Rote Handknochen!

Hallo,
Jeden Winter werden meine Handknochen immer rot od. leicht bläulich.
Im Sommer nicht! Kann mir jemand sagen was das ist und wie ich es behandeln kann??.
mfg robert!

Hi,

Jeden Winter werden meine Handknochen immer rot od. leicht
bläulich.
Im Sommer nicht! Kann mir jemand sagen was das ist und wie ich
es behandeln kann??.

nicht Deine Handknochen werden rot sondern Dein Blut ist rot bzw. bläulich (je nachdem ob sauerstoffarm oder -reich. Wenn Dir kalt ist, weiten sich die Blutgefäße und transportieren dadurch mehr Blut, was dann zu blauen oder roten Handknochen führt. Du kannst gerade dort die Blutgefäße besonders gut sehen, weil die Haut an den Hand- und Fingergelenken relativ dünn ist und daher die Blutgefäße durchscheinen können. Ein ähnliches Farbspiel dürftest Du an der Nase beobachten können.

Es handelt sich dabei also nicht um ein Krankheitsbild sondern um eine normale Reaktion des Körpers. Wenn Dir das zu bunt wird, solltest Du Handschuhe anziehen.

Gruß,
Christian

Hi!

Wenn Dir kalt ist, weiten sich die Blutgefäße und
transportieren dadurch mehr Blut, was dann zu blauen oder
roten Handknochen führt.

Bist du dir da sicher?
Ich dachte immer, bei Kälte werden die Blutgefäße enger, da der Körper ja nicht darüber seine Wärme verlieren will.

Zur Ursprungsfrage:
Keine Ahnung, ob es tatsächlich so ist, aber ich würde es mir so erklären: ich hab beobachtet, daß dieses Phänomen besonders bei trockener Haut auftritt. Trockene Haut neigt dazu, besonders schnell einzureißen. Viele winzigkleine Risse lassen aber die Haut rötlich erscheinen.

Seid ich beispielsweise darauf achte, im Winter die Hände besonders gut mit fettreicher Creme zu versorgen, kenn ich das gar nicht mehr.

Gruß,
Sharon

Hallo,

Ich dachte immer, bei Kälte werden die Blutgefäße enger, da
der Körper ja nicht darüber seine Wärme verlieren will.

im Prinzip ja, aber irgendwann steigt durch die mangelnde Durchblutung der Kohlendioxidgehalt der Zellen. Irgendwann reagiert der Körper darauf, indem er die Durchblutung stark steigert, was zu dem beschriebenen Effekt führt.

Gruß,
Christian

Hallo Christian,

ja so hab ich das in Erinnerung:

Zuerst, wenn der Körper irgendwo friert, durchblutet er die Stelle stärker, um sie aufzuwärmen => Hand wird rot.

Dann, wenn der ganze Körper insgesamt friert und nicht mehr genug Energie zum Heizen vorhanden ist, reduziert er die Durchblutung an der Peripherie, um den lebenswichtigen Körperkern warm zu halten => Hand wird blass.

WB

Hi!

im Prinzip ja, aber irgendwann steigt durch die mangelnde
Durchblutung der Kohlendioxidgehalt der Zellen. Irgendwann
reagiert der Körper darauf, indem er die Durchblutung stark
steigert, was zu dem beschriebenen Effekt führt.

Ich hab eine Zeit lang gerätselt, wie du das meintest - aber jetzt ist mir ein Licht aufgegangen *g*

Du hast Recht, diesen Effekt gibt es und den wendet man auch an, wenn man z.b. einen geschwollenen Knöchel lokal mit einem Eispack behandelt. Das Eis wird kurz aufgelegt (paar Minuten) und wenn das Eis abgenommen wird, weiten sich die Gefäße.

Aaaaaber:
Dieser gefäßweiternde Effekt hält auch nicht permanent an, zumindest nicht den halben Winter über :wink:
Solange die Kälte vorherrscht, bleiben die Gefäße eng!
Und ich bezweifle, daß die Kälte des Winters allgemein (also z.b. durch den Luftzug draußen) denselben Effekt auslöst wie eine lokale Eisbehandlung (eben mit engem Kontakt).

Wäre auch unlogisch, denn die Fläche, die gekühlt wird ist in diesem Fall viel größer als bei einer lokalen Eisbehandlung. Würden sich die Hautgefäße weiten und dies sogar über längere Zeit, würde der Körper viel zu viel Wärme verlieren.

Außerdem: da meist die ganze Hand der Kälte ausgesetzt wird, müßte auch die ganze Hand bzw. mehr Stellen an der Hand (eben wo auch dünne HAut ist) rot werden.

Oder kurz gesagt:
Diesen Effekt gibt es, aber ich bezweifle, daß der hier gilt/anwendbar ist.
Ich finde immernoch die trockene und rissige Haut plausibler, zumal es dazu auch zahlreiche Googletreffer gibt.

Gruß,
Sharon

Hallo,

Dieser gefäßweiternde Effekt hält auch nicht permanent an,
zumindest nicht den halben Winter über :wink:

schon kklar, aber ich glaube nicht, daß die Ausführungen des Fragestellers in dieser Hinsicht zu wörtlich zu nehmen sind. Allein schon, weil man nicht den ganzen Tag lang auf seine Handgelenke glotzt, sondern vor allem dann, wenn sich da was tut, man bspw. friert. Und so eine rote Nase kann schon mal einen ganzen Spaziergang durch Eis und Schnee durchhalten.

Ich finde immernoch die trockene und rissige Haut plausibler,

Aber rissige Haut spürt man doch und beschreibt sie dann auch so.

Gruß,
Christian

Hallo Robert,
manche Menschen haben „Kälte-Antikörper“. Das fällt spätestens im Labor auf, wenn sein sog. Antikörper-Suchtest gemacht wird.
Deswegen ist man nicht krank. Handschuhe tragen macht dann halt wirklich Sinn.
Gruß Regina

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]