Rostiges Essbesteck

Als ich mal vor ein paar Jahren im Internat war, meinte der Küchenchef, nachdem es sehr viel rostiges Essbesteck gab, man sollte es nicht in die Geschirrspühlmaschine stecken - es kam, so sagte er, völlig verostetet wiederheraus, das dann weggeworfen werden musste-, sondern einzelt per Hand in der Spühle reinigen.
Meiner Meinung nach war das blödsinnig, aber ich bin kein Chemiker.
Welche Erklärung aber hättet ihr, sofern der „ganze Eimer an Besteck“, der weggeworfen werden musste, keine Übertreibung des Küchenchefs war?

Hallo,

es kann tasächlich passieren, daß ein rostiges Teil andere Teile ‚ansteckt‘.
Wird dann nicht sofort der Rostkeim abgeputzt, kann sich der Rost weiter ins Material ausbreiten und im Extremfall muß das Besteck entsorgt werden.

Übertreibungen sind aber gerne genommen, wenn man pädagogisch tätig sein will :wink:

Gandalf

Hallo Fragewurm,

Welche Erklärung aber hättet ihr, sofern der „ganze Eimer an
Besteck“, der weggeworfen werden musste, keine Übertreibung
des Küchenchefs war?

Neben dem was Gandalf schon geschrieben hat, kann es auch an einer ungeeigneten Stahl-Legierung liegen (billiger).
http://de.wikipedia.org/wiki/Rostfreier_Stahl

Beim abwaschen von Hand verwendet man hauptsächlich Seife.

Seifenwasser bildet aber wunderbaren Schaum und ein Geschirrspüler würde mit Seife eher zu einer Schaumkanone mutieren.

Deshalb sind Spülmittel für Geschirrspüler anders zusammengesetzt. Die Grundlage bilden meist Laugen, welche dann das Fett verseifen. Früher wurde, unter anderem, oft Natronlauge zugesetzt.
Heute sind dann noch jede Menge Enzyme darin, dein Geschirrspüler „verdaut“ dadurch den Schmutz.

je nach Stahlsorte kann die Lauge den Stahl anätzen. Normalerweise ist heutiges Besteck „spülmaschinenfest“, aber gerade Internate kaufen gerne mal billig ein …

MfG Peter(TOO)