Rot-weiß-roter Rosenzwitter (ziemlich lang)

Servus, liebe Wissende,

in meinem Innenhof – von Hauskante zu Hauskante ca.35 m - steht auf der einen Seite ein Wildrosenstrauch – einmal weiß-blühend, dann Hagebutten und schön, sonst nix – auf der vis – à- vis Seite steht seit ca 20 Jahren eine (bis vor einem Jahr) prachtvoll rot blühende Kletterrose – gesund und munter.

Voriges Jahr bekam die Kletterrose plötzlich einen „Kinderzweig“ – weiß - und nur einmal blühend – auf den ersten Blick ein Kind des vis-à-vis stehenden Wildrosenstrauchs.

Ich hab den Trieb – zugegeben schweren Herzens – brutal ausgerupft – und dachte, die Sache sei erledigt.

Heuer habe ich einen prachtvollen, zweifärbigen Kletterrosenstrauch – wobei die Kinder der Wildrose schon verblüht sind, die der Kletterrose kräftig weiterblühen – aber halt nur die Hälfte des Rosenstrauchs.

1.Frage, die auch der Profi-Gärtnerfreund nicht beantworten konnte: wie machen die beiden Kinder?? Also wie entstand der Zwitter? Und wieso nach 20 Jahren?

2.Frage: Krieg ich die Kinderchens wieder los, wenn ja, wie und wenn nein, wie geht es weiter? In ein/zwei Jahren einen kompletten weißen Wildrosenstrauch? Oder auf Jahre einen (österreichisch) rot-weiß-roten?

Es soll kein Streit entstehen…*lächel* – ich finde das irgendwie schön, originell und wenn die Natur es so will, soll’s mir Recht sein – mich interessieren nur die Umstände, wie es dazu kam und wie es eventuell weitergeht.

Lieben Gruß aus dem Waldviertel, jenny

Hi Jenny,

Edelrosen sind ja auf eine Unterlage gepfropft. Das naheliegenste ist, das die Unterlage austreibt. Ich weiss nicht, ob das nach soo langer Zeit noch vorkommt, wurde das vom Gärtner ausgeschlossen?

Viele Grüsse, Sama

Servus, liebe Wissende,

in meinem Innenhof – von Hauskante zu Hauskante ca.35 m -
steht auf der einen Seite ein Wildrosenstrauch – einmal
weiß-blühend, dann Hagebutten und schön, sonst nix – auf der
vis – à- vis Seite steht seit ca 20 Jahren eine (bis vor einem
Jahr) prachtvoll rot blühende Kletterrose – gesund und munter.

Voriges Jahr bekam die Kletterrose plötzlich einen
„Kinderzweig“ – weiß - und nur einmal blühend – auf den ersten
Blick ein Kind des vis-à-vis stehenden Wildrosenstrauchs.

Wie Sama schreibt, da treibt die Unterlage einen Wildtrieb.

Ich hab den Trieb – zugegeben schweren Herzens – brutal
ausgerupft – und dachte, die Sache sei erledigt.

Heuer habe ich einen prachtvollen, zweifärbigen
Kletterrosenstrauch – wobei die Kinder der Wildrose schon
verblüht sind, die der Kletterrose kräftig weiterblühen – aber
halt nur die Hälfte des Rosenstrauchs.

1.Frage, die auch der Profi-Gärtnerfreund nicht beantworten
konnte: wie machen die beiden Kinder?? Also wie entstand der
Zwitter? Und wieso nach 20 Jahren?

Wildtriebe entstehen aus relativ flach wachsenden Wurzeln. Überleg mal ob sich am Standort der Pflanze was verändert hat. Ist vielleicht Pflaster verlegt worden, oder ist der Standort trockener als früher?
Rosenunterlagen wollen manchmal „auswandern“, wenn der Standort nicht optimal ist.

2.Frage: Krieg ich die Kinderchens wieder los, wenn ja, wie
und wenn nein, wie geht es weiter? In ein/zwei Jahren einen
kompletten weißen Wildrosenstrauch? Oder auf Jahre einen
(österreichisch) rot-weiß-roten?

Der Wildtrieb soll da, wo er aus der Wurzel kommt abgerissen werden, da dann alle schlafenden Augen mit entfernt sind.

Es soll kein Streit entstehen…*lächel* – ich finde das
irgendwie schön, originell und wenn die Natur es so will,
soll’s mir Recht sein – mich interessieren nur die Umstände,
wie es dazu kam und wie es eventuell weitergeht.

Wenn du beide Rosen vom Wuchs her vergleichst, kannst du dir etwa ein Bild machen wie mächtig die „kleine Wilde“ wird. Man sagt, daß der Wildtrieb der veredelten Rose die Kraft nimmt und darum entfernt werden soll.

Wenn deine rote Rose edel geformte Blüten austreibt, die in der Farbe abweichen, dann kann ein teil der Zuchtlinie zum Austrieb gekommen sein. Aber wenn ich recht verstanden habe, dann hat bei dir wirklich die Unterlage ausgetrieben.

Liebe Grüße von der Donau
Marga

Dank!
Servus, Marga und Sama,

dank für eure Antworten. Das mit dem/den Wildtrieben ist mir ja auch von meinen anderen Rosen bekannt - war aber immer gut in den Griff zu bekommen. Und ich dachte, voriges Jahr hätte ich alles „erwischt“ - aber heuer ist eben schon der halbe Strauch verwildert. Dass der Standwort nicht gut wäre, glaub ich nicht so recht, schließlich wurde die Kletterrose in den letzten 20 Jahren immer kräftiger, größer, schöner. Am Standort hat sich auch absolut nichts verändert.

Irgendwie konnte ich die zwei verschiedenen Triebe heuer auch (vor der Blüte) nicht mehr auseinanderhalten. Die Wildwüchse setzen am Holz der Kletterrosen (nicht an den Wurzeln) an und sind selbst so kräftig, dass Ausreißen gar nimmer geht.

Der Profi-Gärtnerfreund behauptet, sowas noch nie gesehen zu haben,

Egal, heuer sieht es recht hübsch aus, und wer weiß, was nächstes Jahr ist…*lächel*

Dank euch nochmal und lieben Gruß aus Wien, jenny

Hallo Jenny,
noch ein Tipp der vielleicht was über die weiße Rose aussagt. Zuchtrosen haben 5 Blätter an einem Stengel. Wildrosen haben 2 mehr, also 7. Wenn die „wilden“ Triebe aus dem Edelrosenstamm wachsen müßten sie also gleich viele Blätter haben wie die rote Rose.
Ich finde diese Rosengeschichte sehr spannend!
lb. grüsse
Marga

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Servus:smile:

natürlich, daran hatte ich ja gar nimmer gedacht! Du hast ja vollkommen Recht! Ich werde gleich am Donnerstag, wenn ich wieder am Lande bin nachschauen und dir dann berichten:smile:)

Lieben Gruß und nochmals Dank, jenny