen eine
Rolle spielen wollen und sie können es nicht, weil sie
das Falscheste machen, was ein Schauspieler machen kann:
nämlich so zu tun als ob.

… die dazu gehörige Rolle paßt nicht zu einem. (ich habe gerade noch mal den von Dir verlinkten thread gelesen)

Damit wird deutlich, daß gerade diese Fähigkeit, einen anderen
zu spielen - und zwar in dem Sinne, vorübergehend ein anderer
zu sein - die stabile und „reife“ Persönlichkeit ausmacht.
Deine Frage, inwieweit es für emotional nicht gefestigte
Persönlichkeiten … wirklich risikolos ist
hebt sich
damit im Grunde auf: Die „nichtgefestigte“ Persönlichkeit wird
immer nur so tun als ob, mithin bestenfalls einfach ein
bißchen imitieren üben, und das ist immer risikolos und es
erschöpft sich darin, daß es ihr einfach „ein bißchen Spaß“
macht. Er wird immer versuchen, sich an seiner vermeintlichen
„eigentlichen“ Persönlichkeit festzuhalten wie ein Schwimmer,
der sich nicht traut, den Beckenrand loszulassen. Infolge wird
es ihm daher auch komplett an Menschenkenntnis fehlen (die die
Bereitschaft, sich in einen anderen „hineinzuversetzen“
voraussetzt): Dieser Mangel ist eine der weitestverbreiten
Führungskräfteeigenschaften :smile:

Diese Aussagen lassen in mir Fragen offen. In dem besagten Thread heißt es doch, dass jeder Mensch in seinem Leben mehrere Rollen spielt. Ich gehe davon aus, die eine wird gut gespielt, die andere schlecht. Aber seine Persönlichkeit ist doch immer die selbe - die Rollenpersönlichkeiten sind vielleicht nicht immer die gleichen und damit ungleich stabil, oder?

Mir ist schon klar, dass Dein Posting sich auf Dianas Rollenspiel-Anfrage bezog.
Doch wenn ich an die Lebensrollen denke, die jeder von uns spielt oder spielen muss, dann habe ich die Vorstellung, dass die Unfähigkeit sich einmal anders darzustellen (eine neue Rolle einzunehmen) nicht an dem Mangel an Charakterfestigkeit liegt, sondern an der Unvollständigkeit der Kenntnis seiner Person. Die Bereitschaft diese Kenntnis zu erweitern, ist wieder ein anderes Thema.
Bringe ich etwas durcheinander? habe ich etwas falsch verstanden oder beim Lesen übersehen?

mit leicht (ver)wirr(t)en Spät-Grüßen %-)
Claudia

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Hi Claudia

weil dieser Thread schon langsam in den Keller geht, hab ich dir die ANtwort auf deine interessanten Fragen oben in einem neuen Posting geschrieben: Rollenspiele II. Akt

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Liebe Grüße

Metapher