Roller

hallo jungs.

ich würde mir gerne einen roller ca.50 ccm kaufen.

würde gerne eine vespa oder eine simson kaufen,für welche würdet ihr euch entscheiden?

gibt es denn für die samson noch ersatzteile?

gruß mücke
aus hamburg

Moin,

einen Simson Roller gibts auf jeden Fall günstiger als Vespa. Kultig sind eigentlich beide, also Geschmackssache was man da nimmt.
Für die Simson gibts immernoch genügend Teile. Vorteil bei der Simson:
Die alten Dinger dürfen 60km/h laufen, sofern vor Februar 1992 erstmals in Verkehr gebracht.

Gruss Jakob

Hallo!
Wenn du einen Roller zum Fahren willst, dann nimm die Vespa!
Wenn du einen Roller zum Basteln und Reparieren willst, dann die Simson!
Teddy x9

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Moin,

Wenn du einen Roller zum Fahren willst, dann nimm die Vespa!
Wenn du einen Roller zum Basteln und Reparieren willst, dann
die Simson!

Sorry, so eine Pauschalaussage ist doch wirklich Unsinn. Ich kenne bei beiden Herstellern beide Extreme.

Gruss Jakob

hallo jakob…

erstmal danke.

warum gibt es 3 oder 4 gangschaltung?was ist besser?
gibt es auch automaticgetriebe?

gruß mücke aus hamburg

Moin,

warum gibt es 3 oder 4 gangschaltung?was ist besser?

Das ist auf dem platten Land eigentlich wurscht. In bergigeren Gegenden hat ein 4.Gang Getriebe natürlich Vorteile. Je nach Übersetzung kann ein 4-Gang Getriebe die Drehzahl bei Höchstgeschwindigkeit senken, ist dann also etwas leiser.

gibt es auch automaticgetriebe?

Ja (bei Vespa ab 1984). Das ist recht wartungsarm und man spart sich das Schalten. Die drehen beim Anfahren hoch wie die Teufel, sind aber in der Stadt schon recht praktisch. Bei der Automatik handelt es sich dann um eine Variomatik, also eine stufenlose Vollautomatik. Das Prinzip ist eigentlich genial. Es wurde früher (und heute wiederentdeckt) auch bei Autos verwendet.
Wie das Ganze funktioniert ist hier schön erläutert:
http://www.gilera-runner.com/variomatik2.shtml
Also nix mehr mit Kette pflegen oder spannen.
Das Prinzip bei den alten Vespa-Rollern ist aber auch gut, da sitzt das Rad direkt auf der Getriebewelle, also auch nix Kette, aber auch nix Keilriemen.

Gruss Jakob (nur wenige KM nördlich von HH, aber die Hamburger U-Bahn fährt bis hierher)

Hallo!

ich würde mir gerne einen roller ca.50 ccm kaufen.

würde gerne eine vespa oder eine simson kaufen,für welche
würdet ihr euch entscheiden?

gibt es denn für die samson noch ersatzteile?

Für beide Modelle gibt es noch genügend Ersatzteile.

Vorteile Vespa:

  • teilbare Felge, Reifen können ganz leicht selbst erneuert werden.
  • Reifen untereinander austauschbar und leichte Befestigung eines Ersatzrades
  • schöner
  • keine Kette, also wartungsfreier Antrieb
  • Bremsenwechsel durch Lösen einer Schraube, einer Feder und 2 Clips.
  • Gepäckfach unter dem Sitz und ggf. am Beinschild.

Vorteil Simson:

  • darf ggf. 60 Km/h laufen, anstatt 45 oder 50 bei der Vespa, je nach Baujahr.
  • größere Räder = bessere Fahreigenschaften.

Zur Vespa:
es gibt generell und nur sehr grob beschrieben die folgenden 50er von Vespa:

  • die V50, also der schöne, alte „Smallframe“. Dieses Modell gab es wohl ca. 20 Jahre lang in verschiedenen Ausführungen (3-Gang/4-Gang, mit/ohne Blinker, runder / eckiger / kein Tacho). Generell ist der Rahmen jedoch weitgehend gleich geblieben.
    Diese Modelle sind robust und einfach, aber auch vergleichsweise lahm. Neue Automatikroller sind deutlich agiler.

  • die PK-Serie, also die etwas eckigeren Modelle ca. ab 1983. Technisch weitgehend ähnlich der V50. Besseres Licht, bequemer. Ebenfalls keine Rennmaschinen.

  • die Plastikroller ab ca. 1990. Da gab es dann Zip, TPH u.s.w. Haben Automatik, sind technisch wohl o.k. und haben mich nie interessiert.

Mein Tip wäre eine schöne V50 mit 4 Gängen und sauber überholtem Motor. Damit kommt man dann einigermassen vorwärts und das Gefährt ist stilsicher.

Die Schwalben haben mir nie gefallen und allein schon der höhere Wartungsaufwand der Simsons (s.o.) lässt mich zur Vespa tendieren.

Gruß,
M.

hallo jungs.

Hallo, Junge :wink:

ich würde mir gerne einen roller ca.50 ccm kaufen.

Ich nich, hab ne S50 mit S51-Motor :smiley:

würde gerne eine vespa oder eine simson kaufen,für welche
würdet ihr euch entscheiden?

Für mich isses ganz klar: Simson
Mit ein wenig technischem Sachverstand bekommt man ne Simme immerwieder kostengüntig repariert, zumal es auch unzählige Internetseiten mit Reparaturtipps gibt, meine (http://mutschy.de) eingeschlossen.

Bei ner (60-km/h-)Simson musste dir aber im Klaren darüber sein, dass es sich um mindestens 16 Jahre alte Fahrzeuge handelt, oftmals sind sie sogar weitaus älter. Das muss zwar nich zwingend heissen, dass die Pannenhäufigkeit erhöht is, aber der Wartungsaufwand (gerade bei Modellen mit Unterbrecherzündung) is nich zu unterschätzen. Alle 800-1000 km sollte schonmal nachgeguckt u ggf nachjustiert werden. Wenn mans allerdings einmal „drauf hat“ u das passende Werkzeug (es braucht nich viel) zur Hand is, kann das Moped unterwegs einmal komplett zerlegt u zusammengesetzt werden. Hab ich alles schon durch :smiley: Dummerweise haben meine Simmen immer gerade dann nen richtigen Durchhänger gehabt, wenn ich nur wenig Werkzeug dabei hatte. Erst am letzten Donnerstag musste ich 3 km schieben, da ich aus Faulheit nur das allernötigste (Kerzenschlüssel, mittlerer Schraubenzieher, 8-10er Maulschlüssel) mitgenommen hatte :confused: Es hatte ich aber die Mutter vom Primärantrieb gelöst, ein weiterer (größerer) Schraubenzieher, ein weiterer 10er, ein 13er u ein 17er hätte mir schon extrem weiter geholfen…

Im Grunde brauchste bei ner Simme nur folgendes Werkzeug (was ich sonst auch fast immer an Bord hab):
5,5er (selten, nur für Kabelbefestigung am Unterbrecher)
7er (selten, nur für Kabelbefestigung am Kondensator)
8er Maul (selten; Düsenstock im Vergaser)
9er (sehr selten, nur für Stellschrauben von Kupplungs- u Bremsgriff)
10er (2x, zum Gegenhalten, am Besten ein Ring-Maul u eine Nuss)
11er (Maul)
12er (selten, nur für Chokeverschraubung am Vergaser)
13er (selten, wurde halt wenig M8 verbaut)
17er (1x Ring, 1x Nuss)
19er (2x 1x Ring, 1x Nuss)
Kerzenschlüssel
Abzieher fürs Polrad (gibts in jedem Online-Shop für 2…3 €)
3 Schraubenzieher von 5-12 mm Klingenbreite

  • nochn paar Kleinteile (Unterbrecher, Kondensatoren, Passfedern)
    Wenn du das alles hast, und noch ne Reparaturanleitung dazu (s. den Downloadbereich auf meiner HP), kann eigentlich nix mehr schiefgehen :wink:

Von „Vespen“ hab ich leider absolut keine Ahnung, würde aber gerne mal ein Stück (20…30 km) mit sowas fahren u ggf auch mal Wartungsarbeiten (unter Aufsicht, versteht sich) vornehmen. Aber wenn, dann nur was älteres, ohne diese Automatiksch**ße.

gibt es denn für die samson noch ersatzteile?

Das weiss ich nich, aber für S i mson auf jeden Fall.

gruß mücke
aus hamburg

Ggruss

Mutschy
aus Nordhausen

Servus!

ich würde mir gerne einen roller ca.50 ccm kaufen.

Ich nich, hab ne S50 mit S51-Motor :smiley:

Stimmt, ist eigentlich kein Roller, sondern ein Mofa… :wink:

würde gerne eine vespa oder eine simson kaufen,für welche
würdet ihr euch entscheiden?

Für mich isses ganz klar: Simson
Mit ein wenig technischem Sachverstand bekommt man ne Simme
immerwieder kostengüntig repariert, zumal es auch unzählige
Internetseiten mit Reparaturtipps gibt, meine
(http://mutschy.de) eingeschlossen.

Bei ner (60-km/h-)Simson musste dir aber im Klaren darüber
sein, dass es sich um mindestens 16 Jahre
alte Fahrzeuge handelt, oftmals sind sie sogar weitaus älter.
Das muss zwar nich zwingend heissen, dass die Pannenhäufigkeit
erhöht is, aber der Wartungsaufwand (gerade bei Modellen mit
Unterbrecherzündung) is nich zu unterschätzen. Alle 800-1000
km sollte schonmal nachgeguckt u ggf nachjustiert werden. Wenn
mans allerdings einmal „drauf hat“ u das passende Werkzeug (es
braucht nich viel) zur Hand is, kann das Moped unterwegs
einmal komplett zerlegt u zusammengesetzt werden. Hab ich
alles schon durch :smiley: Dummerweise haben meine Simmen immer
gerade dann nen richtigen Durchhänger gehabt, wenn ich nur
wenig Werkzeug dabei hatte. Erst am letzten Donnerstag musste
ich 3 km schieben, da ich aus Faulheit nur das allernötigste
(Kerzenschlüssel, mittlerer Schraubenzieher, 8-10er
Maulschlüssel) mitgenommen hatte :confused: Es hatte ich aber die
Mutter vom Primärantrieb gelöst, ein weiterer (größerer)
Schraubenzieher, ein weiterer 10er, ein 13er u ein 17er hätte
mir schon extrem weiter geholfen…

Ich bin mit meiner Vespa auf über 100.000 Km ein einziges Mal liegen geblieben. Da hatte ich einen minderwertigen Rennauspuff verbaut und einen Kolbenklemmer gehabt. Ich kam noch mit 5 Km/h auf dem Radweg heim…

Allerdings war der Roller auch immer ordentlich gewartet worden. Das ist schon wichtig. 10 Jahre immer mal ein Bisschen fahren ohne Ölwechsel u.s.w. geht halt auch bei einer Vespa manchmal schief…

Im Grunde brauchste bei ner Simme nur folgendes Werkzeug (was
ich sonst auch fast immer an Bord hab):
5,5er (selten, nur für Kabelbefestigung am Unterbrecher)
7er (selten, nur für Kabelbefestigung am Kondensator)
8er Maul (selten; Düsenstock im Vergaser)
9er (sehr selten, nur für Stellschrauben von Kupplungs- u
Bremsgriff)
10er (2x, zum Gegenhalten, am Besten ein Ring-Maul u eine
Nuss)
11er (Maul)
12er (selten, nur für Chokeverschraubung am Vergaser)
13er (selten, wurde halt wenig M8 verbaut)
17er (1x Ring, 1x Nuss)
19er (2x 1x Ring, 1x Nuss)
Kerzenschlüssel
Abzieher fürs Polrad (gibts in jedem Online-Shop für 2…3 €)
3 Schraubenzieher von 5-12 mm Klingenbreite

  • nochn paar Kleinteile (Unterbrecher, Kondensatoren,
    Passfedern)
    Wenn du das alles hast, und noch ne Reparaturanleitung dazu
    (s. den Downloadbereich auf meiner HP), kann eigentlich nix
    mehr schiefgehen :wink:

…genau deshalb habe ich die Vespa empfohlen.
Ein großes Multi-Tool, Kerzenschlüssel und 2 Schraubenzieher habe ich dabei. Das war´s.
Übrigens gilt das auch für meine Yamaha TT 600. Ein vernünftiges, gut gewartetes Motorrad braucht auf normalen Strecken nicht mehr.

Daher ist die Simson einfach keine Alternative, sie ist und bleibt DDR-Bastelei für mich.

Ein Primärtrieb kann bei der Vepsa übrigens (eigentlich) nicht abfallen, denn dieser befindet sich im Motorblock direkt am Getriebe und ist lediglich ein Zahnrad.
Am „Antrieb“, also an getriebe und Kraftübertragung, geht normalerweise nur ein Teil kaputt, das Schaltkreuz. Das war bei meiner Vespa alle 30.000 Km fällig, allerdings bei harter Fahrweise.
Das Teil legt die Gänge um, kostet 15 Eur und für den Austausch muss der Motor fast komplett zerlegt werden.
Das ist der einzige gravierende Nachteil an der Konstruktion der Vespa, bei einer 50er passiert dieser Defekt aufgrund des geringen Drehmoments jedoch selten und heute gibt es gehärtete Schaltkreuze, die länger halten.

Von „Vespen“ hab ich leider absolut keine Ahnung, würde aber
gerne mal ein Stück (20…30 km) mit sowas fahren u ggf auch
mal Wartungsarbeiten (unter Aufsicht, versteht sich)
vornehmen. Aber wenn, dann nur was älteres, ohne diese
Automatiksch**ße.

Wenn Du Lust hast, kannst Du das hier bei mir haben.
Meine PX wartet seit 5 Jahren auf die Fertigstellung. Nix dagegen, wenn jemand das machen will… :wink:
Anleitung zur vespa kann man von mir auf der Wartungsebene sicherlich ganz gut erhalten, ich habe das Ding seit 1988.
So würde ich mir wenigstens mal die Zeit nehmen.
Neue Reifen, Ölwechsel, Bremsencheck, Bowdenzüge wechseln/einstellen, einige Kleinteile tauschen, etwas entrosten, Vergaser ordentlich einstellen. Das ist nötig und dabei sieht man eigentlich alles, was bei der Vespa relevant ist.

Sie hat zwar 135cc, ist aber technisch vergleichbar mit den 50ern.
Die Unterschiede im technischen Basis-Setup sind marginal.

Gruß,
M.

Moin,

Daher ist die Simson einfach keine Alternative, sie ist und
bleibt DDR-Bastelei für mich.

Also dass die Simson kein High-Tech ist, darüber sind wir uns wohl einig. Aber ansonsten unterscheiden sich die Dinger nicht von West-Mopeds aus den 60ern/frühen 70ern. Sind also durchaus robust, sofern einigermassen gepflegt. Weder das MZ ETS 250/1-Gespann, noch die Schwalbe oder das Krause Duo haben je Anlass zur Klage gegeben.
Sicher, meine 50N auch nicht. Aber ich muss doch hier mal die Osttechnik ein wenig in Schutz nehmen. So schlecht sind die Dinger nicht. Und die Technik ist simpel und auch für Anfänger überschaubar.

Gruss Jakob

Moin,

Die Schwalben haben mir nie gefallen und allein schon der
höhere Wartungsaufwand der Simsons (s.o.) lässt mich zur Vespa
tendieren.

Na, der Tausch der Unterbrecher geht bei der Simson aber leichter vonstatten :wink:
Auch das Austauschen von Bowdenzügen muss man bei der Vespa üben, bevor einem das flott von der Hand geht.
Rein von der Optik her präferiere ich ja auch die Vespa, aber ich schlug schon immer etwas aus der Art :wink:
Während sich früher alle um Zündapp und Kreidler prügelten hab ich so manche Zündapp oder Kreidler mit einer Vespa oder Peugeot stehen gelassen.

Gruss Jakob

Moin,

Daher ist die Simson einfach keine Alternative, sie ist und
bleibt DDR-Bastelei für mich.

Also dass die Simson kein High-Tech ist, darüber sind wir uns
wohl einig. Aber ansonsten unterscheiden sich die Dinger nicht
von West-Mopeds aus den 60ern/frühen 70ern. Sind also durchaus
robust, sofern einigermassen gepflegt. Weder das MZ ETS
250/1-Gespann, noch die Schwalbe oder das Krause Duo haben je
Anlass zur Klage gegeben.
Sicher, meine 50N auch nicht. Aber ich muss doch hier mal die
Osttechnik ein wenig in Schutz nehmen. So schlecht sind die
Dinger nicht. Und die Technik ist simpel und auch für Anfänger
überschaubar.

Das glaube ich Dir.
Liegt auch an meiner Aversion gegen die DDR und die Ostalgie im Allgemeinen.

Gruß,
M.

Moin,

Die Schwalben haben mir nie gefallen und allein schon der
höhere Wartungsaufwand der Simsons (s.o.) lässt mich zur Vespa
tendieren.

Na, der Tausch der Unterbrecher geht bei der Simson aber
leichter vonstatten :wink:

Ich hatte bislang 3 50er mit Unterbrecherzündung in den Händen.
Die habe ich direkt auf elektronische Zündung ümgerüstet.
Zum Wechsel wird das Lüfterrad mit z.B. einer großen Ratschenverlängerung gegen das Bodenblech blockiert, dann der Sicherungsring der Befestigungsmutter des Lüferrades aufgebogen, die Mutter gelöst, das Lüfterrad mit einem Abzieher, den man z.B. bei der Rollerzentrale bestellen kann abgezogen und dann die offen liegende Zündung „bearbeitet“.
Dauert wenige Minuten.

Auch das Austauschen von Bowdenzügen muss man bei der Vespa
üben, bevor einem das flott von der Hand geht.

Wieso?
Alten raus, neuen rein.
Die Ummantelung tauscht man alle 20 Jahre.

Rein von der Optik her präferiere ich ja auch die Vespa, aber
ich schlug schon immer etwas aus der Art :wink:
Während sich früher alle um Zündapp und Kreidler prügelten hab
ich so manche Zündapp oder Kreidler mit einer Vespa oder
Peugeot stehen gelassen.

So war das bei uns auch. Bis die Rennleitung mich gegroundet hat. 21 PS lt. TÜV-Bericht… :wink:
Heute ist wieder ein eingetragener 135cc Kit verbaut.

Gruß,
M.