Romane über Alt-Ägypten

Guten Morgen, liebe Gemeinde,
würdet ihr mir bitte ein paar Titel nennen von (anspruchsvollen) Romanen, die im Alt-Ägypten spielen. Das Niveau sollte möglichst hoch sein (Literatur). Ich denke als Beispiel an „Sinuhe“ von Waltari.
Vielen Dank.

Gruß

Harry

hi harry,

die romane von sabine wassermann spielen vorwiegend im alten ägypten. die titel: „goldhorus“, „der zorn des seth“ und „herrin zweier länder“.

schöne grüße
ann

Guten Morgen, liebe Gemeinde,

Auch so !

würdet ihr mir bitte ein paar Titel nennen von
(anspruchsvollen) Romanen, die im Alt-Ägypten spielen. Das
Niveau sollte möglichst hoch sein (Literatur).

Was ist literarisch ?
Ich denke als

Beispiel an „Sinuhe“ von Waltari.

Das dauerte auch, bis es als hohe Literatur anerkannt wurde.
Wenn es denn flüssig geschrieben sein soll, das Alltagsleben, Kultur und Geschichte zur Zeit von Ramses II beleuchten soll (und das auf wissenschaftlicher Grundlage) sind die „Ramses“ - Romane von Christian Jacq ein guter Einstieg. Zwar sind das eher gut geschriebene Schmöker, aber wer weiss, vielleicht mutieren sie in den nächsten 20 Jahren noch zu „Literatur“.

Vielen Dank.

Gruß

Harry

&Tschüß

Wolfgang

Danke Wolfgang für den Einstiegstitel, aber wie wäre es mit der Fortsetzung im Genre „Literatur“?

Gruß

Harry

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Hallo Harry,

Thomas Mann
Joseph und seine Brüder

Band drei und vier der Tetralogie spielen in Ägypten.

Freundliche Grüße,
Ralf

Hallo Harry,

würdet ihr mir bitte ein paar Titel nennen von
(anspruchsvollen) Romanen, die im Alt-Ägypten spielen. Das
Niveau sollte möglichst hoch sein (Literatur). Ich denke als
Beispiel an „Sinuhe“ von Waltari.

Ist Boleslaw Prus: Der Pharao (ISBN 3899960580 Buch anschauen) literarisch genug?

Viel Freude beim Lesen
Klaus Bernstein

Guy Rachet
Hallo Harry,

einen Überblick über Romane, die mit Alt-Ägypten zu tun haben, findest Du hier: http://www.selket.de/literatur.htm

Ansonsten ist es immer so eine Sache, den Literaturbegriff eines anderen zu treffen. Ein analoges Buch zu Sinuhe wirst Du eher nicht finden, da mir aus dem Stand kein anderer Roman geläufig wäre, der auf einer ägyptischen Sage beruht (obwohl es da schon noch einiges gäbe). Zudem macht die Sprache selbst schon einen gewissen Reiz aus.

In Bezug auf den Sprachstil würde ich Dir auf jeden Fall zum Fünfbänder von Guy Rachet raten, der ganz reizend und fast etwas antiquiert anmutend geschrieben ist. Zusätzlich angenehm ist, daß die Handlung im Alten Reich (komplette 4. Dynastie) stattfindet und sich damit von der Flut der Neuen-Reich-Romane abhebt. Rachet hat aus ganz wenigen Fakten (Stammbaum, Pyramiden) und dem Mythos von Djedefhor (ein Sohn von Cheops) als einem großen Weisen eine zauberhafte Geschichte geschrieben.

Grundsätzlich sind aber auch die erwähnten Jacq (hier eher die älteren Bücher) und Wassermann gut zu lesen, ich würde noch auf jeden Fall Pauline Gedge und auch Brigitte Riebe hinzufügen. Philipp Vandenberg eher nicht.

Zu bedenken ist immer, daß die Autoren sich mehr (Tips oben) oder weniger Mühe geben, die Fakten zu recherchieren und daraus einen historischen Roman zu basteln; deshalb ist auch das Neue Reich so beliebt, da es hier die meisten Erkenntnisse/Funde gibt und die üblichen Verdächtigen wie Ramses, Echnaton und Nofretete auch der breiten Masse (Stichwort Verkaufsaussichten) bekannt sind. Irgendwie verselbständigen sich dann die Klischees und die Handlungen ähneln sich in frappiender Weise, als ob - überspitzt ausgedrückt - ihr Leben medial so ausgeleuchtet wäre wie das von Lady Di.

Blöd ist dann, wenn man dann nach zig Hatschepsut-Romanen eine seit 1903 bekannte Mumie ihr zuordnen kann und sich rausstellt, daß sie nicht wie üblich propagiert über die Senenmut-Affäre tödlich gestolpert ist, sondern vermutlich an Diabetes oder Leberkrebs starb.

Daher sollte man die Romane nicht zu ernst nehmen (obwohl Pseudo-Sachbücher wie der angebliche Tutenchamun-Mord von Bob Brier wesentlich ärgerlicher sind, weil sie Wissenschaft vorgaukeln). Daher schätze ich es auch sehr, wenn ein Roman ein Vor-/Nachwort enthält, wo Fakten und Fiktion genannt sind. Was m. E. in jeden gut sortierten Bücherschrank gehört, ist das Lexikon der Pharaonen von Thomas Schneider (ΙSBN 3491960533), das zum Erscheinungszeitpunkt alle verfügbaren Infos zu den altägyptischen Herrschern auflistet. Für sagenhafte 14,90 € kein Schnäppchen, sondern ein Schnapp. Ich mache es gern so, daß ich nach dem Lesen eines Romans über eine/n Herrscher/in dort nochmal nachblättere und das Buch dann besser einordnen kann.

Viel Spaß beim Schmökern,
mowei

Hallo Harry,

da ich Sinuhe nicht sonderlich „hoch“ finde, empfehle ich dir mal was unterhaltsames und gleichzeitig spannend-lehrreiches: Agatha Christie - Rächende Geister.

Grüsse
Helena