Weiss zufaellig jemand, wie ich mir sowas eingefangen habe, wenn es scheinbar quasi nur (Klein-) Kinder trifft? Und wichtiger, wie kann ich meine Besserung beschleunigen (einzige Empfehlung bis jetzt: rehydration therapy. Das macht’s auch nicht besser, aber ich ‚verwelke‘ (you know what I mean) halt auch nicht).
Und noch wichtiger: was kann ich denn machen, wenn’s mir wieder gut geht, um mein Immunsystem zu staerken und meinen Darm gesuender zu kriegen (ausser Probiotics, also acidophilus oder wie auch immer der sich schreibt).
Waere nett, wenn mir jemand was empfehlen koennte, denn jetzt hab ich fuer die naechsten paar Jahre die Nase wirklich voll von Gastroenteritis.
Danke und Gruss,
Isabel
Weiss zufaellig jemand, wie ich mir sowas eingefangen habe,
wenn es scheinbar quasi nur (Klein-) Kinder trifft?
Stimmt nicht. Rota-Virus trifft alle, vor allem im Frühherbst. Nur haben die kleinen noch kein so ausgeprägtes Immunsystem wie wir grossen.
wichtiger, wie kann ich meine Besserung beschleunigen (einzige
Empfehlung bis jetzt: rehydration therapy. Das macht’s auch
nicht besser, aber ich ‚verwelke‘ (you know what I mean) halt
auch nicht).
Ausruhen, viel trinken (leicht egsagt, ich weiss, ween man noch kotzen muss dázu)
Waere nett, wenn mir jemand was empfehlen koennte, denn jetzt
hab ich fuer die naechsten paar Jahre die Nase wirklich voll
von Gastroenteritis.
Danke und Gruss,
Isabel
Gruss
Danke fuer die Antwort, nur, kotzen musste ich zum Glueck gar nicht (war so schon schlimm genug). Ich haette halt gern mal nen Mediziner, der mir sagen kann, was ich denn jetzt an meinem Immunsystem, und an meiner Darmflora, machen kann, damit das alles etwas gestaerkt wird?! Denn, wie Du sagst, die Kleinkinder kriegen das wegen Immunschwaeche. Aber ich???
Danke und Gruss, Isabel
Hallo Isabel,
ein Mediziner wird Dir hierzu nicht viel sagen können, weil eine Rotavirusinfektion des Darmes nach schulmedizinischer Meinung nichts mit Immunschwäche zu tun hat. Der Erreger ist einfach hochinfektiös und befällt jeden. Das Sammelsurium von immunsteigernden Mitteln konnte meines Wissens keine Wirksamkeit unter Beweis stellen, und das ist auch gut so, haben doch recht viele Leute Antikörper in ihrem Körper, die gegen die eigenen Zellen gerichtet sind: Lupus, Alopezie, Schilddrüsen- und Nebennierenantikörper, auch gegen die Lunge und Nieren… Autoimmunkrankheiten sind bei uns um ein vielfaches häufiger als lebensbedrohliche Infektionen. Also: Bitte das Immunsystem so lassen, wo es ist.
Es gibt übrigens eine Vielfalt von Gastroenteritiserregern. Eine Erregerbestimmung wird nur bei persistierenden Gastroenteritiden durchgeführt und ist im Falle von Viren reichlich aufwending und dauert einige Zeit. Daher kann in Deinem Falle ein Nachweis noch kaum erfolgt sein, d.h. ich denke mal, daß es sich ohnehin nur um eine Verdachtsdagnose handelt.
Oliver
Danke fuer Antwort, aber etwas genauer: An meinem Darm stimmt sowieso was nicht. M.A. wegen einer Ueberdosis Antibiotika vor ca 8-9 Jahren. Candida ist nen Problem. nicht immer, aber immer mal wieder. Hab’s anfang des Jahres mit Diaet versucht (kein Weizen, Hefe, Zucker oder Milchprodukte). Soll ne Anti-candida Diaet sein, zumindest wenn man sie lange genug macht. Hab dazu noch Probiotics genommen. Aber scheinbar nicht lange genug gemacht. Oder es ist zu hartnaeckig. Deshalb dachte ich natuerlich, dass ich mir den Rotavirus 1. wegen eh geschwaechtem Immunsystem, und 2. wegen vielleicht zu empfindlichem Darm eingefangen hatte. Deshalb wuerde ich gerne was aendern. Ich will ja keine Pillen schlucken! Es gibt doch auch natuerliche Mittel, die das Immunsystem staerken (Propolis, for example).
Was kann man denn da noch so machen, auch was evtl die Diaet angeht?
Gruss,
Isabel
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Danke fuer Antwort, aber etwas genauer: An meinem Darm stimmt
sowieso was nicht. M.A. wegen einer Ueberdosis Antibiotika vor
ca 8-9 Jahren.
Sowas gibts eigentlich nicht, vieleicht hattest du damals eine sogenannte Antibiotika-assoziierte Colitis (Darmentzündung), das wird laienhaft gelegentlcih so ausgedrueckt.
Antibiotika werden heutzutage eigentlich auch von den Hausaezten nur noch bei eindeutiger Notwendigkeit gegeben (und dann sollte mensch sie lange genug einnehmen!!!).
Candida ist nen Problem. nicht immer, aber
immer mal wieder. Hab’s anfang des Jahres mit Diaet versucht
(kein Weizen, Hefe, Zucker oder Milchprodukte). Soll ne
Anti-candida Diaet sein, zumindest wenn man sie lange genug
macht.
Genau das ist es, candida liebt Zucker, alles vermeiden was Zucker odr Weizenmehl enthält.
Hab dazu noch Probiotics genommen. Aber scheinbar nicht
lange genug gemacht. Oder es ist zu hartnaeckig. Deshalb
dachte ich natuerlich, dass ich mir den Rotavirus 1. wegen eh
geschwaechtem Immunsystem, und 2. wegen vielleicht zu
empfindlichem Darm eingefangen hatte. Deshalb wuerde ich gerne
was aendern. Ich will ja keine Pillen schlucken! Es gibt doch
auch natuerliche Mittel, die das Immunsystem staerken
(Propolis, for example).
Was kann man denn da noch so machen, auch was evtl die Diaet
angeht?
Viel Sport und Bewegung, Vitaminreiche Kost und ausgewogene Kost ist besser, billiger und insgesamt gesuender als jedes Probiotics oder wie auch immer dieses Zeugs ohne Wirksamkeitsnachweis heisst.
Hallo Isabel,
ein Mediziner wird Dir hierzu nicht viel sagen können, weil
eine Rotavirusinfektion des Darmes nach schulmedizinischer
Meinung nichts mit Immunschwäche zu tun hat. Der Erreger ist
einfach hochinfektiös und befällt jeden. Das Sammelsurium von
immunsteigernden Mitteln konnte meines Wissens keine
Wirksamkeit unter Beweis stellen, und das ist auch gut so,
haben doch recht viele Leute Antikörper in ihrem Körper, die
gegen die eigenen Zellen gerichtet sind: Lupus, Alopezie,
Schilddrüsen- und Nebennierenantikörper, auch gegen die Lunge
und Nieren… Autoimmunkrankheiten sind bei uns um ein
vielfaches häufiger als lebensbedrohliche Infektionen. Also:
Bitte das Immunsystem so lassen, wo es ist.
Ganz meine Meinung
Es gibt übrigens eine Vielfalt von Gastroenteritiserregern.
Eine Erregerbestimmung wird nur bei persistierenden
Gastroenteritiden durchgeführt und ist im Falle von Viren
reichlich aufwending und dauert einige Zeit. Daher kann in
Deinem Falle ein Nachweis noch kaum erfolgt sein, d.h. ich
denke mal, daß es sich ohnehin nur um eine Verdachtsdagnose
handelt.Oliver
Sehr guter kommentar
Gruss
Achim
Danke fuer Antwort, aber etwas genauer: An meinem Darm stimmt
sowieso was nicht. M.A. wegen einer Ueberdosis Antibiotika vor
ca 8-9 Jahren.Sowas gibts eigentlich nicht, vieleicht hattest du damals eine
sogenannte Antibiotika-assoziierte Colitis (Darmentzündung),
das wird laienhaft gelegentlcih so ausgedrueckt.
Natuerlich gibt es sowas; ist mir wie gesagt ja passiert. Antibiotika bringen alle Bakterien um, die guten wie die schlechten. Aber die schlechten scheinen halt schneller am ‚Nachwachsen‘ zu sein, und wenn durch Antibiotika zu viel an den guten Darmbakterien kaputtgegangen ist, kommt das Gleichgewicht der Bakterien halt um Umkippen. If you know what I mean.
Also bitte, mir mal glauben, dass ich keinen Schwachsinn erzaehle - ich hab’s ja erlebt.
Gruss, Isabel
Hallo Isabel,
wenn ich mal zusammenfassen darf: Seit einer antibiotisch behandelten Infektion hast Du chronische Darmbeschwerden. Vor einigen Tagen hattest Du eine akute Zunahme der Beschwerden („Gastroenteritis“). So richtig?
Der zeitliche Zusammenhang zwichen Beginn der chronischen Darmbeschwerden und antibiotisch behandelter Infektion wird von Dir durch eine Fehlbesiedlung des Darmes Infolge der Anitbiotika erklärt. So etwas gibt es in der Tat für den weiblichen Genitaltrakt, aber eben nicht für den Darm. Dort kann als Folge von Antibiotikabehandlung allenfalls eine pseudomembranöse Colitis entstehen, diese verursacht jedoch ganz andere Beschwerden.
Ein zweiter Punkt, den Du in diesem Zusammenhang anführst, ist eine vermutete Fehlbesiedlung durch Candida. Aber: Candida ist ein ganz normaler Bestandteil unserer Standortflora und gehört in den Darm wie Schimmel auf dem Blaukäse (Selbst wenn es viele Gesundheitsapostel unter Ausnutzung der allgemeinen Pilzhysterie andere Dinge behaupten). Eventuell hat Candida sogar eine Funktion, nämlich die Aufnahme von Kohlenhydraten, die ansonsten von Fäulniskeimen zu Gasen vergärt würden. Solltest Du also unter Flatulenz leiden, so hast Du vielleicht zuwenig Candida und nicht zuviel.
Es ist also völlig unsinnig, Candida aus dem Darm entfernen zu wollen. Gottseidank sind die Versuche ohnehin frustran: Bei Reduktion der Kohlenhydratzufuhr verhungert der Patient, bevor der Pilz das tut. Die Art der zugeführten Kohlenhydrate (Einfach-, Komplex-, Rohr-, Frucht- oder Milchzucker) kann keinen Einfluß auf den Pilz haben, weil alle Zuckerarten im Dünndarm in ihre Grundbestandtteile zerlegt werden, die ntereinander identisch sind und denen man nicht mehr ansehen kann, ob sie aus einem einfachen oder komplexen Kohlenhydrat entstammen. Und Selbst wenn man den Darm medikamenös von Candida befreien würde, so würde der Darm sofort neu besiedlt werden, da Candida in unserer Umgebung allgegenwärtig ist.
Eine Fehlbesiedlung infolge Antibiotika kann also kaum für Deine andauernden Beschwerden verantwortlich sein. Wohl aber der Keim selbst, sofern er die Therapie überlebt hat. Viele Erreger sezernieren tatsächlich Faktoren, die das Nervensystem des Darmes anregen, und einige leben sogar im Nervensystem selbst. Genauso ist es aber denkbar, daß Beschwerdebeginn und Infektion zufällig zusammengefallen sind und das die Ursache Deiner Beschwerden eine ganz andere ist. So ließen sich Deine neuerlichen, akuten Beschwerden eleganterweise als Schub einer offensichtlich vorherbestehenden Darmkrankheit interpretieren. In allererster Linie kämen hier die (autoimmun-)entzündlichen Darmerkrankungen in Frage. Aber selbst wenn es eine harmlose Gastroenteritis gewesen sein sollte, so verstehe ich immer noch nicht, warum Du ausgerechnet Rotavirus Typ 1 (und nocht Typ 2, das Norwalk-, Coxsackie-, oder Adenovirus oder auch Staphylokokkentoxine bzw. eine Lebensmittelkontamination) als Ursache der Erkrankung vermutest.
Wenn Dich die Beschwerden wirklich Plagen, so solltest Du Deinen Dickdarm mittels Spiegelung und den Dünndarm mittels Kontrasmittel Untersuchen lassen. Erst wenn mittels dieser Untersuchungen alle vernünftigen Diagnosen (insbesondere o.g. entzündliche Darmerkrankungen) ausgeschlossen worden sind, solltest Du die graunen, unbewiesenen Theorien der Gesundheitsapostel in Erwägung ziehen. In seriösen Kreisen faßt man übrigens alle Darmbeschwerden unbekannter Ursache unter dem Begriff „Reizdarmsyndrom“ zusammen, welches man über drei sich ergänzende Ansätze therapieren kann:
- Ruhigstellung des Darmes durch Pharmaka, welche ins Darmnervensystem eingreifen (Anticholinergika wie z.B. Pirenzepin)
- Beeinflussung des Darmnervensystems unter Ausnutzung der Steuerungsmöglichkeit über das Gehirn, d.h. unterbewußtes Senden von beruhigenden Impulsen durch Entspannungs- und Psychotherapien etc.
- Alternativmedizinische Ansätze
Vorraussetzung für diese Ansätze ist aber wie gesagt der korrekte, schulmedizinische Ausschluß aller organischen Erkrankungen.
Ich habe so ein wenig den Eindruck, daß Du Dich da in eine sehr spezifische und ungewöhliche Ursachenfeststellung verrannt hast. Bitte nochmal einen Schritt zurücktreten und die Sache objektiv betrachten!
trotzdem gute Besserung,
Oliver
Die in diesem Posting enthaltenen Meinungen und Ratschläge wurden nach bestem Wissen und Gewissen erteilt. Dennoch können Richtigkeit und Vollständigkeit nicht garantiert werden.
Der Beitrag kann und will eine persönliche Arztkonsultation nicht ersetzen.
Dass Rotavirus ein Virus ist, den ich mir halt ‚eingefangen‘ habe, ist mir auch klar.
Das mit der Candida habe ich erwaehnt, weil ich endlich eine brauchbare Antwort haben wollte, wie ich denn meinen Darm etwas ‚aufpaeppeln‘ kann.
Dass Candida da lebt und leben muss, ist mir auch klar, aber eben im Gleichgewicht mit allen anderen Bakterien.
Ansonsten kann ich Dir nicht viel dazu sagen, ausser dass ich im Krankenhaus mit Rotavirus diagnostiziert wurde, und mir das nicht selbst ausgedacht habe.
Was meinen Darm allgemein angeht, bit ich jetzt natuerlich auch nicht schlauer, und hier (in Irland) jemanden dran rumpfuschen zu lassen, wenn ich nicht krank bin, kommt leider ganz und gar nicht in Frage.
Gruss, Isabel
Hallo Isabel,
Das mit der Candida habe ich erwaehnt, weil ich endlich eine
brauchbare Antwort haben wollte, wie ich denn meinen Darm
etwas ‚aufpaeppeln‘ kann.
Du hast die schulmedizinische Antwort bekommen, nach der Du gefragt hattes - dafür, daß sie nicht „wunschgemäß“ ausgefallen ist, kann ich nichts. Daher eben auch mein Rat unter Punkt 3, die Angelegenheit alternativmedizinisch anzugehen. Vielleicht kannst Du Dich mit deren Philosophie besser anfreunden 
weiterhin alles Gute,
Oliver
Ich hab ja nicht an sich was gegen die Schulmedizin allgemein… aber ich finde halt, die braucht man, wenn man wirklich krank ist. Z.B. irgendwelche Medizin mit evtl Nebenwirkungen zu nehmen, wenn’s nicht UNBEDINGT noetig ist, waer halt nicht so mein Fall.
Das einzige, das mich verwirrt hat, von dem, was Du geschrieben hast, war das von ZU WENIG candida… doesn’t seem to make sense to me, coz the opposite appears more logical?!
Aber bin halt kein Mediziner.
Trotzdem danke.
Gruss, Isabel