Hallo,
ich habe zur Geburt unserer Tochter vor drei Jahren von meinem Mann ein kleines Rosenbäumchen geschenkt bekommen, dass seither in einem großen Kübel vor unserer Haustüre steht. Verständlicherweise hat das Bäumchen für mich einen hohen ideellen Wert, und so hege und pflege ich es, so gut ich eben kann. Leider ist das Bäumchen seit ich es besitze quasi permanent krank, wird von Läusen und Spinnmilben befallen, Rosentau, Rosenrost, … und was es nicht alles gibt. Meist sind die Blätter weiß überzogen, es hängen „Spinnweben“ (von den Läusen) zwischen den Zweigen, die Blütenköpfe werden abgefressen … ein einziges Trauerspiel.
Ich habe schon die verschiedensten Mittel probiert und sprühe das Bäumchen praktisch wöchentlich oder alle zwei Wochen mit Chemikalien ein - das kann keine Dauerlösung sein! Abgefallene Blüten und Blätter entferne ich von der Erde, um eine Wiederansteckung zu vermeiden. Letztes Jahr habe ich die Erde sogar komplett ausgetauscht und einen noch etwas größeren Kübel angeschafft. Stark befallene Zweige habe ich auch schon herausgeschnitten, verwelkte Blüten werden entfernt, vor dem Wintereinbruch wird das Bäumchen zurückgeschnitten und frostsicher eingepackt (steht zudem geschützt an der Hauswand unter einem Vordach), im Frühjahr korrigiere ich den Schnitt ggf. noch mal und das Bäumchen treibt dann auch jedes mal wieder schön und fleissig aus. Aber sobald die ersten Blüten/Knospen kommen, fängt der Ungeziefer- und Krankheitsbefall wieder von vorne an. 
Was mache ich falsch, oder besser: Was kann ich richtig machen, damit das Bäumchen nicht ständig krank sondern endlich einfach mal schön ist? Gibt es Möglichkeiten, um Schädlinge und Krankheiten dauerhaft / langfristig in den Griff zu kriegen?
Danke schon mal für alle Tipps und Empfehlungen!
Hallo Anke,
was ist es denn genau für eine Sorte? Manche Sorten sind anfälliger gegen bestimmte Krankheiten als andere. Da hilft dann nur rechtzeitig reagieren.
Wie sieht genau der Standort aus? Manchmal kann eine Standortveränderung Wunder bewirken, weil es mehr Wasser ab bekommt, schneller trocknet, mehr Wind weht und so Pilze weniger Chancen haben.
Grüsse,
alexandra
Hallo Alexandra,
Sorte? Hm, ich gestehe, ich habe keine Ahnung, um welche Rosensorte es sich handelt. Aber mal angenommen, es handelt sich um eine eben besonders krankheitsanfällige Sorte: Was genau meinst du mit „rechtzeitig reagieren“? Was würdest du tun, und wann?
Standort: Sie steht direkt vor dem Hauseingang, Süd-Ost-Seite, vor allem vormittags sehr sonnig und windgeschützt. Da sie unter dem Dach steht, bekommt sie keinen Regen ab. Im Sommer bzw. bei entsprechendem Wetter wird sie von mir jeden bis jeden zweiten Tag gegossen. Als alternativen Standort könnte ich noch die Terrasse hinter dem Haus anbieten, aber da kommt wesentlich weniger Sonne hin (nur abends).
Gruß,
Anke
Hab grad mal gegoogelt: Ich bin mir zwar nicht sicher, aber als Laie würde ich sagen, dass sie von den Blüten und Blättern her am ehesten wie eine „Rouge Meilova“ oder „Mailandia“ oder ein Mailand-Stämmchen aussieht. Ist wohl alles das selbe, bloß unterschiedliche Namen …
Hilft dir das weiter?
Hallo Anke,
stell sie mal um, so dass sie auch Regen und Wind ab bekommt. Gerade Windgeschützte Stellen fördern auch zu viel Wärme und stehende Luft kann Pilze fördern.
Ob sie Schatten oder Sonne liebt bekommt man leider nur über die genaue Sorte heraus - vielelicht kann Dein Mann sich ja noch mal beim Verkäufer schlau machen. Die meisten Rosen sind allerdings Sonne liebend.
Wir haben auch 3 Rosen im Kübel - die eine oder andere Laus im Frühling ist da normal bis die Marienkäferlarven kommen. Erst wenn es wirklich Überhand nimmt, reagieren wir da. Es ist eben Natur und die zu perfektionieren kostet viel Energie.
Wünsche viel Erfolg - vieleicht schreibst Du auch noch mal Geli direkt an als Experten, die kennt sich richtig gut aus.
Grüsse,
Alexandra