Rosenproblem

Hallo!
Es geht um einen Rosenbogen, den ich vor fünf Jahren als kompletter Gartenneuling angelegt habe.

Beide Rosen sind dieses Jahr eingegangen. Da sie im Frühling gar nicht richtig ausgetrieben haben, könnte es der Winter gewesen sein, aber wenn ich richtig nachdenke, haben sie letzten Sommer schon gekümmert und ich befürchte einen anderen Grund.

Nun habe ich links in diesem Frühjahr eine neue Kletterrose gepflanzt, in großzügig ausgetauschter Erde, mit aller Sorgfalt.
Da lebte die rote Rose auf der anderen Seite noch, dann hat sie rapide abgebaut. Als ich heute den Wurzelstock ausgegraben habe, war sie toter als tot. Im Oktober kommt die zweite neue Kletterrose und ich möchte nicht wieder ein Fiasko erleben.

Ich denke, die Rosen haben zu wenig Platz. Die Buchsbaumhecke frisst ihnen das Futter weg und behindert vermutlich auch die Luftzirkulation. Hinter dem Rosenbogen mittig steht noch eine Weide, die süß und winzig war, als ich sie geschenkt bekam, inzwischen lässt sich ihr Wachstum kaum noch bändigen.

Wenn ich meinem Mann sage, dass ich die ganze Anlage neu machen will, also weg mit Bux und Weide, kriegt er einen Zustand :wink: und ich reiße mich auch nicht drum.

Hier Fotos, um einen Eindruck zu gewinnen:
http://www.flickr.com/photos/16458982@N08/

Ich freue mich über eure Meinung und gute Ratschläge!

Gruß,
Eva

Hab mal meine Frau gefragt, sie ist Gärtnerin. Sie vermutet das die Büsche und Co den Rosen einfach das Wasser wegnehmen. Im Winter daraufachten das du die Veredelungs stelle vor direkten Frost schüzt. Mach ein wenig Torf oder Stroh oder ähnliches drumrum.
Ansonsten kannst du dir noch Rat bei einer Baumschule einholen. Die haben in der Regel wesentlich mehr Ahnung davon, als das Baumarktpersonal.

Jetzt ne Idee von mir: Kannst du den Wurzelbereich der Rosen vielleicht einfach baulich trennen? Vielleicht ein richtig tiefer Blumentopf den du unten offen lässt und Erd-eben eingräbst. So das die anderen Pflanzen in dem Bereich keine Wurzeln austreiben.

Ich weiß, dass die Verdelungsstelle immer unter der Erde liegen muss, das Abdecken im Winter mit Torf bringt da nichts. Ob man Kletterrosen im Winter anhäufeln muss wie Beet- und Edelrosen, weiß ich nicht, Torf u.ä. hat da aber bestimmt nichts verloren.

Winterschutz
Hallo!
In unserer Tageszeitung war heute eine Gartenbeilage. Darin steht, dass man Buschrosen 15-20 cm hoch mit Gartenerde anhäufeln soll, kein Stroh oder Laub, das kann in der Feuchtigkeit faulen und der Pflanze schaden.

Unbedingt zu schützen wären Kletterrosen, man soll das Rankgerüst mit Schilfrohrmatten oder Fichtenreisig umhüllen, unmittelbar vor Wintereinbruch auch den Wurzelbereich mit Fichtenreisig abdecken.

Das mit dem Rankgerüst ist mir neu, habe ich auch noch nie gesehen.

Gruß,
Eva

Hallo!

Hab mal meine Frau gefragt, sie ist Gärtnerin. Sie vermutet
das die Büsche und Co den Rosen einfach das Wasser wegnehmen.

Könnte sein, auch die Nahrung. Habe schon letztes Jahr Eisenchelat nachgefüttert, in diesem Frühling auch noch, hat aber nix gebracht.

Ansonsten kannst du dir noch Rat bei einer Baumschule
einholen.

Das ist ein guter Tipp. Ich drucke die Fotos aus und lasse mich beraten. Ich habe alle meine Rosen im Internet bestellt, da gibt es ausgezeichnete Anbieter, aber bevor ich wieder etwas falsch mache, fahre ich wohl lieber in die Nachbarstadt, wo es eine Baumschule gibt. Kann ich gleich von da auch noch das ein oder andere schöne Pflänzchen mitnehmen :smile:

Jetzt ne Idee von mir: Kannst du den Wurzelbereich der Rosen
vielleicht einfach baulich trennen? Vielleicht ein richtig
tiefer Blumentopf den du unten offen lässt und Erd-eben
eingräbst. So das die anderen Pflanzen in dem Bereich keine
Wurzeln austreiben.

Wäre eine Möglichkeit.

Danke & Gruß,
Eva

Moin!

Fichtenzweige würde ich nehmen für den Winterschutz von Kletterrosen. Ich vergesse das übrigens fast jedes Jahr und habe so eine Auslese von frostharten Rosen (nein, die Sorten weiß ich nicht, sind uralt und mit dem Haus übernommen) im Garten :smile:

Zum Pflanzproblem: Rosen mögen tiefgründigen Boden. Hast Du mal tiefer gegraben und geschaut, was da drunter ist? Nicht dass da ein Betonbett vom Weg oder von uralten Bauarbeiten zu Staunässe und zu wenig Wurzelfreiheit führt.

Falls Du dort Erde austauschst: Kein Kompost oder Dünger tiefer als 20-30cm, das kann faulen.

Grüße und viel Erfolg
kernig

Hallo Eva,

Es geht um einen Rosenbogen, den ich vor fünf Jahren als
kompletter Gartenneuling angelegt habe.

Beide Rosen sind dieses Jahr eingegangen. Da sie im Frühling
gar nicht richtig ausgetrieben haben, könnte es der Winter
gewesen sein, aber wenn ich richtig nachdenke, haben sie
letzten Sommer schon gekümmert und ich befürchte einen anderen
Grund.

ich auch! Meiner Erfahrung nach sind Kletterrosen mit Edelrosenblüten eine züchterische Fehlkonstruktion.
Such Dir für einen Neuversuch unbedingt Sorten, die es bereits seit mehreren Jahrzehnten gibt und solche, die große Winterhärte versprechen.
Ideal wäre eine „wurzelechte“ Sorte. Davon hat uns der Winter ein Exemplar sozusagen am Boden zerstört.
Inzwischen ist sie aus der Wurzel wieder da und hat sogar geblüht.

Nun habe ich links in diesem Frühjahr eine neue Kletterrose
gepflanzt, in großzügig ausgetauschter Erde, mit aller
Sorgfalt.
Da lebte die rote Rose auf der anderen Seite noch, dann hat
sie rapide abgebaut. Als ich heute den Wurzelstock ausgegraben
habe, war sie toter als tot. Im Oktober kommt die zweite neue
Kletterrose und ich möchte nicht wieder ein Fiasko erleben.

verständlich

Ich denke, die Rosen haben zu wenig Platz. Die Buchsbaumhecke
frisst ihnen das Futter weg und behindert vermutlich auch die
Luftzirkulation.

Nein. Die Kletterrosen wären im Gegenteil sicherlich dankbar für Begleitpflanzen, die sie höher schützen würden, als das bisschen Buchs um die Füße. Rosen wollen Luft, aber keine Zugluft. Außerdem gehört Buchs nicht zu den Gehölzen mit ausladendem Wurzelwerk. (Grab mal spaßhalber ein Stück aus; dann siehst Du das)

Hinter dem Rosenbogen mittig steht noch eine
Weide, die süß und winzig war, als ich sie geschenkt bekam,
inzwischen lässt sich ihr Wachstum kaum noch bändigen.

das ist viel eher der Übeltäter. Weiden saufen alles in ihrer Umgebung trocken.

Wenn ich meinem Mann sage, dass ich die ganze Anlage neu
machen will, also weg mit Bux und Weide, kriegt er einen
Zustand :wink: und ich reiße mich auch nicht drum.

… Weiden werden mit den Jahren riesig. Ich hätte mich nicht getraut, eine in einen normalen Privatgarten zu setzen.

Abgesehen von der Rosensorte - ich habe in verschiedenen Rosarien gelernt, dass sie generell immer mehrere Exemplare einer Sorte pflanzen. Eine einzige Rose (es sei denn sie ist ein Rambler) schafft niemals ein ordentliches Dickicht, um einen Bogen wirklich üppig zu bewachsen.

viele grüße
Geli

Hallo, Geli!

Such Dir für einen Neuversuch unbedingt Sorten, die es bereits
seit mehreren Jahrzehnten gibt und solche, die große
Winterhärte versprechen.

Ich habe mir die „Climbing Icenerg“ ausgesucht:
http://www.schmid-gartenpflanzen.de/rosen/sorten/ros…

Eine sitzt ja schon im Boden, wächst üppig und hat auch schon Blüten gebracht. Tatsächlich so schön wie auf dem Bild :smile: Nun hoffe ich, dass sie sich auch als so robust wie beschrieben erweist.

Außerdem gehört Buchs nicht zu den Gehölzen mit
ausladendem Wurzelwerk. (Grab mal spaßhalber ein Stück aus;
dann siehst Du das)

Als ich das Pflanzloch ausgegraben habe, habe ich die Buchswurzeln gesehen und weil es so viele waren, habe ich mir erst richtig Sorgen gemacht und hier gepostet. Aber sie scheinen tatsächlich nicht sehr tief in die Erde zu gehen.

… Weiden werden mit den Jahren riesig. Ich hätte mich nicht
getraut, eine in einen normalen Privatgarten zu setzen.

Die stammt aus so einem fertig bepflanzten Topf und war ein Geschenk zu Ostern. In die Höhe scheint sie nicht zu wollen, aber in die Breite! Ich habe sie etwas höher gesetzt, in einen Palisadenring, aber vielleicht saugt sie tatsächlich alles Wasser auf.

Abgesehen von der Rosensorte - ich habe in verschiedenen
Rosarien gelernt, dass sie generell immer mehrere Exemplare
einer Sorte pflanzen. Eine einzige Rose (es sei denn sie ist
ein Rambler) schafft niemals ein ordentliches Dickicht, um
einen Bogen wirklich üppig zu bewachsen.

Das hätte ich jetzt nicht gedacht, dass man mehrere Rosen setzen soll. Ich dachte immer, man muss für Luftzirkulation sorgen, damit kein Sternrußtau etc. auftritt, also bloß nicht zu dicht und buschig …? Die „Iceberg“ scheint aber ziemlich üppig zu werden, ich weiß schon gar nicht mehr, wo ich die einzelnen Zweige festbinden soll, damit das Gewirr nicht allzu undurchdringlich wird. Mal sehen, wie sie den Winter übersteht. Möglicherweise friert einiges ab und ich würde mir wünschen, es wäre mehr Material da :smile:

Empfliehlt es sich wirklich, den Rosenbogen, soweit die Zweige reichen, einzupacken?

Gruß,
Eva

Hallo!
Ja, ich habe ziemlich tief gebuddelt. Wir haben Lehmboden, ist aber schon lockerer geworden, weil ich in den Jahren einiges an Kompost und anderer Gartenerde eingearbeitet haben, überdies mögen Rosen ganz gern einen lehmigen Boden?

Ich dachte, ich mische etwas eigenen Kompost mit gekaufter Pflanzerde, vielleicht noch ein paar Hornspäne dazu und dann erst mal abwarten mit Düngen bis nächstes Jahr.

Ist auch traurig, Pflanzen sterben zu sehen, deshalb gebe ich mir immer Mühe :smile: Habe erst einen Rhododendron „begraben“ müssen, den ich zwar gegossen habe, aber wohl nicht durchdringend genug - er war tatsächlich vertrocknet :frowning: Nun habe ich einen neuen gepflanzt, exakt nach Anweisung von einer auf Rhododendren spazialisierten Website - Link, glaube ich, von Lantanos - und hoffe, diesmal geht alles gut.

Danke & Gruß,
Eva