Hallo,
mich wuerde interessieren, ob ein vorhandener Krebs (egal wo) Einfluss auf den allgemeinen Routine-Bluttest hat. Wenn der zurueckkommt und alle Werte (Leber, Niere, Schilddruese etc., alles was getestet wird) sind in Ordnung, schliesst das Krebs aus? Wenn nicht, ab wann macht es sich bemerkbar (Fruehstadium/spaeter)? Haengt das von der Krebsart ab?
Danke & Gruesse
Kris
Hallo,
es gibt sogenannte Tumormarker, die außerhalb der routinemäßigen Blutkontrolle ermittelt werden. Wenn du zB einen Lebertumor hast, könnten deine Leberwerte entsprechend verändert sein. Vom reinen Routinelabor lässt sich das aber nicht sagen.
Und neben den Tumormarkern werden in der Regel, wenn der Verdacht besteht, Biopsien gemacht um es histologisch noch mal unter die Lupe zu nehmen. Die ganzen Ergebnisse werden dann zusammengetragen und ergeben letztlich das Bild.
Gruss levi
Hallo Kris,
mich wuerde interessieren, ob ein vorhandener Krebs (egal wo)
Einfluss auf den allgemeinen Routine-Bluttest hat.
Für die meisten Krebsarten gilt da ein klares „nein“.
Wenn der
zurueckkommt und alle Werte (Leber, Niere, Schilddruese etc.,
alles was getestet wird) sind in Ordnung, schliesst das Krebs
aus?
Nein.
Beim üblichen Blut-Screening werden unterschiedliche Blut-Parameter bestimmt, die Querbeet Aussagen zu jedem Organ ermöglichen:
kleines oder großes Blutbild (Blutzellen, Farbstoffgehalt, Diff.),
Blutsenkungsgeschwindigkeit, oder besser CRP
Nierenwerte
Harnsäure
Leberwerte
Blutfette
Blutzucker
Diese Werte sind bei den meisten Tumoren und in den Frühstadien unauffällig.
Das Enzym LDH, wird in fortgeschrittenen Krebsstadien erhöht sein. Es ist so gesehen auch kein hilfreicher Parameter, es verschiebt dann aber die Prognostik in Richtung > ungünstig (Stad. III – IV), wenn der Tumor mit Hilfe anderer Kriterien bereits diagnostiziert wurde.
Leukämien kann man im routinemäßigen, peripheren Blutausstrich (Differentialblutbild) und mit Hilfe der Leukozytenzahl zunächst „vermuten“, bei manchen Formen auch schon eindeutig diagnostizieren, bzw. man kann so der Spur weiter nachgehen (Tumorreferenzzentrum).
Kommt es durch die Therapie zu einer Remission, d. h. der Patient ist „tumorfrei“, dann wird er ja danach regelmäßig zur Nachsorge bestellt. Hier werden neben dem üblichen Blut-Screenig stets die oder der spezielle Tumormarker mit bestimmt. Dabei wird nicht nur die Höhe, sondern die Tendenz (an- oder absteigend) des Tumormarkers betrachtet, dessen Ansteigen, wenn sich ein Rezidiv (Rückfall) ankündigt, häufig das erste Frühwarnsymptom sein kann.
Gruß, Renate