Hallo,
mich würde mal interessieren, ob ihr der Ansicht seid, dass es „seltsam“ ist, wenn Kinder keine Rollenspiele machen.
Meine Kinder sind 8 und 10. Und sie haben noch nie gespielt, dass sie jemand anderes wären. Also keine Puppenspiele, keine Piratenspiele, keine Abenteuerspiele „ich Tarzan du Jane“, keine armen Waisenkinder, die ausreißen, keine Räuber, keine Schatzgräber usw. usw.
Sie spielen grundsätzlich gern und viel, aber eben anders. Ich mache mir deshalb nicht wirklich Sorgen, da es prima Kinder sind: Kreativ, beliebt, spitzenmäßige Noten, begabt, einigermaßen sozial, sie helfen Anderen, lachen viel, haben viel Spaß usw. usw.
Ich frage mich einfach nur manchmal, wie es kommt, dass meine Kinder keine Rollenspiele spielen. Sowohl mein Mann als auch ich haben in unserer Kindheit fast nichts anderes gemacht, und ich beobachte oft bei (kleineren) Nachbarskindern, wie sie sich absprechen „Also ich wär die Mama und du wärst der Besuch“ usw.
Hallo
Also nur eine Meinung eines Nebenstehenden.
Aber rein verhaltenstechnisch ist es ja so, das ein Kind mit Hilfe eines Rollenspieles in eine „andere Rolle“ schlüpfen will. Genauso wie jeder erwachsene auch, der zum Beispiel Computer-Spiele spielt, oder einfach davon träumt reich zu sein und die Sau raus zu lassen.
Doch was ist wenn man mit allem rundherum glücklich ist ? Dann gibt es auch keinen Grund jemand anders zu sein…
So würde ich das jetzt erstmal sehen. Vielleicht sind sie ja in ihrer Rolle sehr glücklich und wollen gar niemand anders sein ?
Aber ich kenne ja nicht die Familien-Harmonie.
Darüber hinaus denke ich das die Kinder schon so alt sind ihr Handeln rechtfertigen zu können, also warum nicht einfach mal fragen ?
Vielleicht sind sie ja schon „erwachsener“ als andere und haben da einfach keinen Hang zu.
Ich würde einfach mal fragen, warum sie denn nie mal Indianer usw. spielen. Übrigens: Auch nicht in anderer Form ? Ich habe früher z.B. gerne mit „Action-Figuren“ gespielt und mir dabei stundenlange Geschichten ausgedacht… Heutzutage schreibe ich Bücher…
Vielleicht spielen sie auch Videospiele oder malen Comics etc. Alles eine Form des „Rollenspiels“.
Gruß
Andreas
Vielleicht sind sie ja:in ihrer Rolle sehr glücklich und wollen gar niemand anders:sein ?
Wäre natürlich eine schöne Erklärung!
Ich würde einfach mal fragen, warum sie denn nie mal Indianer
usw. spielen.
Hab ich schon. Sie haben ziemlich verständnislos reagiert: „Hä, wieso?“ „Nööö, keine Lust.“ „Warum denn?“ „Ach nee.“
Irgendwie wissen sie gar nicht, wie das überhaupt gehen soll…
Vielleicht sind sie ja schon „erwachsener“ als andere und
haben da einfach keinen Hang zu.
Das mag teilweise sogar stimmen, aber sie haben das wirklich noch nie gemacht, auch nicht als sie noch sehr klein waren. Und insgesamt spielen sie wie gesagt sehr viel, kreativ und auch „kindlich“.
Übrigens: Auch nicht in anderer Form ? Ich habe
früher z.B. gerne mit „Action-Figuren“ gespielt und mir dabei
stundenlange Geschichten ausgedacht… Heutzutage schreibe ich
Bücher… :Vielleicht spielen sie auch Videospiele oder malen Comics etc. :Alles eine Form des „Rollenspiels“.
Siehst du das so? Hm. Also was dem am nächsten kommt: Eine Zeitlang haben sie sich mit den Puppenhaus-Figuren Geschichten ausgedacht und gespielt, was die so erleben usw. Meine Tochter hat auch eine Zeitlang Geschichten geschrieben.
Aber was ich meine, ist wirklich das „sich selbst in eine andere Rolle versetzen“. Nicht eine Figur, nicht eine Person in einer Geschichte, sondern wirklich sich selbst.
Ich dachte immer, alle Kinder tun das.
Und ich wäre einfach neugierig darauf, ob das irgendeinen bestimmten Grund haben könnte, oder ob es ganz einfach so ist, dass manche Kinder das eben tun und andere nicht…
Hallo !
Wie gesagt, ist nur die Meinung eine Nicht-Experten. Ein richtiger Psychater kann da vielleicht etwas ganz anderes heraus interpretieren.
Ich hatte früher nur sehr wenig Freunde. Und von daher habe ich auch nie „Indianer“ oder sowas gespielt… Wenn ich es recht überlege habe ich da auch kein Interesse gehabt.
Ist denen vielleicht „zu albern“. Ich wohne jetzt auch in einer Kinderreichen Gegend, aber dort sehe ich auch keine „Buden“ oder „Baumhäuser“, wie wir sie damals gebaut haben. Wenn ich bedenke wie das hier zu meiner Jugend ausgesehen hat… Ich denke manchmal, das kennen die gar nicht mehr, oder ist einfach Out.
Wir sind ja auch nicht mit Handys und Designer-Klamotten durch den Wald gelaufen. Ein Funkgerät mit 500m Reichweite war schon der Oberhammer.
So ändert sich eben das Zeitbild.
Aber wie gesagt. Nur eine Meinung eine Nicht-Experten.
Gruß
Andreas
einer Kinderreichen Gegend, aber dort sehe ich auch keine
„Buden“ oder „Baumhäuser“, wie wir sie damals gebaut haben.
Wenn ich bedenke wie das hier zu meiner Jugend ausgesehen
hat… Ich denke manchmal, das kennen die gar nicht mehr, oder
ist einfach Out.
Das kommt sicher auf die Wohngegend an. Unsere Kinder haben ein Baumhaus und sind auch immer wieder mal mit Hütte bauen im Wald beschäftigt. Das Schönste ist für sie das Einrichten, und dann sitzen sie da und picknicken
Wir sind ja auch nicht mit Handys und Designer-Klamotten durch
den Wald gelaufen.
Handy haben sie zum Glück auch noch nicht… Und Designer-Klamotten hatte wohl eher ich als Kind (und bin davon so abgeschreckt, dass meine armen Kinder in geflickten Jeans rumlaufen müssen )
Tja, in unserem Fall trifft das also nicht zu; eigentlich denke ich, dass die Bedingungen hier (Dorfrand mit Wald, Wiesen, Bach und Weiher) absolut optimal wären für die abenteuerlichsten Rollenspiele.
Naja wie auch immer, dir vielen Dank für die Beteiligung an der ansonsten doch irgendwie einseitigen Diskussion!