Moin René,
erstmal „Herzlichen Dank!“ für Deine ausfürhliche Antwort.
Ich dachte immer, daß jemand mit rot-grün Sehschwäche „nur“
rot und grün nicht unterscheiden kann, daß die fast kein Rot
sehen hätte ich jetzt nicht gedacht.
Ich bin kein Mediziner, kann also nur aus meiner Erfahrung berichten.
Es gibt sehr unterschiedliche Ausprägungen. Ich kann durchaus Rot und Grün unterscheiden, aber es müssen gute Lichtverhältnisse und auch etwas größere Flächen/dickere Linien sein.
Wenn z.B. in einer Grafik sehr feine Linien verwendet werden, habe ich Probleme.
Bei geringer Lichtstärke kann ich Rot-Grün-Braun kaum unterscheiden.
Im übrigen denke ich, daß
ettliche Entscheider sich aus dem Fahrdienst „hochgearbeitet“
haben und dort wird man mit rot-grün-Sehschwäche vermutlich
erst gar nicht eingestellt. Die Leute sehen (im Wortsinn) das
Problem also gar nicht.
Das ist z.B. bei den Werbeleuten so, die müssen „farbsicher“ sein und lieben rote Schrift auf blauen/violetten Hintergrund. Für mich ein Grund das Pamphlet in den Rundordner zu drücken, es sei denn, dass ich wirklich wichtige, neue Informationen erwarte. Es strengt mich aber an das zu lesen.
Zurück zum ÖPNV, im Winter, abends kann ich die Anzeigen lesen, wenn aber die Sonne auf die Displays scheint, keine Chance. Die Alternative „Sprachansage“ ist manchmal auch sehr dürftig. Ich denke besonders an Ortsfremde und ausländische Gäste, die die deutsche Sprache nicht sicher oder gar nicht beherrschen.
Ob es noch rechtliche Gründe gibt (nach dem Motto - eine
Anzeige darf nicht grün/blau/orange/… sein, damit man sie
nicht mit einer Ampel/Blaulicht/Rundumlicht/… verwechselt)
kann dir möglicherweise im Verkehrsrechtsbrett jemand sagen.
An diesen Aspekt habe ich noch gar nicht gedacht.
Einen schönen Abend.
Gruß Volker