Rostige Rückwand im Backofen?

Hallo zusammen,
habe vor drei Jahren einen (angeblichen) Bochbackofen bei Ebay ersteigert. Schon nach weinigen Tagen zeigten sich „rostige“ Stellen an der Rückwand, die angeblich selbstreinigend gewesen sein soll. Ich rief den Verkäufer an, der dann sofort in Abrede stellte, dass es sich um Rost handeln könne. Mitlerweile ist die gesamte Rückwand mit roststaub o.ä. überzogen. Und es riecht auch nach Eisen. Habe in meinem Leben schon viele Backöfen gesehen, aber noch nie einen, der innnen rostet. Kann es sich denn überhaupt um Rost handeln? Kann man die Rückwand samt Ventilator austauschen oder würde das zu teuer? Den Verkäufer kann ich nicht mehr erreichen, den gibt es wahrscheinloich nicht mehr und ich bin mir fast 100% sicher, dass es sich um ein gefäkschtes Produkt handlet, da es auf der Bosch-Internetseite nicht ein Gerät gibt, das so aussieht wie meines. Mein Wissen um meine Unvorsichtigkeit macht mich nur nnoch hilfloser und wütender. Hilft mir aber nichts. Hatte jemand schon mal einen solchen Fall?

mit freundlichen Grüßen und Dank für die Antworten

Hi Esther,

wie riecht denn Eisen? Ich arbeite als Berufsschullehrer im Metallbereich und arbeite täglich mit Stahl, aber ein Geruch ist mir noch nicht untergekommen. Ich denke vielmehr da riecht etwas anderes. Vielleicht verwendest du ein ätzendes Reinigungsmittel oder so?
War beim Kauf des Ofens denn eine Anleitung dabei?
Wenn das wirklich ein gefäschtes Produkt ist (Wie ist denn die genaue Bezeichnung?) schmeiß es auf den Schrott (nicht dass da Giftstoffe in der Beschichtung sind usw. ) und geh zum Fachhändler.
Traurig und ärgerlich aber immerhin hat man was fürs Leben gelernt.

Schönen Abend

Klaus

Hi Esther,

wie riecht denn Eisen? Ich arbeite als Berufsschullehrer im
Metallbereich und arbeite täglich mit Stahl, aber ein Geruch
ist mir noch nicht untergekommen.

Dann sollte der Lehrer mal selbst die Feile oder Säge in die Hand nehmen :smile: und Metall ein bisschen erwärmen.

War beim Kauf des Ofens denn eine Anleitung dabei?
Wenn das wirklich ein gefäschtes Produkt ist (Wie ist denn die
genaue Bezeichnung?) schmeiß es auf den Schrott (nicht dass da
Giftstoffe in der Beschichtung sind usw. ) und geh zum
Fachhändler.
Traurig und ärgerlich aber immerhin hat man was fürs Leben
gelernt.

Vielleicht sollte Esther erst einmal schreiben, wie die Typenbezeichnung des Ofens ist und evtl. ein Bild von dem Gerät einstellen.
Dann kann man sich auch ein Bild von dem Ofen machen ob es ein Fake ist oder ob ed den gibt/ gab.

Gruß
Holger

Hallo,

Dann sollte der Lehrer mal selbst die Feile oder Säge in die
Hand nehmen :smile: und Metall ein bisschen erwärmen.

Und was soll da riechen ? Stahl ist üblicherweise geruchlos.

Wenn da was stinkt, dann sind es meist Verunreinigungen auf
der Oberfläche oder auch legale Beschichtungen bzw. Reste
von Schmiermitteln, Ölen oder sonst was, die unter Umständen
auch von der Feile stammen können.

Gruß Uwi

Hi Klaus,

wie riecht denn Eisen?

typisch :wink:

Im Ernst, Eisen (bzw. zweiwertige Eisenverbindungen) katalysiert die Zersetung bestimmter Fettverbindungen, die dann ‚typisch nach Eisen‘ riechen.
Nimm einfach mal mit verschwitzten Händen etwas St 37 in die Hand, dann riechst Du das auch. Was mich wundert ist, daß Du das als Berufsschule der Fachrichtung Metall/Physik noch nie gerochen hast.

Gandalf

Hallo Uwi,

Und was soll da riechen ? Stahl ist üblicherweise geruchlos.

jain. Lies bitte meine Antwort an Klaus.

Gandalf

Hi Holger,

grundlage für Lehrer in Berufsschulbereich ist ein Jahr drehen fräsen feilen usw. Das was riecht ist Öl das auf dem Stahl zum Schutz drauf ist. Aus beim Härten von Stahl gibt es keinen Stahlgeruch. Vielleicht riecht für einen Elektriker Stahl, ich kenne nur den Stromgeruch…

MFG

Klaus

Hi Gandalf,

gleich morgen probiere ich das aus. Aber ehrlich ich habe weder einen kaputten Geruchssinn noch gehöre ich zu den Lehrern die mit der Praxis nichts zu tun haben. Ich arbeite regelmäßig in der Werkstatt.
Klar dass man den Lehrern nichts zutraut, damit kann ich auch gut leben. Jeder hat mal einen schlechten Lehrer gehabt. Ich werde morgen gleich mal ein paar Ausbilder fragen, ich bin morgen bei der praktischen Prüfung.
Nach deiner Beschreibung würde dann das Fett riechen, da ein Katalysator ja nicht verbraucht wird.

MFG

Klaus

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi Rolf,

Nach deiner Beschreibung würde dann das Fett riechen, da ein
Katalysator ja nicht verbraucht wird.

ich kopiere Dir mal die Zusammenfassung eines wissenschaftlichen Artikels, der in einer populären Chemiezeitschrift veröffentlicht wurde. Es ist hoffentlich nicht zu chemisch :wink:

Non Olet

‘Es stinkt nicht’ sagte der Legende nach Kaiser
Vespasian zu seinem Sohn Titus und hielt ihm Geld aus
den Einnahmen seiner Urinsteuer unter die Nase, als
dieser ihm vorwarf, dass diese Steuer anrüchig sei.
Aber wir haben alle schon diesen muffig metallischen
Geruch wahrgenommen, wenn wir mit feuchten oder
verschwitzten Händen Eisen oder Rotgeld angefasst
haben.
Was riecht da nun- das Metall oder wir?

Erstaunlicherweise ist diese Frage erst vor kurzem von
Dietmar Glindemann et. al. zufriedenstellend
beantwortet worden (Angewandte Chemie 2006/118
S.7163-7169)
Bisherige Theorien gingen von Phosphorwasserstoff oder
anderen Phosphorverbindungen aus, aber Glindemann
konnte zeigen, dass diese Geruchstoffe nicht, oder nur
bedingt in Frage kommen.

Er ließ Testpersonen an Eisenproben riechen, die mit
künstlichem Schweiß befeuchtet wurden. Alle Probanden
erkannten sofort den typischen Metallgeruch sowohl an
der Haut, nach Berühren mit dem Gegenstand, als auch
am Gegenstand selber. Wurde die Haut mit
Eisen(II)Salzlösungen benetzt, entstand der gleiche
Geruch, Eisen(III) erzeugte den Geruch nicht.
Dieser Geruch trat auch bei Proben aus hochreinem
Eisen (Ultrapur) auf, so dass Phosphor & Co als
Geruchquelle nicht in Frage kamen.
SPME GC/MS (SPME = Solid Phase Micro Extraction)
ergab, dass C6 - C10 n-Alkanale und ungesättigte
Aldehyde und Ketone reproduzierbar nachweisbar waren.
Als Schlüsselkomponente wurde durch GC-Olfaktometrie
und klassischer Verdünnungsolfaktometrie 1-Octen-3-on
ausgemacht.
Da Eisen(II) die Geruchbildung auslöst, Eisen (III)
aber nicht lag die Vermutung nahe, dass eine
Reoxreaktion vorlag, was sich auch bestätigte.
Eisen(II) wurde durch Lipidperoxide zu Eisen(III)
oxidiert und bei dieser Reaktion entstanden die
geruchtragenden Oxoverbindungen. Die Lipidperoxide
wiederum wurden aus den Hautlipiden durch Kataklyse
mit Lipoxigenase oder UV-Einfluss und Sauerstoff
gebildet.
Wurde Blut auf der Haut verrieben, ergab sich ein
ähnlicher Geruch mit den selben Geruchstoffen. Dies
kann als Erklärungsversuch für die gute Wahrnehmung
dieser Verbindungen genommen werden, da frühere Jäger
so verwundete Tiere über den metallischen Blutgeruch
aufspüren konnten.

Um den Einfluss von Phosphor zu überprüfen, löste
Glindemann Gusseisen in sauerstofffreier 1 molarer
Salzsäure. Phosphorwasserstoff konnte als Geruchstoff
ausgeschlossen werden, weil seine Wahrnehmungsschwelle
zu hoch lag, allerdings entstanden andere sehr
intensiv riechende Organophosphorverbindungen, die
einen metallisch-knoblauchartigen Geruch hatten.
Speziell Methylphosphin und Dimethylphosphin wurden
als Schlüsselkomponenten identifiziert. Sie sind aber
nicht für den ’normalen’ Metallgeruch verantwortlich.
Somit hatte Vespasian also recht, nicht das Geld
stinkt, wir sind es selber.

Hi Gandalf,

vielen Dank für den Bericht. Ich bin im Endeffekt auf die gleiche Aussage gekommen wie in Deinem Bericht steht, dass nicht Stahl riecht, sondern die Zusatzstoffe, die dann als Stahlgeruch interpretiert werden.

Aber leider haben wir damit zwar eine interessante Diskussion geführt, aber das eigentliche Problem nicht lösen können.

Viele Grüße

Klaus

Aber leider haben wir damit zwar eine interessante Diskussion
geführt, aber das eigentliche Problem nicht lösen können.

Das liegt ja an Esther, die kein Bild einstellt oder wenigstens mal den Ofentyp schreibt.

Gruß
Holger