Hallo Steffen,
ich bin etwas beunruhigt.
Keine Panik - so schnell stirbt es sich nicht. 
Vor ca. 3 Wochen habe ich das erste
Mal einen ca. 10-Cent Stück großen roten Fleck auf meiner Fade
bemerkt. Er sieht bis heute aus wie eine Mischung aus Adern
und kleinen roten Punkten - ähnlich einer Schürfwunde.
Und ist ganz trocken? Fast schon schuppig bis ‚schorfig‘? So etwas habe ich ab und zu auch (zusätzlich zu meiner Lieblingskrankheit namens Neurodermitis) - aus heiterem Himmel und wochenlang, dann ist es plötzlich weg. Es könnte (könnte! - muß nicht) eventuellstens Psoriasis (alias Schuppenflechte) oder eine Dermatitis (entzündliche Reaktion der Haut auf was-auch-immer) sein.
Vor 3 Tagen ist mir dann beim Duschen aufgefallen, dass ich
diese nun auch am anderen Bein und an den Seiten des
Oberkörpers bekommen habe. Alle Flecken jucken weder noch sind
diese schmerzhaft - sie sind einfach nur da und breiten sich
aus.
Hmmm… Bist Du auf ein anderes Duschgel, Waschpülverchen, Deo (OK, das schmiert man sich ja nun nicht unbedingt auf die Waden *g*), etc., umgestiegen? Hast Du Dir kürzlich neue Klamotten zugelegt, die evtl. mit Schadstoffen belastet sein könnten? Hast Du Deine Ernährung umgestellt? Hat Dich in letzter Zeit irgendein Viech gestochen? Worauf ich hinaus will: kannst Du etwas ausmachen, was als Ursache in Frage käme?
Er hat Blut entnommen und mir eine Cortisonsalbe für
die ersten Tage verschrieben. Er sagte, dass ein Hautarzt da
auch nichts anderes machen würde und wir es damit mal 3 Tage
versuchen sollen.
Das ist nicht ganz richtig… Cortison tut nichts anderes, als die Entzündungsreaktion des Körpers auf Teufel komm raus niederzudreschen. Es bekämpft also nur die Symptome - nicht die Ursache. Hier muß definitiv ein Dermatologe ran.
hat mir gesagt, dass neben meinem Cholesterin
auch die
Leukozytenwerte erhöht sind.
Wie hoch ist der Wert? Und auch wenn mich hier manche irgendwann für die gebetsmühlenartige Wiederholung dieses Satzes hassen werden: Ein einzelner Laborwert ist in etwa so aussagekräftig wie der Blick in die Kristallkugel. Der Lieblingssatz eines meiner Kollegen lautet hier ‚Das muß man alles in der Zusammenschau der Befunde sehen‘. 
Weiter hat Sie nach einer
Erkältung etc. gefragt.
*schmunzel* Die Standardfrage der Arzthelferinnen.
Jetzt hab ich natürlich im Internet recherchiert und bin auf
so böse Krankheiten wie Leukämie etc. gestoßen.
Da gehen die Leuko-Werte aber schon lockerst auf über 40.000 und darüber. Die Arzthelferin schaute auf Deinen Laborbefund und sah daneben ein Kreuzchen (nein, es ist nicht Dein Grabkreuz). Nun ist es so, daß die Befunde von Computern ausgewertet werden. Im Klartext: bist Du auch mit einem popeligen weißem Blutkörperchen über den Normal-/Referenzwert, gehen gleich sämtliche Sirenen des Programms los und es heißt ‚Alarm! Wert erhöht! Dem Doktor melden!‘.
Außerdem gibt es außer der Leukämie (und der handelsüblichen Erkältung) noch haufenweise Krankheiten/Zustände/Umstände, die von einer eine Leukozytose (=erhöhte Leuko-Werte) begleitet werden. Beispiele:
- Stress (jawoll, stinknormaler Stress!)
- Rauchen (Raucher haben grundsätzlich etwas höhere Leuko-Werte)
- Infektionen jeglicher Art
- Autoimmunerkrankungen (da wären wir bei Deiner Haut - Psoriasis ist eine Autoimmunerkrankung, aber auch z. B. eine spinnerte Schilddrüse kann die Leukos in die Höhe scheuchen)
Meine Empfehlung: hol Dir einen Termin beim Dermatologen - ein Hausarzt (Allgemeinmediziner/Internist) ist kein Experte für Hautprobleme.
Derweil beruhigende Grüße
Renee