Ein Router verbindet logische Netze miteinander. Netzwerke
sind hierarchisch aufgebaut. Mit Hubs und Switches kann man
lokale Netzwerke bilden (LAN). Ab einer gewissen Größenordnung
(Anzahl der Geräte oder räumliche Ausdehnung) muss man
Netzwerke logisch unterteilen. Dies macht man z.B. mit IP-
oder IPX-Strukturen.
Der Router sorgt auch für eine Abgrenzung der sogenannten Broadcast-Domain. Dadurch bleiben Broadcasts nur innerhalb des jeweiligen Netzes, was die Netzlast insgesamt entlastet.
In der Praxis sieht das so aus. Es gibt LAN-Router, die in
einer großen Firma verschiedene Bereiche (z.B. Produktion,
Verwaltung, Personal) verbinden. Der Router kann so
konfiguriert werden, dass nur genau definierte Verbindungen
zugelassen werden (z.B. darf kein Unbefugter mit den Rechnern
der Personalabteilung Daten austauschen).
Innerhalb des Firmen-LANs würde ich hierfür zwar eher einen Layer 3-Switch nehmen.
WAN-Router sind die bekannteren Router. Sie bilden das Rückrat
von landesweiten und weltweiten Netzwerken. In jeder Firma,
die ins Internet geht, steht ein Router, der das lokale Netz
mit dem Internet verbindet.
Richtig. Ausserdem kann man im Internet die einzelnen Router, die zwischen dem eigenen Rechner und dem Zielrechner, den man erreichen will, stehen, sichtbar machen. Wenn man nämlich mittels Traceroute den Weg verfolgt, sieht man die sogenannten ‚Hops‘, was nichts anderes als Router sind, die das Paket weiterleiten.
Ein Router muß nicht eine besondere Box sein. Jeder Rechner
mit zwei Karten (Netzwerk, ISDN, Modem) kann diese Funktion
übernehmen.
Stimmt. Die Geräte, die z.B. im Internet zum Einsatz kommen, sind dagegen spezifische Geräte mit einiger Intelligenz. Da lassen sich dann auch unterschiedliche Netzwerke miteinander verbinden, etwa ein Ethernet mit ATM.
habe schon oft was von routing Listen und Tabellen gehört,
aber nie stand genaueres darüber in den Artikeln.
Wenn ein Router ein Datenpaket weitersenden will, muss er
wissen wo sich das Ziel befindet. Router kennen verschiedene
logische Netze und haben Anweisungen wohin Datenpakete
weitergeleitet werden. Diese Info steht in den Routing
Tabellen.
Es geht sogar noch weiter. Wenn ein bestimmtes Netzwerk über mehrere Routen erreichbar ist, dann kann der Router bei entsprechender Konfiguration entscheiden, über welche Route er die Pakete schickt. Dabei spielen, je nach genauer Konfiguration, die Anzahl Hops bis zum Zielnetzwerk eine Rolle, aber auch die Verbindung. Wenn ein Netzwerk über 2 Hops via ISDN erreicht werden kann, aber auch über 4 Hops via ATM, wird vielleicht über die zweite Route gesendet. Denn es sind zwar mehr Hops, aber ATM hat eine höhere Bandbreite, wodurch die Pakete dennoch schneller ankommen.
Wichtig sind diese Routingtabellen auch für den Fall, dass eine Route mal ausfällt. Der Router kann dann versuchen, das Ziel über eine andere Route zu erreichen.
CU
Peter