Routenplanung beim Menschen

Hallo zusammen,

ich suche nach Informationen zu eventuell vorhandenen Untersuchungen wie Menschen auf einer Landkarte navigieren und eine Route planen.
Im Gegensatz zu algorithmischen Methoden (z.B. Dijkstra) die in der Informatik recht schnell bei umfangreichen Kartenmaterial zu Problemen führen können, haben Menschen alleine durch das Betrachten einer Karte in der Regel keine Problem den kürzesten bzw. besten Weg zwischen zwei Punkten zu finden.
Gibt es also irgendwelche Diplom-, Doktorarbeiten, etc. die sich mit diesem Thema befassen?

Gruß Mike

Hallo Mike,

ich kann Dir keine wissenschaftliche Arbeit dazu geben, aber kann Dir sagen was Menschen (wie ich :o)anders als Routenplaner machen.

Wenn Du mir und einem Routenplaner alternative Routen vorgibst werden wir beide unterschiedlich entscheiden.
Der Routenplaner weiss nur die erlaubten Geschwindigkeiten und Distanzen der Strecken und berechnet daraus die schnellste Strecke.

Ich als Mensch hingegen kann zwar die Streckenlängen nicht so präzise erfassen, aber dafür andere Gewichtungen hernehmen:

Datum und Uhrzeit der Reise: Ist auf bestimmten Routen (innerorts) mit Berufs- oder (Autobahn) Ferienreiseverkehr zu rechnen?
Geht die Straße durch wenig oder viel bebautes Gebiet?
Gibt es Besonderheiten (Mautstelle) die die Reisezeit verlängern?
Eine kurvenreiche Strecke ist langsamer zu fahren und zählt von der Entfernung mit dem Faktor 1,5 bis 2.
usw.

Natürlich kann ich als Mensch meine Gewichtungen ungünstig legen und zu einem suboptimalen Ergebnis kommen.

Gruß
Gerold

Wenn Du mir und einem Routenplaner alternative Routen vorgibst
werden wir beide unterschiedlich entscheiden.

Rictig, ich denke aber, das liegt daran, dass Menschen emotional entscheiden können.

Der Routenplaner weiss nur die erlaubten Geschwindigkeiten und
Distanzen der Strecken und berechnet daraus die schnellste
Strecke.

Würden Mensch und Computer nicht gleich entscheiden, wenn beide nur Geschw. & Distanz kennen würden?

Ich als Mensch hingegen kann zwar die Streckenlängen nicht so
präzise erfassen, aber dafür andere Gewichtungen hernehmen:

Wenn davon ausgegangen wird, du der Mensch mehr Infos zur Verfügung hat, kannst du keinen Vergleich ziehen. Das ist wie wenn du Äpfel mit Birnen vergleichst.

Datum und Uhrzeit der Reise: Ist auf bestimmten Routen
(innerorts) mit Berufs- oder (Autobahn) Ferienreiseverkehr zu
rechnen?
Geht die Straße durch wenig oder viel bebautes Gebiet?
Gibt es Besonderheiten (Mautstelle) die die Reisezeit
verlängern?
Eine kurvenreiche Strecke ist langsamer zu fahren und zählt
von der Entfernung mit dem Faktor 1,5 bis 2.
usw.

All diese Infos kann man auch einem Rechner füttern. Man kann auch all diese Faktoren (vermutetes Verkehrsaufkommen, Bebauung, Mautkosten, …) Bewerten und dann mathematisch eine Lösung ermitteln.

Deshalb nochmal: Der Unterschied liegt m.E. darin, dass der Mensch (i.d.R) emotional entscheiden kann.

Ich habe dies Fragestellung aber so verstanden: Wie schafft es das Hirn eine schnelle/optimale Route auf Anhieb zu erkennen. Ich denke das liegt damit zusammen, dass man darauf trainiert ist, dass gelbe/rote/dicke Straßen auf Karten gut befahrbar sind, und man deshalb gleich darauf fixiert ist. Und wenn die Straßen nicht gerade/direkt gebaut wären, würde auch der Mensch nicht sofort eine Route finden. Beispiel: Labyrinth. Hier kann der PC allerdings genauso die beste Route ermitteln wie bei einer normalen Karte…

Grüße,
Klaus