Rottweiler eine Kampfhunderasse?

Ist ein Rottweiler ein Kampfhund? Besteht Maulkorbpflicht? Oder lässt das nur sein aggressives Aussehen vermuten? Wie ist der Charakter und die Art eines Rottweilers erfarhungsgemäß?

MfG gez. Anna P.
alias Pocahontas

Hallo Anna,
ob der Rottweiler zu den in den Listen aufgeführten „Kampfhunderassen“ gehört, ist in jedem Bundesland verschieden.
Bei uns in Baden-Württemberg nicht.
Wo wohnst Du denn?
Auf jeden Fall ist er kein Anfängerhund.
Geb doch mal Rottweiler im Google ein
mfg
Petra

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Hallo,

ob man „Kampfhunde“ anhand einer Rasse festmachen kann, ist sehr fraglich. Es gibt sicher Rassen, die sich aufgrund körperlicher Voraussetzungen (Kampfmöpse sind nicht so effektiv) und Charaktereigenschaften (nervöse, unsichere Hunde sind ungeeignet) eher zu einer Ausbildung zum „Kampfhund“ eignen als andere, aber eigentlich gilt: Kampfhunde werden gemacht, nicht gezüchtet.

Ein anderer Aspekt sind die unseligen Landeshundegesetze, welche für bestimmte, dank Sensationspresse in Verruf geratene und andere als potentiell gefährlich eingestuften Hunde bestimmte Einschränkungen vorsehen. Laut ViKa lebst Du in Bayern, sehe ich das richtig? Bayern ist ein besonders ungünstiges land für Rottweiler.

Ist ein Rottweiler ein Kampfhund?

Siehe oben.

Besteht Maulkorbpflicht?

In Bayern steht der Rottweiler auf Liste 2. Man benötigt eine Haltungserlaubnis und eine Negativbescheinigung, damit der Hund nicht als „Kampfhund“ eingestuft wird.

Oder lässt das nur sein aggressives Aussehen vermuten?

Wenn sie so da liegen, sehen sie aus wie Sofakissen. Was Du als aggressiv empfindest, ist durch Darstellung in den Medien und eventuell eigene Erfahrungen und/oder Vorurteile bestimmt. Ich finde, sie sehen nicht aggressiv aus.

Wie ist
der Charakter und die Art eines Rottweilers erfarhungsgemäß?

Der Rottweiler ist ursprünglich ein Viehtreibehund, hat auch Schutztrieb. Da er ein großer, kräftiger Hund ist, muss er gut ausgebildet und sachkundig sozialisiert sein. Ist das der Fall, ist er kinderlieb, anhänglich, geduldig, ausgeglichen und nervenstark - und eine große Schmusebacke. Das mit der Ausbildung gilt zwar für jeden Hund, aber wenn mein Dackel Amok läuft, gibt es nicht so viele Verletzte.

Für Anfänger finde ich große, kräftige Hunde i.d.R. ungeeignet, denn zum Üben sollte man einen Hund haben, dem man körperlich überlegen ist. Das sorgt für Sicherheit in unangenehmen Situationen, wie sie leider doch immer auftreten. Man lebt ja nicht auf einer Insel, sondern begegnet Leuten mit unerzogenen Hunden, Kindern, Hundehassern, Hundephobikern usw. - da muss man es sich nicht unötig schwer machen.

Gruß,

Myriam

Zitat: Oder lässt das nur sein aggressives Aussehen vermuten?

Ist ein Türke Moslem oder läßt das nur seine Herkunft erahnen?
Ist ein Russe immer Trinkfreudig oder ist das nur ein Gerücht?
Bitte laß einen Gedanken aus deinem jungen Gehirn raus. Aussehen hat nix mit Aggression zu tun. Weder beim Hund noch beim Mensch noch bei sonst einem Lebewesen.

Zitat:Wie ist der Charakter und die Art eines Rottweilers erfarhungsgemäß?

Wie ist der Charakter eines Schwaben üblicher weise?
Der eines Bayern?
Hier sind gerade 3 Rottis auf dem Hof. 1 wurde scharf gemacht= Waffe
der 2. ist total verspielt, der dritte sehr zurückhaltend und ängstlich.
Zu Deutsch, man kann eine Rasse nicht nach ihrer Herkunft beurteilen.
Das machte ein Ösi vor mehr als 60Jahren mit einer Menschenrasse.
Was daraus wurde muss ich nicht erklären. Heute aber, tauchen diese Argumente bei Hunden wieder auf. Mir schwant schlimmes

Darf ich fragen wie alt du bist?
Oder ist man im Altenpflegeberuf nicht darin geübt Menschen nicht wertend zu sehen?
Du stellst Fragen zu Hunden welche mich irritieren. Daher meine etwas provokanten Antworten.

Geh bitte in ein Tierheim, eine Hundepension und arbeite dort mit.
Hilf aus, schau dich um dann kommen solche Fragen nicht mehr vor.

Zitat: Besteht Maulkorbpflicht?
Siehe anderen Beitrag

Steffen

Ein einfaches ja oder nein würde genügen. Eventuell mit einer kurzen subjektiven Erklärung.

Du stellst Fragen zu Hunden welche mich irritieren. Daher meine
etwas provokanten Antworten.

Warum irritieren dich bitte meine Fragen??
Und statt provokant würde ich eher persönlich sagen.

Du kannst ein Tier nicht mit einem Menschen gleich stellen. Im Thema Hund habe ich wenig Erfahrung, auf Grund dessen nutze ich dieses Forum hier um dazu zu lernen. Bin dir weder rechenschaft schuldig, noch hast du ein Recht darauf über mich und meinen Beruf zu urteilen. Über was du schließlich keinerlei Kentniss hast.

Solche Antworten irritieren mich in diesem Forum. Man stellt eine Frage und hofft vom Erfahrungsschatz anderer profitieren zu können. Statt dessen kommen ellelange Antworten um den heißen Brei herum, die eigentlich gar nicht zur Frage passen. Wenn du mir keine Antwort geben möchtest, lass es doch bitte einfach.

MfG gez. Anna P.
alias Pocahontas

P. s. Habe meine Meinung hiermit geäußert und lasse mich auf keine weiteren Diskussionen ein. Also erwarte bitte keine Antworten mehr auf solch kuriose Antworten deinerseits.

Liebe Anna,

meine Vorredner haben dich ja schon über die Charaktermerkmale eines Rottweilers aufgeklärt, wobei mir hierzu noch was einfällt: Man liest immer in Hundebüchern, dass bestimmte Hunde so oder so sind oder zu sein haben. Aber das trifft natürlich nicht immer hundertprozentig auf alle Vertreter einer bestimmten Rasse zu. So hat zum Beispiel eine gute Freundin von uns einen Weimaraner, der sich für Wild überhaupt nicht interessiert (hatten die Hündin gestern noch mit auf einen Spaziergang und ein Reh rannte über den Weg - keine Reaktion) und auch ansonsten seine Rassebeschreibung anscheinend nicht „gelesen“ hat.
Zudem ist die Bezeichnung „Kampfhund“ wirklich nur für wenige Rassen tatsächlich zutreffend. Ein sogenannter Kampfhund ist ein Hund, der für Tier- und Hundekämpfe eingesetzt und gezüchtet wurde.
siehe hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Kampfhund

Du meinst wohl eher die Rasseliste:
http://de.wikipedia.org/wiki/Rasseliste

Und noch was zur Listenhundeproblematik:
Mein Freund und ich besitzen einen Cane Corso (sieht exakt so aus, wie sich der gemeine Bildzeitungsleser einen anständigen Kampfhund vorstellt), der noch dazu gestromt ist (typische Kampfhundfarbe!). Allerdings bin ich bis jetzt noch nie wegen des Hundes dumm angemacht worden. Weder hier auf dem Land wo wir leben, noch bei diversen Besuchen in Großstädten mit dem Hund. Mein Freund und ich entsprechen anscheinend nicht dem Bild des Kampfhundebesitzers. Wir sehen anscheinend zu harmlos aus. Wir werden immer nur gefragt: Oh ist das ein Boxer? Der ist aber lieb!
Und vorher haben uns alle befreundeten Hundebesitzer gewarnt, dass wir mit diesem Hund damit rechnen müssten, ständig dumm angemacht zu werden usw.

Aber warum findest du denn, dass Rottweiler aggressiv aussehen??

Gruß, Maja

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Hallo Anna,

nimm Steffen seine Antwort nicht übel, er meint das bestimmt nicht persönlich.
Wenn du heutzutage Hundebesitzer bist, oder mit Hunden zu tun hast, begegnest du ständig haarsträubenden Vorurteilen und Ansichten, daher ist bei bestimmten Fragen die Zündschnur dann irgendwann recht kurz.
Die Menschheit hat anscheinend den normalen Umgang mit Tieren -besonders mit Hunden- verlernt - sie werden in Schubladen gesteckt, oder zu Moderassen, Arbeits- Gebrauchs- oder Jagdhunde werden als Familienhunde in Stadtwohnungen gehalten, weil sie gerade im neusten Kinofilm so süß daher kommen, sie haben jederzeit so zu reagieren, wie es in der Rassebeschreibung steht (z. B. Labrador ist kinderfreundlich, Collie hat keinen Jagdtrieb usw.) und dürfen sich überhaupt nicht „tierisch“ verhalten - nein- sie werden nach menschlichen Maßstäben beurteilt. Und das Schlimmste ist: Werden sie durch den Menschen verdorben, hat natürlich der Hund Schuld, denn in der Rassebeschreibung stand doch, das er sich so und so zu verhalten hat.

Gruß, Maja

Hi

  1. ich kenne den Pflegberuf besser als du glaubst(2 gute Freundinnen sind Ausbilderinnen darin)Bin keine 20 Jahre alt sondern etwas länger Freiberufler und bekam in viele Bereiche durch Ausbilder gute Einblicke.
  2. Ich schreibe extra daß es mich irrtiert und ich provokant in diesem Fall bin. Wenn dir das zu persönlich ist… mei jeder hat seine Schmerzgrenze.Ich hab versucht damit von Anfang an den Sprengstoff raus zu nehmen.
  3. Ich stelle die Ursache für Angst gegenüber Minderheiten und Hunden auf eine Stufe da sie die gleiche Ursache haben(Angst)
  4. Wer hier Fragen stellt muss damit leben daß er hinterfragt wird.
    Dies oft konsequent und nachhaltig. Gerade Junge Menschen werden hier auf Herz und Nieren geprüft denn wir schützen hier Hunde und andere Tiere vor Leid in dem wir hinterfragen.

Insb. wenn man wie schon erwähnt(anderer Beitrag), wie ich täglich seit mehr als 12 Jahren jetzt, Hundehalter und Anfänger vor der Nase hat.
Jeder fängt klein an. Nur dann muss er mit klaren Worten leben können und nicht die beleidigte Leberwurst spielen.

Steffen

Hallo,

Hunde wurden früher in erster Linie als Arbeitstiere gezüchtet und gehalten. Wert wurde daher in erster Linie auf die Charaktereigenschaften gelegt, die für die jeweilige Aufgabe benötigt wurden. Das Aussehen, kam erst an zweiter Stelle.

Für manche Aufgaben war es notwendig Hunde zu haben, die ausdauernd, unerschrocken, bisweilen selbständig handelnd waren und auch eine hohe Schmerztoleranz hatten.

Andere Aufgaben, andere Charaktereigenschaften…je nachdem wurden dann eben Hunde bei denen gewünschte Charaktereigenschaften besonders ausgeprägt waren selektiv verpaart um möglichst gute Arbeitstiere zu bekommen, die die ihnen anvertrauten Aufgaben bewältigen konnten.

Die Herkunft und Arbeitsgebiete der vermutlich von Dir unter „Kampfhund“ gemeinten Rassen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Rottweiler
http://de.wikipedia.org/wiki/American_Pit_Bull_Terrier
http://de.wikipedia.org/wiki/Staffordshire_Bullterrier
http://de.wikipedia.org/wiki/American_Staffordshire_…
http://de.wikipedia.org/wiki/Bullterrier

Ein paar Beispiele für Hunde mit ähnlichen Anlagen, wer hätte das vermutet…
http://de.wikipedia.org/wiki/Boxer_(Hund)
http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Dogge
http://de.wikipedia.org/wiki/Hovawart

Selbst auf kleinere Terrier passt die ganz oe Beschreibung, da sie aufgrund ihrer geringen Größe den nötigen Mut mitbringen mußten um die ihnen übertragenen Aufgaben zu meistern…die sprichwörtliche Selbstüberschätzung, oder auch der Spruch „diese Hunde sind nur von außen klein“(wird hauptsächlich über den Jacky gesagt) war also ursprünglich bewußt so gezüchtet.

http://de.wikipedia.org/wiki/Jack-Russell-Terrier
http://de.wikipedia.org/wiki/Yorkshire-Terrier
http://de.wikipedia.org/wiki/Bedlington_Terrier
http://de.wikipedia.org/wiki/West_Highland_White_Ter…

Bei Herdenschutzhunden sieht das Ganze nicht viel anders aus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Kuvasz
http://de.wikipedia.org/wiki/Komondor
http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%87oban_K%C3%B6pe%C4…
http://de.wikipedia.org/wiki/Beauceron
weitere:
http://de.wikipedia.org/wiki/Herdenschutzhund

Ein Hund ist heutzutage nicht per se ein Kampfhund, inzwischen kommt es vielmehr auf das Aussehen an, da die Hunde ihre Arbeitsgebiete mehr und mehr verloren haben…aus den arbeitslosen Hunden wurden sozusagen Models.
Vielen Rassen sind trotzdem noch Ansätze ihrer rassegschichtlichen Abstammungen anzumerken, so dass man die Charakterzüge relativ grob noch beschreiben kann.

Was aber letztenendes aus einem Hund wird, haben sachkundige Züchter, sowie Halter in der Hand. Auch ein Großpudel oder ein Spitz können in den falschen Händen zur Gefahr werden, ganz zu schweigen von den vielen Angstbeissern, die da draussen herumlaufen.

Ich persönlich finde nicht, dass ein Rotti aggresiv aussieht…er ist vielleicht eine imposante Erscheinung, das sagt aber nichts über sein individuelles Wesen (Anlage+Erziehung(inkl.Umwelt))

Ein jeder Hund sollte mit Sach- Hunde- und Menschenverstand gehalten und geführt werden, damit er ausgeglichen und wesensfest durchs Leben gehen kann und nicht als Statussymbol verschiedenster Gesellschaftsschichten.
Denn es ist letztendlich jeder Hund das, was man aus ihm macht.

Gruß
Maja

Hallo Petra,

Deine Fragen sind ja schon beantwortet worden…

Hinzufügen möchte ich aber noch, daß in den meisten Fällen der Hund das Spiegelbild seines Halters ist… der Hund trägt das nach aussen, was in seinem Herrchen/Frauchen vorgeht und wie er erzogen wurde.

Ich habe seit Jahren Rottweiler. Meinen ersten Rotti habe ich beim THW geführt.
Meine jetzige Rottidame ist das Schlafkissen meiner beiden Chihuahuas…

Rottweiler können mitunter das Auftreten einer Schlaftablette haben (artgerechte Erziehung vorrausgesetzt kann sie nix aus der Ruhe bringen…) Aufgrund ihrer Körpermasse und Beißkraft sind sie aber furchtbar im Zorn.

Wenn noch Fragen auftauchen… her damit

:wink:

GreenQueen

Selbst auf kleinere Terrier passt die ganz oe Beschreibung, da
sie aufgrund ihrer geringen Größe den nötigen Mut mitbringen
mußten um die ihnen übertragenen Aufgaben zu meistern…die
sprichwörtliche Selbstüberschätzung, oder auch der Spruch
„diese Hunde sind nur von außen klein“(wird hauptsächlich über
den Jacky gesagt) war also ursprünglich bewußt so gezüchtet.

Da kann ich dir absolut beipflichten. Ich habe zwei „Jackys“ und die sind kleine Kampfmaschinen (allerdings hat einer von denen eine Jagdhundeausbildung, die seine Charaktereigenschaften noch mehr förderte. Der Dachs auf unserem Grundstück ist irgendwann entnervt ausgezogen).

Ein jeder Hund sollte mit Sach- Hunde- und Menschenverstand
gehalten und geführt werden, damit er ausgeglichen und
wesensfest durchs Leben gehen kann und nicht als Statussymbol
verschiedenster Gesellschaftsschichten.
Denn es ist letztendlich jeder Hund das, was man aus ihm
macht.

Auch das stimmt 100 %. Nicht der Hund, das Herrchen ist der „Verbrecher“. Man kann durch entsprechende Erziehung selbst aus einem Pudel ein bissiges Etwas machen.

Gruss

Iru

Auch das stimmt 100 %. Nicht der Hund, das Herrchen ist der
„Verbrecher“. Man kann durch entsprechende Erziehung selbst
aus einem Pudel ein bissiges Etwas machen

Naja, und umgekehrt? 100%-ige Sicherheit? Vor ein paar Wochen selbst erlebt, wie ein bekannt älterer, gemütlicher, fauler, gutmütiger Rottweiler beim Gassi-Gehen urplötzlich zupackte und einen anderen Hund schwer gebissen hat. Blankes Entsetzen bei allen, das hätte keiner vermutet. Keiner hat den Auslöser erkannt.
Rottweiler gehören ausschließlich in erfahrenste Hände. Wenn sie zuschlagen, dann sind sie Kampfmaschinen, unberechenbar und nicht aufzuhalten. Da geht keiner mehr dazwischen.

Gruß
Der Franke

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Guten morgen
Oh wie geil ist daß denn. Es sind endlich Menschen hier unterwegs die begreifen, begriffen haben wie Hunde ticken!!!
„Der Franke“… Danke daß du mir aus meiner Seele sprichst.

Es ist einfach gesagt… es liegt am Halter…

Wenn dem so wäre würde ein Hundeführerschein ja genügen und wir hätten keine Probleme mehr.

Hunde beißen, Menschen führen Krieg und Katzen kratzen, wir sind alle Tiere auf unsere eigene Art und Weise

Gruß Steffen

1 „Gefällt mir“

Ein schönes Profil vom Rottweiler stand in der letzten Ausgabe „Der Deutsceh Hund“.

Idealer Weise ist der Rottweiler, ausgeglichen, Arbeitssam, gut anpassungsfähig, sehr menschenbezogen insbesondere auf seine Familie, genügsam, aber sehr sensibel. Er hat seinen eigenen Kopf und kann alleine wie z.B. im Bezug auf Herdenschutz oder Bewachung eines Grundstücks eine Entscheidung treffen, wenn man ihm bestimmte Dinge beigebracht hat.

Wir hatten einen Rotti und würden uns jeder Zeit wieder für diese Rasse entscheiden - eine agressionsarme Zucht (auch da wird leider gemurkst, bzw. Hunde mit höherem Potential wie bei jeder anderen Rasse auch, die sich dann für den Polizeidienst und das Militär bewährt haben und eigentlich auch nur für den Dienst gezüchtet werden sollten und nicht unbedingt in Privathände sollten) ist auf jeden Fall für die Familie geeignet. Unser Rotti war die meiste Zeit mit mir unterwegs - Stadt, Beruf, Privat - auf Festen etc. und ist nie aufgefallen. Auch bei einer Gartenparty hat er sehr geduldig mit den Kindern gespielt (Kinder sind aber auch sehr gut mit dem Hund umgegangen). Unser Baby hat er über alles geliebt uns sich bestens um den Krümel „gekümmert“.

Die Frage stellt sich hier wie bei allen Herdenschutzhunden - was leistet der Besitzer. Mit Sicherheit ist das keine Rasse, der ich am Anfang der Erziehung viel durchgehen lassen sollte - wobei hier Erziehung Liebevoll aber Konsequent heißt ohne Agression und Gewalt gegen das Tier. Ist also nix für Menschen, welche „Konflikte“ scheuen und auf ewige Widerholungen am Anfang keine Lust haben.

Ebenso muss diese Rasse mental ausgelastet werden - Spurensuchen, Geschicklichkeitsspiele, neue Kunststücke etc… lass Dir was einfallen - hat der lange Weile , wirds ein Problem.

Die Rottis, welche ich kenne werden alle in der Familie integriert, schlafen im Haus, nehmen am normalen Leben mit teil, kennen also auch Stadt, U-Bahn, Kinder, Tiere, Lärm etc… und sind komplett unerschrockene, zuverlässige Begleiter.

Setzt man so ein Tier hingegen auf ein Gelände und kümemrt sich nicht drum, wirds natürlich, unabhängig von der Rasse zu Beissvorfällen kommen, wenn es mal vom Gelände runter kommt, da es mit der Situation im Freien total überfordert ist. … wie übrigens jede andere Rasse auch.

Ich bin der Überzeugung, dass viele Spinner das Wesen dieser Rasse und einiger anderer Rassen falsch einschätzen, da das große gedrungene Wesen und das imposante Auftreten meinen lässt, es handel sich um ein Tier, welches man rüde anpacken könne und welches vieles ab kann - ich habe die Erfahrung gemacht, dass diese Riesen ganz schön sanft und empfindlich sein können und sehr schnell geknickt sind und die Welt nicht mehr verstehen. Eigentlich im Vergleich zu anderen Rassen richtige Sensibelchen.

Bei den ganzen Diskussionen um Rasselisten bin ich eher dafür mal die Halter zu checken und diese mit Hundesteuer zu belegen - die steigen jetzt nämlich in einigen Bundesländern auf Terrier um die an sich schon chaotischer und agressiver sind, weil einfach hektischer.
Interessant ist auch, dass der Rotti bei uns in RLP ein ganz normaler sehr häufig gesehener Hofhund ist und hier kaum Probleme verursacht, weil er in der Regel eben zu den landwirtschaftlichen Betrieben dazu gehört um den Hof im Auge zu behalten etc…alleine bei uns im Umfeld käme ich bestimmt auf 15-20 Hunde - alle nett und in der Familie aufgeachsen.

Die Rassebeschriebung findest Du auch bei den beiden Verbänden

http://www.sdrv.info/sdrv.ev/html/rottweiler_-_rottw…

http://www.adrk.de/5_rassekennzeichen.htm

Unterschiedliche Ziele, aber dennoch ist das Ziel einen ausgeglichenen Hund zu züchten.

Mehr Meinnunngen von Rottibesitzern findest Du unter www.Rottweiler.de Da kannst Du Dich auch mal informieren, was der Hund auch im positiven Sinne beim THW, DRK etc. leistet, weil er eben sehr ausdauernd und nervenstark ist.

Jaja, und so einn Rotti sitzt jetzt u.a.a total leib und nett im TH - hatten Türken (ja, die Türken in einem etwas zweifelhaften Milieu hier in der Region tauschen gerade die Staffs gegen Rottis ein) gekauft um ihr Grundstück zu bewachen und nach 9 Monaten haben sie ihn ins TH gegeben - der bewacht ja gar nicht!!! EIn Glück für den Hund!!! Der kann so noch im jungen ALter was lernen…und wie blöd muss man als Besitzer sein, zu glauben , dass ein Welpe ohne Bezug zu seinem Besitzer irgend etwas bewacht? DAs wäre genauseo, wei wenn ich unser Baby 3 Wochen alleine zu Hause lasse und ihm erkläre, dass wir jetzt in den Urlaub fahren und es bitte auf das Haus aufpassen soll…

Hallo Anna,

jetzt muss ich mich auch mal in diese Diskussion einmischen…
Erstmal gibt es diesen Begriff „Kampfhund“ überhaupt nicht. Es ist wirklich schade, einige Hunde in eine Schublade zu stecken. Wie ich weis, ist der Rottweiler in Bayern und eventl. in Hessen auf der Liste. Das heißt auf jedenfall Leinenzwang. Jeder Hund ist so gut wie
sein Herrchen bzw. Frauchen.

lg Sonne8

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