Roller fahren

Hallo liebe Eltern,

unser Sohn ist gerade vier geworden und hat nun einen Roller. Natürlich hat er keine Lust Roller zu fahren, weil er es noch nicht kann. Wer kann mir einen Rat geben, wie ich ihm das Rollerfahren beibringen kann? Soll er es einfach probieren, bis es klappt? Oder soll ich ihn erstmal anschieben? Oder soll ich ihn den Roller erstmal vor sich her schieben lassen? Wie findet man heraus welcher Fuß besser auf dem Roller steht, beide Seiten mal ausprobieren? Oder soll ich ihn einfach intuitiv machen lassen? Viele von euch haben ja bestimmt Erfahrung damit, wie hat es denn bei euch geklappt?

Grüße, Dennis.

Hallo Dennis,

unser Sohn ist gerade vier geworden und hat nun einen Roller.
Natürlich hat er keine Lust Roller zu fahren, weil er es noch
nicht kann. Wer kann mir einen Rat geben, wie ich ihm das
Rollerfahren beibringen kann?

Am besten, das Kind mit dem Ding alleine lassen.
Manchmal haben Kinder keine Lust, wenn sie denken,
sie müssten etwas machen, weil es die Eltern wollen.
Auf keinen Fall zu viel eingreifen, eher es ihn
als selbstständige Leistung erkämpfen lassen.
Vor allem nicht mit „Erwartungen“ quälen. Am
besten ein „Spiel“ ausdenken. Erst fährst Du
damit zwischen zwei Steinen durch, dann er.
Oder sowas.

Ausserdem: was ist das genau für ein Roller und wie
fit ist er in anderen (körperlichen) Dingen?

Grüße

CMБ

Hallo liebe Eltern,

Hallo Dennis,

ich würde deinen Jungen probieren lassen. Klar kannst du den Roller immer wieder mal interessant machen, auch selbst mal versuchen, vielleicht unter dem Motto:„Hmmm, wie geht das wohl, zeig`doch mal!“ Damit beschäftigst du ihn mit dem Teil, und was wichtiger ist, du signalisierst deinem Jungen Interesse an ihm und seinen Interessen. Das ist viel wichtiger als das Rollerfahren an sich. Das kommt von ganz alleine, ist wie Fahrradfahren.
Passt ihm der Roller oder ist er zu groß oder zu klein? Meine Erfahrung ist, dass diese Miniteile nicht so geeignet sind wie die klassischen großen Roller von Kettler und anderen Herstellern. Unsere Tochter hatte zum Anfang einen kleinen Holzroller, der durch die Gegend geschoben wurde, danach o. g. mit dicken Gummi-/Lufträdern, die gut laufen und erst danach so ein Ding zum Klappen mit Minirädchen. Die sind nicht gut geeignet, weil sie nicht gut federn und die Schläge der Straße 1zu1 weitergeben. Zum Lernen sehr ungeeignet.

Wenn du es aber forcierst, dass er das jetzt lernen muss, wirst du ihm das Interesse an dem Teil von vornherein nehmen und er wird das Ding „hassen“.

Mit gelassenen Grüßen
Sabine

Grüße, Dennis.

Hallo Dennis,

einfach ausprobieren lassen, der findet schon von selbst raus mit welchem Fuß er das besser kann.
Das Problem mit dem Roller kene ich als solchiges nicht, unser Sohn hat mit knapp 3 Jahren sein Laufrad bekommen, hat sich draufgesetzt und is nach 2 Tagen ne kleine Steigung runter ohne die Füße auf den Boden zu tun. Auch Roller war nie ein Ding, das hat er bei meiner Mutter immer wieder ausprobiert, allerdings schon früher.
Wir hatten dieses Jahr das Problem mit dem Fahrrad, das wollte er unbedingt alleine machen und hat in einem unbeobachteten Moment das von seinem Kumpel geschnappt der schon ohne Stützräder fährt. Es hat in ordentlich umgehauen, er is erschrocken und wollte nicht mehr. Haben ihm dann zum Geburtstag eins gekauft mit Stützrädern, haben es frisch lackiert und diverse Extras rangemacht und er findets ganz Klasse. Allerdings muss man ihn ein bißchen bremsen.

Du mußt Deinen Sohn einfach immer wieder ermutigen, eventuell selbst auf nen Roller stehen und es vormachen und dabei lachen und ihm somit zeigen wieviel Spass er versäumt. Vielleicht hilfts auch wenn er andere Kinder mit Roller fahren sieht, das animiert meist zum mitmachen.

Viel Glück.

Liebe Grüße
Yvonne

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Hi Dennis!

Ich kann mich noch gut daran erinnern, als ich das Rollerfahren gelernt hab - mit vielen Tränen, weil ich es nicht leiden konnte (kann?), wenn etwas nicht auf Anhieb funktioniert…

Aber da ein paar Tipps:

  • probier es auf einer etwas abschüssigen Wiese, die wieder abflacht, da fällt man nicht so hart (oder sind es Holzrollen, dann geht das nicht so gut). Halt ihn fest und lass ihn da ein Stück runterrollen. Wenn er selbst anschubsen UND das Gleichgewicht finden muss, ist es schwerer

  • vorher kann er sich vor dich hinstellen, du gibst ihm nen kleinen Schubs (aber sag ihm das vorher) und der Fuß, mit dem er nach vorn geht, um den Schubs auszugleichen, ist der Fuß, den man vorne hat. Mit dem anderen schubst man an.

Ich hoffe, das hat dir etwas geholfen…

LG, Iris

Wir haben unsere Mädels einfach probieren lassen, die finden schon raus wie es am besten geht, den noch ist nicht eondeutig ausgeprägt ob Rechts oder Linkshänder (Füßer), Jedoch waren meine viel kleiner. Meine Kleinere hat mit 3 Jahre Radfahren angefangen (OHNE Stützräder). Ohnehin ein Tip: Laufrad, damit den Gleichgewichtssinn schulen und dann aufs Fahrrad, ohne Stützräder. Ich habe sie im Nacken festegehalten und nach 2 bis 3 mal üben fuhren beide alleine los.

Hallo Dennis,

unser großer hats von älteren Nachbarkindern gelernt, die es ihm beigebracht haben bzw. er wollte Roller fahren, weil sie es konnten.
Der kleine hats dann vom großen abgeschaut bzw. auch von den Nachbarkindern.

Kinder an die Macht :wink:

Gandalf

Hallo,

Meine Kleinere hat mit 3 Jahre Radfahren
angefangen (OHNE Stützräder).

Ja, früher war das deutlich spektakulärer.
Heute kommen die Kinder mit 1 1/2 aufs Dreirad,
mit 2 1/2 auf Laufrad und zum dritten Geburtstag
setzen sie sich aufs Fahrrad und fahren los.
Der Fortschritt eben :wink:

Ohnehin ein Tip: Laufrad, damit den
Gleichgewichtssinn schulen und dann
aufs Fahrrad, ohne Stützräder.

So ist es, denn Fahrrad ist ja „nur“
die Kombination aus Dreirad und Laufrad :wink:

Interessanterweise hatte unsere kleine Tochter
etwa drei Wochen gebraucht, um mit dem Rücktritt
sicher klarzukommen, da dieses Konzept weder bei
Dreirad noch Laufrad vorkommt.

Grüße

CMБ

jaja, das mit dem Rücktritt klappt auch noch nicht so 100%, aber wofür gibt es Schuhkappen :wink:)

Hallo

Erst fährst Du
damit zwischen zwei Steinen durch, dann er.

Die meisten Roller dürften aber danach verbogen sein, weil sie das Gewicht von einem Erwachsenen nicht aushalten! Aber ansonsten ist das natürlich eine gute Methode.

Viele Grüße
Thea

Hallo Dennis,

unser Sohn hat Rollerfahren nie richtig gelernt - und irgendwann auch nicht mehr lernen wollen. Er ist dann gleich aufs Fahrrad umgestiegen und konnte mit gut 4 Jahren ohne Stützräder fahren. Seitdem geht auch das Rollern besser.

Ich finde es wichtig, keinen Druck auszuüben und darauf vertrauen, dass das Kind schon seinen Weg findet.

Grüße
Ulla

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Mahlzeit,

worauf man heute bei Kindern achten sollte, ist, daß sie ausreichend laufen lernen.

Da sist kein Witz: eins der großen Probleme, mit denen Kindergärntner zu kämpfen haben, ist daß die Kinder nicht in der Lage sind, lange Strecken zu laufen. Damit geht auch ein Verlust des Gleichgewichts und einiger motorischer Fähigkeiten einher, die sehr wichtig für die weitere Entwicklung des Kindes sind.

Das hängt meist damit zusammen, daß sie viel zuviel herumgefahren werden: aus Zeitknappheit oder weil die Ziele viel zu weit voneinander liegen werden sie mit dem Auto herumkutschiert, auf den Fahrradsitz gefahren oder fahren selbst mit dem Rad. Laufen ist nicht angesagt.

Gruß

Sancho

Hallo,

danke für eure vielen Tipps. Daß es nicht mit Druck funktioniert ist mir natürlich klarer als es möglicherweise scheint. Außer Bobbycar hat er eigentlich bisher an keinem Gefährt gefallen gefunden. Er tut sich motorisch durchaus schwerer als manche anderen Kinder, ich würde ihn aber noch nicht unterdurchschnittlich einschätzen. Der Kindergarten gleicht zudem vieles aus, die Kinder werden dort optimal gefördert, nicht nur was Bewegung angeht. Ich denke sowohl das „selber antreten“, auch mit Pedalen, Beispiel Dreirad, als auch das Problem mit dem Gleichgewicht hemmen ihn am meisten. Daher ist der Tipp mit dem Laufen möglicherweise nicht schlecht, denn er bewegt sich zwar viel, doch muß er selten Langstrecken laufen. Langstrecken laufen ja heutzutage nur wenige Kinder, wenn ich ihn mit den anderen Kindergartenkindern vergleiche. Es gibt dort eigentlich nur ein einziges Kind, welches ich oft in der Stadt herumlaufen sehe und welches immer zu Fuß zum Kindergarten gebracht wird.

Natürlich haben wir seit drei Jahren einen Roller in der Garage stehen, aber der war bisher uninteressant. Also habe ich den Roller auf diesem Weg interessanter gemacht, daß er nun seinen eigenen Roller hat, der übrigens stabil genug ist, mich zu tragen, und ich bin nicht leicht :wink: Der Roller paßt perfekt, würde ich sagen, und ich bin auch eher ein fröhlicher Typ der sich gerne mal auf den Roller stellt, was ich auch von Anfang an gemacht habe. Viele Tränen hatten wir auch nicht, weil ich ihn grundsätzlich einfach lasse, und wenn er keine Lust hat, dann hat er erstmal keine Lust, und das ist für mich okay so. (Kann aber passieren, daß ich dann aus pädagogischen Gründen plötzlich Lust bekommen habe. :wink: )

Er hat ihn ja auch erst seit Dienstag. Für ihn ist der Roller nun sein „Motorrad“ und er schiebt ihn immer mit sich herum und spielt Motorradrennen und so. Der Tipp mit der Wiese war klasse, denn die dicken Gummireifen rollen auch in unserem Garten glücklicherweise hervorragend, wo er sich sowieso sehr gerne aufhält.

Heute hat er sich einmal anschieben lassen, doch er hat noch kein Gefühl für das Gleichgewicht und ich möchte auch nichts überstürzen. Und ihn immer nur anschieben könnte ja auch dazu führen, daß er dieses vor-sich-her schieben nicht mehr interessant findet und ich ihn nur noch anschieben muß, oder?

Danke auch für den Tipp mit dem Lackieren und Extras dran machen. Ich glaube so kann ich den Roller noch etwas länger interessant halten, indem ich im Laufe der Wochen immer mal wieder Aufkleber besorge, oder eine Lampe oder so.

Morgen machen wir dann wohl mal einen Ausflug zu einer abschüssigen Wiese :smile:) Anschubsen werde ich ihn besser nicht, aber vielleicht hat er ja Lust die Wiese, die er vom Winter als Rodelwiese kennt, mal ein kleines Stückchen mit dem Roller herunter zu rollen.

Die Nachbarskinder sind 16+, die haben andere Interessen, eignen sich aber hervorragend zum Babysitten oder Babyfon hüten :wink:

Ganz alleine lassen kann ich ihn mit dem Roller wohl eher nicht, weil er gerne mit mir zusammen spielt und mich überall dabei haben will, auch beim Rollerfahren. Ich versuche im Moent, ihn die Regeln vorgeben zu lassen, damit er meine Unterstützung als solche und nicht als Einmischen empfindet. Spiele wie Zwischen zwei Steinen durchfahren kann ich nach aktuellem Stand der Dinge wohl auch erst später machen, oder?

Wenns gar nicht klappt bin ich nicht traurig, aber ich möchte zumindest alles tun, um ihn zu fördern, solange er es zuläßt. Danke nochmal an alle, wie ihr seht fällt es mir nicht schwer die Tipps umzusetzen. Selber fehlen einem manchmal die richtigen Ideen. Ich kann mich nicht erinnern, wie ich Roller fahren gelernt habe, ich konnte es einfach. Auch deswegen fehlte mir bei diesem Thema bisher wohl ein wenig die Phantasie, aber das hat sich jetzt, glaube ich, geändert. Bin mal gespannt.

Grüße, Dennis.

Hallo,

Ich kann mich nicht erinnern, wie ich Roller
fahren gelernt habe, ich konnte es einfach. Auch deswegen
fehlte mir bei diesem Thema bisher wohl ein wenig die
Phantasie, aber das hat sich jetzt, glaube ich, geändert.

Die Phantasie ist heute leider bei vielen Menschen Mangelware. Setze dein Kid vor den Roller. Irgenwann wird er neugierig und versucht es, vielleicht erst, wenn du nicht dabei bist?
Warum muss man einen Roller als Roller benutzen? Er kann ihn auch mit einem Teddy drauf schieben oder als Schräge für skifahrende Legofiguren benutzen. Es ist egal. Dein Kind wird sich holen, was er braucht und was ihm Spaß macht. Wir Erwachsene denken immer, dass Gegenstände nur eine richtige Funktion haben. Aber Babys freuen sich auch über eine Garnrolle zum spielen - es muss keine teure „Grabbelleiste“ sein.
Lass deinen Sohn. Vielleicht mag er sich lieber den Berg hinunter rollen oder Fußball spielen?

Schönen Tag auf der Rodelwiese
wünscht Tato

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Sohn hat mit knapp 3 Jahren sein Laufrad bekommen, hat sich
draufgesetzt und is nach 2 Tagen ne kleine Steigung runter
ohne die Füße auf den Boden zu tun.

Haben ihm dann zum
Geburtstag eins gekauft mit Stützrädern,

Warum habt ihr ihn nicht ohne Stützräder mit dem normalen Fahrrad die kleine Steigung runterrollen lassen? Wahrscheinlich könnte er dann jetzt schon Fahrrad fahren. Stützräder sind m.E. blödsinnig und gefährlich.

Gruß
Nelly