Hallo auch,
eigentlich ist das simpel, aber der Teufel steckt im Detail. Erst mal habe ich nach kurzem Nachdenken Deinen Hinweis auf Router 1 und PPPOE als irrelevant abgehakt. Du hast vermutlich die normale Internetanbindung … auf der DSL Seite irgendeine internationale (nicht 192-er) Provider-Adresse, auf der inneren Seite des Rouetrs eine 192.168.2.1, Router ist Standardgateway und DHCP für alle Clients in 192.168.2.0er Netz. Außerdem gehe ich stillschweigend davon aus, dass auch die 192.168.2-er CLients mit den 192.168.0-er Clients können sollen und umgekehrt. Die Router-Adressen lege ich der Lesbarkeit der Beispiele halber mal einfach auf 1 und 254 fest.
Was Du aufbauen müsstest wäre:
- einen weiteren Router aufbauen, der *nur* LAN Routing macht, und zwar wirklich nur LAN Routing. Er bekäme 2 IP Adressen:
192.168.2.254
192.168.0.1
Optional sollte er noch DHCP für 192.168.0-er Clients spielen können.
Routing-Konfig für Clients im 192.168.0-er Netz wäre einfach: Standard-Gateway nach 192.168.0.1, DNS auf den 192.168.2.1, fertig. Für die bestehenden 192.168.2.0-er Clients wirds etwas kniffliger, bzw. hast Du die Wahl zwischen Pest und Colera. Entweder lässt Du sie so wie sie sind, und regelst die Sache auf dem Router 192.168.2.1 (kommt gleich im nächsten Absatz), dann entsteht aber ein unangenehmes Routingverhalten („Split Route“), das wiederum einen weiteren problematischen Microsoft-Helfer (ICMP Redirect) aufweckt. Pest. Sauberer wäre es, auf jedem 192.168.2-er Client mit Route -p einen statischen Routing-Eintrag einzutragen: 192.168.0.0/255.255.255.0 --> 192.168.2.254. Das kann bei potenziell 253 Clients ganz schön Zeit kosten, Du brauchst Admin Rechte, und es ist bei vielen simplen IP Geräten wie z.B. Netzwerkdruckern technisch unmöglich, da diese keine lokalen Routen können. Cholera.
Nun zum Internetzugang. Wenn der zusäzliche Router steht (siehe nächsten Absatz) wäre die Aufgabe einfach: im Router 192.168.2.1 brauchts „nur“ eine Rück-Route für den Traffic ins neue Netz:
192.168.0.0/255.255.255.0 --> 192.168.2.254.
Dumm gelaufen, praktisch alle Consumer-Router die aich kenne routen nur richtung Internet, und lassen lokales Routing nicht zu, weil der 08/15 User sowas weder durchschaut noch braucht. Du musst also die Doku zu Deinem Internet-Router filzen ob er lokale Routen kann, möglicherweise auch sehen ob es im Internet einen Hack gibt, die lokale Route irgendwie an der GUI vorbei in den Router zu mogeln. Vielleicht hast Du aber auch Glück und hast ein Exemplar, welches das kann.
Und zuletzt noch ein Wort zum neuen Router 192.168.0.1/192.168.2.254
dieser Router kann gar nicht dumm genug sein, und genau das ist das Problem. Geräte in der Consumer-Klasse gehen alle davon aus, dass sie immer ans Internet angeschlossen werden, und haben deshalb eine „gute“ Seite (LAN) und eine böse Seite (WAN/DSL). Dazwischen sitzt wie Zerberus eine mehr oder weniger ausgefeilte Firewall, die peinlich genau alles blockt was ungefragt von der Internetseite kommt, und dabei leider auch die 192.168.2-er Clients als Kollateralschaden blocken würde. Firewall komplett abschalten können ist also nötig. Weiters ist idR NAT aktiv, muss ebenfalls abgeschaltet werden, und die „äußere“ WAN Schnittstelle fix konfiguriert auf IP Adressbezug per Internet PPP. Dass man den ganzen Quark abschalten und manuell konfigurieren kann ist nicht unbedingt üblich.
Das Ganze ist also weniger ein Problem der Konfiguration, sondern mehr ein Problem den handelsüblichen superschlauen Internet-Routern, die eigentlich nur vordefiniert zugenagelte Standardkonfiguraionen unterstützen, eine Konfiguration nach eigene Vorstellungen aufzuzwingen. Du musst also Geräte wählen, die eine so freie Konfiguration zulassen. genaud eshalb sind die meisten „Experten“ vermutlich überfragt, erstens müsste man nun wissen ob es für Deinen bestehenden Internet-Router 192.168.2.1 einen Routing-Hack braucht/gibt, und über den notwendigen „inneren“ Router, ob Du bereits einen hast oder noch die Wahl hast was Du einsetzt, ist auch nichts bekannt.
Und um die Fleiß-Aufgabe, für lau geeignete Router auszusuchen, Hacks zu recherchieren und dann das ganze Werke aufzubauen und zu testen wird sich für lau niemand groß reißen, und es bestehen sowieso Zweifel ob das mit den billigen Consumer-Gerätchen von Geiz-ist-Geil, um die hier nromalerweise geht, üebrhaupt zu machen ist, weil Du je ohne offizielle Anleitung gegen ihre Voreinstellungen kämpfen musst. Eine sportliche Aufgabe ist das.
Armin.