Moin Marco,
Deine Frage hat mich ebenfalls interessiert und ich habe zunächst gedacht, dass man auch in Brüssel „chou de Bruxelles“ sagt. Es handelt sich schließlich nicht um den Ausdruck für eine regionale Spezialität, sondern der Name ist rein geographisch zu verstehen: in der Gegend von Brüssel wurde der Rosenkohl-Anbau zum ersten Mal intensiv betrieben.
(Die Pariser kaufen ja auch „champignons de Paris“, wenn sie weiße Zuchtchampignons brauchen).
„Le chou de Bruxelles, connu sous le nom de “sprôtje”, se cultivait en grande quantité dans la commune. Aujourd’hui, il est la spécialité d’une confrérie gastronomique. Dès le XVIe siècle, la culture maraîchère du chou de Bruxelles prit son envol. Des cultures intensives furent installées un peu partout. Ce qui valut aux Saint-Gillois le nom de Kuulkappers, coupeurs de choux.“
http://www.tbx.be/fr/Dossier/86/app.rvb
„Erste Belege für den Anbau von Rosenkohl werden auf das Jahr 1587 in Belgien datiert [4] [5]. Der ursprüngliche Name ist Choux de Bruxelles. In Deutschland wurde er als Brüsseler Sprossen oder Brüsseler Kohl bekannt.“
http://de.wikipedia.org/wiki/Rosenkohl
Um sicher zu gehen und weil ich es halt auch wissen wollte, habe ich die Frage bei LEO und in einem anderen Frz.-Forum gestellt.
Et voilà, bei LEO kam dies:
in Brüssel, und nur dort, sagt man „sprotje“ oder „sprotche“:
http://books.google.de/books?id=7Jj625vvHckC&pg=PA48…
„Ich habe dieses Wort auf Brüsseler Speisekarten gesehen, was natürlich nicht heißt, dass dies überall in Brüssel ausschließlich so sein muss. Es handelt sich nicht um einen Belgizismus, sondern um einen Ausdruck, der unter Frankophonen wirklich nur in Brüssel geläufig ist.“
http://209.85.129.132/search?q=cache:J-jQ4DFfQP8J:ww…
Falls Du dir alle Beiträge anschauen willst:
http://dict.leo.org/forum/viewGeneraldiscussion.php?..
Im zweiten Forum kam dieses Zitat mit Link:
"Ce légume à pris sa place dans tous les potagers du monde et sa consommation est aujourd’hui universelle. Bruxelloise jusqu’au bout des ongles et au plus profond de mon coeur, j’aime ce produit traditionnel de mon terroir. Dans notre dialecte , on les appelle des “sprôtjes”. Leur culture était - depuis le XVIème siècle - la spécialité des maraîchers, jadis fort nombreux, de l’actuelle commune de Saint-Gilles (jadis, le village d’Obbrussel) …
http://lesjardinsdepomone.skynetblogs.be/tag/1/Choux…
Grüße
Pit
P.S.: Rosenkohl schmeckt angeblich weniger bitter, wenn man ihn zuerst kurz blanchiert, das Wasser weggießt und erst dann gart. Ich habe es noch nicht ausprobiert, weil ich gerade die leichte Bitterkeit mag.
Man kann sie übrigens auch mindern, wenn man gemahlene Haselnüsse oder Mandeln mitdünstet,