Roulette

Hi Frank,

Hallo,

mich deucht, wir missverstehen uns…

mag schon sein, das der OP das meinte.
Aber er hat eben nicht recht. Gerade nicht theoretisch.

Aber praktisch.

Erstens weil das Roulette kein Gedächtnis hat,

Behaupte ich ja gar nicht.

weil zweitens zwar die relative Häufigkeit von rot gleich
der von Schwarz ist, die absolute aber logarithmisch zunimmt,

Uhm, relativ… absolut… *Kopfkratz*… sorry, zu lange her.

und weil
drittens überhaupt nicht gesagt ist, das der Tisch fair ist.

Darauf will ich ja hinaus. Bei genuegend vielen Versuchen kann man aus der Haeufigkeit auf die Wahrscheinlichkeit schliessen. Das eine Wahrscheinlichkeit ungleich 50% nur bei kaputten/manipulierten Tischen moeglich ist steht ausser Frage. Ich spekuliere auf den Defekt. Praktisch ist die Wahrscheinlichkeit von exakt 50% aus technischen Gruenden (Mess-, Fertigungsfehler) sowieso nicht zu erreichen. (Die IIRC 62% des OP sind natuerlich utopisch.)

Auf den dritten Grund deutete ich mit meiner Aussage hin, ich
würde bei einer Münze, die 100 mal hintereinander auf Kopf
fällt, wieder auf Kopf setzen.
Um das Argument auf die Spitze zu treiben: Angenommen, seit
Menschengedenken wäre jede jemals geworfene Münze auf Kopf
gefallen. Würdest DU auf Zahl setzen?

NEIN! Eben nicht. (Ich wuerde schlussfolgern, dass Muenzen gar keine Zahl haben bzw. die nicht beobachtbar ist.) Wenn ein Tisch bei 100% (allgemein >50%) der (_vielen_) Versuche rot bringt wuerde ich auch wieder auf rot setzen. Ich bin reich!

Gruss vom Frank.

jau
Hallöchen,

Das stimmt. Trotzdem setzen jede Woche unglaublich viele
Menschen auf bereits dagewesene Kombinationen.

Woher hast du diese Info, das würde ja der o.g.
Milchmädchen-Logik wiedersprechen? Das einzig Gesicherte beim
Lottospielen scheint mir, dass viele Leute gewisse „Muster“
auf dem Schein sowie „besondere“ Zahlenreihen (z.B.:
1,2,3,4,5,6) ankreuzen.

doch, das ist der Fall. Die Lottogesellschaften machen das Spielchen mit und veröffentlichen Tabellen mit den am häufigsten und seltensten gezogenen Zahlen. http://www.lotto.de/content/s/lotto/statistik/

Was man anhand solcher Tabellen lernen kann, ist, daß selbst bei 50 Ziehungen jährlich nicht zur Erreichung einer akzeptablen Grundgesamtheit reichen: Die Unterschiede bei den Häufigkeiten sind ja nun teilweise beträchtlich.

Und wer an sowas glaubt ist doof und sollte sich an der „2“ ein Beispiel nehmen, die mittwochs zu den seltensten und samstags zu den häufigsten Zahlen gehört.

Gru0ß,
Christian

Hallo Frank,

me culpa. Ich habe Dein posting wirklich nicht genau genug gelesen.
Es stimmt schon, wenn man durch genügend häufige Spiele die Hypothese festigt, daß rot häufiger kommt als schwarz, gewinnt man. Aber nur dann, wenn die Abweichung von der 50% Wahrscheinlichkeit größer wäre als 1/38, nämliich dem Verlust durch die Null. Und so gut sind die Tische bestimmt.

Leibe Grüße,

Max

Also ich kenn nur Tische mit einem Mindesteinsatz von 2/5/10
Euro [vormals 5/10/20 DM] und selbstverständlich kann ich das

Oft ist aber der Mindesteinsatz auf Zahlen bezogen. Und die
Farben haben einen anderen Mindesteinsatz, war bei mir jedenfalls
in Deutschen Casinos so. Aber wollte nicht verallgemeinern,
soooo oft hab ich auch noch nicht gespielt, man verliert zu
schnell Geld. :smile:

Gruß
Mercutio