Hallo,
danke für eure vielen Tipps. Daß es nicht mit Druck funktioniert ist mir natürlich klarer als es möglicherweise scheint. Außer Bobbycar hat er eigentlich bisher an keinem Gefährt gefallen gefunden. Er tut sich motorisch durchaus schwerer als manche anderen Kinder, ich würde ihn aber noch nicht unterdurchschnittlich einschätzen. Der Kindergarten gleicht zudem vieles aus, die Kinder werden dort optimal gefördert, nicht nur was Bewegung angeht. Ich denke sowohl das „selber antreten“, auch mit Pedalen, Beispiel Dreirad, als auch das Problem mit dem Gleichgewicht hemmen ihn am meisten. Daher ist der Tipp mit dem Laufen möglicherweise nicht schlecht, denn er bewegt sich zwar viel, doch muß er selten Langstrecken laufen. Langstrecken laufen ja heutzutage nur wenige Kinder, wenn ich ihn mit den anderen Kindergartenkindern vergleiche. Es gibt dort eigentlich nur ein einziges Kind, welches ich oft in der Stadt herumlaufen sehe und welches immer zu Fuß zum Kindergarten gebracht wird.
Natürlich haben wir seit drei Jahren einen Roller in der Garage stehen, aber der war bisher uninteressant. Also habe ich den Roller auf diesem Weg interessanter gemacht, daß er nun seinen eigenen Roller hat, der übrigens stabil genug ist, mich zu tragen, und ich bin nicht leicht
Der Roller paßt perfekt, würde ich sagen, und ich bin auch eher ein fröhlicher Typ der sich gerne mal auf den Roller stellt, was ich auch von Anfang an gemacht habe. Viele Tränen hatten wir auch nicht, weil ich ihn grundsätzlich einfach lasse, und wenn er keine Lust hat, dann hat er erstmal keine Lust, und das ist für mich okay so. (Kann aber passieren, daß ich dann aus pädagogischen Gründen plötzlich Lust bekommen habe.
)
Er hat ihn ja auch erst seit Dienstag. Für ihn ist der Roller nun sein „Motorrad“ und er schiebt ihn immer mit sich herum und spielt Motorradrennen und so. Der Tipp mit der Wiese war klasse, denn die dicken Gummireifen rollen auch in unserem Garten glücklicherweise hervorragend, wo er sich sowieso sehr gerne aufhält.
Heute hat er sich einmal anschieben lassen, doch er hat noch kein Gefühl für das Gleichgewicht und ich möchte auch nichts überstürzen. Und ihn immer nur anschieben könnte ja auch dazu führen, daß er dieses vor-sich-her schieben nicht mehr interessant findet und ich ihn nur noch anschieben muß, oder?
Danke auch für den Tipp mit dem Lackieren und Extras dran machen. Ich glaube so kann ich den Roller noch etwas länger interessant halten, indem ich im Laufe der Wochen immer mal wieder Aufkleber besorge, oder eine Lampe oder so.
Morgen machen wir dann wohl mal einen Ausflug zu einer abschüssigen Wiese
) Anschubsen werde ich ihn besser nicht, aber vielleicht hat er ja Lust die Wiese, die er vom Winter als Rodelwiese kennt, mal ein kleines Stückchen mit dem Roller herunter zu rollen.
Die Nachbarskinder sind 16+, die haben andere Interessen, eignen sich aber hervorragend zum Babysitten oder Babyfon hüten 
Ganz alleine lassen kann ich ihn mit dem Roller wohl eher nicht, weil er gerne mit mir zusammen spielt und mich überall dabei haben will, auch beim Rollerfahren. Ich versuche im Moent, ihn die Regeln vorgeben zu lassen, damit er meine Unterstützung als solche und nicht als Einmischen empfindet. Spiele wie Zwischen zwei Steinen durchfahren kann ich nach aktuellem Stand der Dinge wohl auch erst später machen, oder?
Wenns gar nicht klappt bin ich nicht traurig, aber ich möchte zumindest alles tun, um ihn zu fördern, solange er es zuläßt. Danke nochmal an alle, wie ihr seht fällt es mir nicht schwer die Tipps umzusetzen. Selber fehlen einem manchmal die richtigen Ideen. Ich kann mich nicht erinnern, wie ich Roller fahren gelernt habe, ich konnte es einfach. Auch deswegen fehlte mir bei diesem Thema bisher wohl ein wenig die Phantasie, aber das hat sich jetzt, glaube ich, geändert. Bin mal gespannt.
Grüße, Dennis.