Rouseberg

Hallo!
Übersetze einen Roman, der 1364 AD in Deutschland spielt, vage angesiedelt in Nähe Alpen (sorry, genauer hab ich’s nicht bestimmen können, muss vielleicht nocheinmal den Autor kontaktieren).

Jetzt befinden sich die "Helden auf einem Alpengipfel und kommen zu einem Weiler namens „Rouseberg“. (So einen Ort gibt’s, allerdings in unserem hiesigen Nachbarländchen, Luxemburg. Auf Deutsche wäre das „Rosenberg“.)

Da eine der Personen meint, das wäre ein schlechter Name für einen Ort, vermute ich, es soll auf den Rosengarten des Zwergenkönigs Laurin angespielt werden. Schrieb man MHD Rose = Rouse?
Gruß,
Eva

Hallo Eva!

Schrieb man MHD Rose = Rouse?

Im Mittelhochdeutschen schrieb man alles so, wie man’s sprach. Deshalb ist die Rechtschreibung nicht einheitlich, weil es ja schon damals unzählige Dialekte gab.
Der Diphthong „ou“ tritt im Mittelhochdeutschen immer dort auf, wo im Neuhochdeutschen „au“ steht. Es könnte sogar sein, dass es damals schon als „au“ gesprochen wurde. Dann stellt sich aber die Frage, ob irgendjemand „Rose“ als „Rause“ ausspricht.
Der berühmteste mittelhochdeutsche Dichter Walther von der Vogelweide sprach „Rose“ offenbar genauso aus, wie wir es heute tun, und schrieb daher „rôse“:

Bî den rôsen er wol mac,
tandaradei,
merken, wâ mirz houbet lac.

(zitiert von http://de.wikipedia.org/wiki/Under_der_linden)

Liebe Grüße
Immo

Hallo,

Schrieb man MHD Rose = Rouse?

bei Lexer ist die Schreibweise „rous“ zu finden:

rôse swfm. … rose, … s. noch: rôse, rôs, rous
http://germazope.uni-trier.de/Projects/WBB/woerterbu…

Gruß
Kreszenz

Danke @ beide :smile:
.