Rotti aus dem Tierheim

Hallo alle miteinander,

wollte mich nur mal melden. Haben unsren Rotti gestern aus dem Tierheim geholt und sind super glücklich mit dem Hund!!! Wider allen Erwartungen fügt er sich super in die neue Umgebung ein, hat die ganze Nacht durchgeschlafen, keine Pfützchen gemacht und beim ersten Spaziergang ohne Leine (kennen den Hund aber auch schon seit 6-8 Wochen und gehen regelmäßig spazieren, so dass wir uns jetzt ab und an schon ohne Leine trauen) auch keine Probleme gemacht. Beim Essen liegt er brav neben dem Tisch und auch ansonsten ist er ein angenehmer Zeitgenosse. Daher hier noch einmal mein Rat an alle, die sich ein Tier zulegen wollen: Geht ins Tierheim und schaut, ob sich da ein nettes Tier finden lässt!!!

Nächste Woche fangen wir mit der Hundeschule an. Beim Begriff „Platz“ kommt irgendwie Verwirrung auf. Der muss ne andere Bedeutung beim Vorbesitzer gehabt haben. Müssen da wohl einen anderen Begriff einüben und ansonsten auch noch ein wenig an unseren Fähigkeiten als Hundeführer arbeiten ;o)

Lieben Gruß,
Alexandra *die vom Hund 24Stunden ununterbrochen geschmust wird und jetzt mla ne kuschelpause braucht*

hallo,

ich finde es toll, dass ihr einen hund aus dem tierheim genommen habt. haben wir auch.
ich möchte hier dennoch gerne erwähnen, dass viele hunde, die von dort kommen, sich nicht so problemlos „einfügen“ wie du es beschreibst. ein hund aus dem tierheim ist oft auch ein hund mit trauriger vorgeschichte. das sollte man im hinterkopf haben und sich gut überlegen, ob man sich drauf ein lassen kann und möchte.
nicht falsch verstehen - ich bin ein großer „fan“ von tierschutz. aber manche menschen sehen das zu unreflektiert und wundern sich später, welche prägungen, vorerfahrungen, traumatisierungen usw. auf einemal offensichtlich werden und welche schwierigkeiten im alltag das mit sich bringen kann. und so ist mancher hund wieder zurück im th gelandet.

liebe grüße,
nina

Hallo Nina,
haben ne Menge Hunde angeschaut, bis wir den gefunden haben.
…und um ehrlich zu sein: Einige Tiere hätten wir direkt einschläfern lassen, da die hochgradig traumatisiert sind und eine Gefahr für die Menschen da stellen auf Grund ihres Agressionspotentials bzw. ihrer Ängstlichkeit. Nicht falsch verstehen, aber diese Tiere sind zum Teil aus schlechter Haltung aus Spanien importiert und sitzen hier dann Jahre lang rum und nen Hund in der Größenordnung eines Rottweilers ist einfach zu riskant, wenn man da gar keine Ahnung hat was der erlebt hat und zudem auch noch kulturelle und kommunikative Probleme hinzu kommen.

In einem Tierheim hatten wir uns für einige Tiere interessiert, dei angeblich ganz lieb sind. Mehrere von diesen Hunden kamen so ans Gitter ihres Geheges geschossen *knurren, schnappe, bellen, gitterbeißend* dass wir wirklich mit einem Gefühl der Angst nach Hause gegangen sind.

Wie gesagt, sicherlich kann man auch HUnden mit Vorgeschichte eine neue Heimat geben, aber bei manchen Tieren halte ich ein halbwegs normales Leben ohne Gefahr für die Umwelt für so gut wie ausgeschlossen.

hallo nina,
was Du schreibst, finde ich sehr wichtig. Und man darf nicht vergessen - ein vorschnell aufgenommenes, schon traumatisiertes Tier wird durch einen gescheiterten Versuch, es in ein neues Zuhause aufzunehmen, noch einmal traumatisiert. Da finde ich es besser, wie es hier jetzt anscheinend gemacht wurde, das betr. Tier ein paar Mal „probeweise“ nachhause mitzunehmen.
Frdl.Gruß, I.