Rotweinflecken

Hallo!

Habe schon wieder ein Fleckenproblem: was macht man gegen Rotweinflecken auf einem hellen Pulli?

danke schon im voraus!
gruß phaidra

Hallo
Habe nur Erfahrung mit Rotweinflecken auf hellem Wollteppich. Da hilft, falls die Flecken schon trocken sind, nochmal anfeuchten und reichlich Salz drauf. Viel Glück.

Hallo Phaidra,

ich fürchte, das mit dem Salz klappt nicht. Zwar bekommt man immer wieder diesen Tipp. Aber Salz hilft nur bei ganz frischen Flecken, und auch dann nicht bei allen Materialien. Ich würde einen Wollpullover in Milch oder Buttermilch mindestens 24 Stunden einweichen (nicht nur den Fleck, sonst gibt es vielleicht Ränder) und dann mit einem milden Waschmittel (Wollwaschmittel) nach Vorschrift waschen.

Gruß

Irene

hI!

Habe schon wieder ein Fleckenproblem: was macht man gegen
Rotweinflecken auf einem hellen Pulli?

Ich hab schon oft Erfolge mit Weiszwein erzielt: Den Fleck mit der Hand bissle auswaschen - nur mit Weiszwein statt Wasser …
Danach nochmal in die Maschine und fertsch isses!

Viel Erfolg,
der Eidechsenlord

Hallo,

da man den Pulli ja gut transportierne kann, solltest Du ihn möglichst schnell (genereller Rat!) in eine Reinigung bringen, die einen Detacheur (eigener Meistertitel) beschäftigt. Also nicht so ein Express-Laden, der nur Standardsachen macht, sondern einen richtigen Meisterbetrieb, der sich hierauf versteht. Die haben die nötige Erfahrung, damit nur der Fleck rausgeht, und nicht der ganze Pulli sich auslöst. Selbstversuche würde ich, wenn Dir der Pulli lieb ist, lieber unterlassen.

Salz und Weißwein sind nur eine Notlösung, wenn man nichts besseres griffbereit hat bzw. bei Teppichen und Polstern, die sich nicht so leicht transportieren lassen. Dabei Salz immer nur so verwendet, dass man zunächst die stehende Flüssigkeit mit Lappen oder Schwämmen wegnimmt (nur tupfen, bloß nicht reiben!), und dann das Salz großzügig darübergeben und leicht einreiben. Habe hiermit schon erstaunliche Erfolge erzielt (und tolle Geschichten erlebt: Saß ein Mann im Restaurant und salzte sich das Gemächt …)

Weißwein oder besser Zitronensaft (es geht hier um die Säure) kann man vorsichtig bei trockenen Flecken versuchen, sind aber auf sehr hellen Untergründen nicht besonders erfolgreich.

Die tollen speziellen chemischen Fleckenteufel sind sehr wirksam, gehen aber mit dem Material auch nicht gerade zimperlich um.

Gruß vom Wiz

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Hallo Wiz,

die einen Detacheur (eigener Meistertitel) beschäftigt. Also
nicht so ein Express-Laden, der nur Standardsachen macht,
sondern einen richtigen Meisterbetrieb, der sich hierauf
versteht. Die haben die nötige Erfahrung, damit nur der Fleck

  1. heißt der Meister immer noch Textilreinigungsmeister
  2. ein meisterloser Betrieb heisst Schnellreinigung und darf sich nicht Textilreinigung nennen
  3. ist der Namensunterschied heute i.A. der einzige Unterschied zwischen einem Meisterbetrieb und einem meisterlosen Betrieb
  4. Rotweinflecken: gehören wie Blut und Essig zu den gerbenden Stoffen, die beim Reinigen nicht rausgehen, aber beim Waschen sehr wohl. Es kommt also darauf an, ob der Pulli gewaschen werden kann. Falls nicht, kommt tatsächlich nur die nachträgliche Detachur in Frage, die aber jeder machen kann der seit einigen Monaten in einer Textilreinigung arbeitet oder einen Kurs beim DTV (Deutscher Textilreiniger-Verband) gemacht hat. Ein Meistertitel ist zwar nützlich, aber noch lange nicht ein Nachweis, dass in dem Laden nicht gepfuscht wird.

Selbstversuche würde ich, wenn Dir der Pulli lieb ist, lieber
unterlassen.

Dem stimme ich 100% zu.

Grüsse

Sven

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Hallo Sven,

also was den Meistertitel angeht, so gab es IMHO zumindest auch mal den getrennten Titel für Detacheure, denn ich meine mich daran erinnern zu können, dass bei einem Kunden (großer Reinigungsbetrieb) vom Senior hierfür ein getrennter Meisterbrief an der Wand hing. Wäre dann aber natürlich auch schon etwas älter (Der Guteste ist inzwischen deutlich über die 70). Und was den Unterschied angeht, möchte ich mal auf die diversen Vergleichstest diverser Institutionen und Fernsehsendungen der letzten Jahre verweisen. Ergebnis: Bei den gewerblichen Betrieben war Fleckentfernung immer eine reine Glückssache (Ausnahmen bestätigen die Regel). Bei Meisterbetrieben, wo ein Stück speziell zur Fleckentfernung abgegeben wurde, jedoch war der Erfolgsgrad sehr hoch. Klar, auch da wird mal geschlampt, aber wenn man jemandem ein erstes Auswahlkriterium an die Hand geben soll, dann würde ich es eben mit dem Meisterbetrieb versuchen, und auch da möglichst nicht die große Kette, die eher gewerblich arbeiet, sondern eben den noch richtig handwerklich orientierten Betrieb, wo der Chef oder die Cheffin selbst im Laden steht und das nötige Handwerkszeug bei der Hand ist.

Der frühere Kunde von mir hat eine ziemlich große Kette, ließ es sich aber zumindest noch vor ein paar Jahren nicht nehmen, speziell zur Fleckenbehandlung abgegebene Waren persönlich zu bearbeiten.

Gruß vom Wiz, der übrigens wenig vom Kasernenhofton 1. Heißt es immer noch …, 2., 3. hält :wink:

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danke!
vielen Dank! Werd mal gleich die Sachen ausprobieren. Teuer war der Pulli nicht, deshalb lohnt sich Reinigung nicht wirklich.

phaidra