Rosen tot?

Hallo ihr Lieben,

„Mein“ Gartenbauer ist ein Depp!

Ich muß mich grad so ärgern, und ihr müßt euch das jetzt anhören…

Vor ca. 4 Wochen war er da und hat sich alles angeschaut und sich meine Planung erklären lassen. Diese umfaßte auch das Umsetzen zweier großer Rosensträucher (fast 2 m hoch;ungefähr die hier: http://www.rosenversand24.de/storefront/images/m/det…)

Er riet uns, die Sträucher radikal zurückzuschneiden (sie hatten natürlich schon begonnen auszutreiben).
Und wir haben brav gefolgt: Im Schweisse unseres Angesichts haben wir sie auf ca. 50 cm gekürzt.

Vor einigen Tagen war er wieder da (nur um uns mitzuteilen, daß es noch etwas dauern wird, bevor er anfängt *grmpf*); dabei hat er sich die Rosenreste angeschaut und gemeint, die eine könnten wir gleich vergessen, und die andere wäre zweifelhaft. Ich solle doch besser gleich zwei neue besorgen.

Schön, gell!?
Da folgt man dem Fachmann, und dann sowas :frowning:

Lange Rede, gar kein Sinn… ich mußte mir nur grad Luft machen!

Danke für’s Lesen (und für eventuelle Kommentare),
agnes

Hallo,

was genau hat denn jetzt den Rosen geschadet? Das Umsetzen, oder der Rückschnitt?
Klar, wer dann schuld ist:

„Mein“ Gartenbauer ist ein Depp!

Ich habe eine Rose auf ca. 20 cm eingekürzt, weil sie „im Weg“ war" Zuerst dachte ich auch, dass sie hin wäre, aber sie scheint wieder zu treiben. Ich werde einfach mal abwarten. Gleiches gilt für meine Hecke, die ich „auf den Stock“ gesetzt habe. Auch da warte ich erstmal.

Gruß
Jörg Zabel

Das umsetzen war noch im März, besser als im April, aber schlechter als im November. Das Zurückschneiden schützt die Pflanze in der Zeit wo sich neue Haarwurzeln bilden. Keine Panik, die Vegetation wurde nur unterbrochen, aber dann geht’s los.
Udo Becker

Zustimmung und Erklärung
Guten Morgen,
und mir aus dem Herzen gesprochen.

was genau hat denn jetzt den Rosen geschadet? Das Umsetzen,
oder der Rückschnitt?

Das Umsetzen älterer Pflanzen ist immer ein „Gewaltakt“ mit unsicherem Ausgang. Dem Gartenbauer könnte man höchstens vorwerfen, dass er dich über die Risiken nicht aufgeklärt hat.

Um die Blattmasse der durch das Ausbuddeln reduzierten Wurzelmasse anzugleichen, ist ein Rückschnitt unbedingt erforderlich, die Empfehlung also einfach in dieser Situation nur fachlich richtig.

Eingehen kann die Rose aus anderen Gründen bei so einem Manöver allemal, aber ich würde mal abwarten, sie kommt vielleicht noch. Die schlafenden Augen brauchen eine Weile, um auszutreiben. Die Pflanzung neuer Rosen würde ich im Fall des Falles auf den Herbst verschieben und Wurzelware kaufen (ist dann auch gar nicht teuer).

Gleiches gilt für meine Hecke, die ich „auf den Stock“ gesetzt
habe. Auch da warte ich erstmal.

Ich habe auch im Herbst eine Berberitzenhecke bis aufs alte Holz zurückgeschnitten (wg. Verkehrssicherheit), im vollen Bewußtsein darüber, dass das ihr Tod sein könnte. Jetzt sieht man, dass sie sogar teilweise aus den ganz alten Ästen wieder treibt - Glück gehabt.

Das selbe wünsch ich Dir.

Auch hier muss man den Hintergrund kennen: Die Wurzelmasse ist ja noch komplett erhalten. Die gestutzten Pflanzen haben ja jetzt die selbe Energie für weniger Blattmasse zur Verfügung. Das ist übrigens auch der Grund, warum das Kappen von Bäumen oft zu enttäuschenden Ergebnissen führt…

Grüsse
kernig

Hallo

keine Sorge Rosen sind robuster als man glaubt. Ich habe schon einige umgepflanzt - die haben alle überlebt. Das mit dem Rückschnitt war schon ok weil sie jetzt ihre Kraft für die Wurzelbildung brauchen.

Gib Ihnen Zeit und warte ab.

LG Rosenfreak