Einen schönen Abend in die Runde,
weil hier doch kürzlich die Frage nach Hund und Temperaturen aufkam…
Ich komme gerade von draußen rein. Dort herrschen deutlich zweistellige Minusgrade, es ist also frisch. Ein dünne Schneedecke verziert die Promenade vor der Haustür, eigentlich also Bilderbuchwetter so kurz vor dem 24.
Nu war ich noch eben einkaufen - mit Hund. Binde die betagte aber schneeglückliche Hundedame also vor dem Geschäft am Rande einer Wiese an für einen Augenblick, der halt so lange dauert, wie man braucht, um 1 Fladenbrot und 1 Sack Zwiebeln in bekannten Supermarktregalen einzusammeln und an einer Kasse zahlen, mit sensationell nur 1 Kunden vor einem, der auch sofort sein Kleingeld parat hatte, der Spuk hat also sicher keine 5 Minuten gedauert. Ich komm raus - sage und schreibe 5 Leute um den Hund versammelt! Darunter 2 vom Roten Kreuz, die wohl vom Weihnachtsmarkt-Aufpass-Rettungsdienst waren und eigentlich 30 m weiter stehen sollten.
Der arme Hund! Bei den Temperaturen! Sind Sie von Sinnen!
Eine nicht nicht ganz betagte Dame echauffierte sich aufs herzlichste.
„Soll ich sie um die Jahreszeit lieber im Blumentopf ausdrücken?“ Der Vorschlag wurde mit reichlich Grummeln quittiert, Worte wie „verantwortungslos“ und „Tierquälerei“ fielen. Woraufhin ich dann noch die Stichworte „Wolf“ und „Wolfsfell“ in die Kälte hauchte. „Das arme Tier ist aber kein Wolf“ … „Ihr Glück“ … Leidehund und Tierquälerhundehalter haben dann das Weite gesucht.
Ich bin mir leider nicht sicher, was passiert wäre, wenn die übliche Samstag-Abend-Schlange an der Kasse gewesen wäre.
Spinnen die Leut? Zugegeben. Unsere Dame schafft es gerne auszusehen, als ob sie monatelang bei Wasser und Haferschleim geknechtet im Keller verbringen muss. Aber sie hat genauso offensichtlich immerhin knapp 10 cm langes Fell… Ich hab nicht gefragt, was sie als nächstes gemacht hätten. So fix war ich leider nicht.
LG Petra