Hallo,
RS232 wird aussterben, da es zu langsam ist. Neue Hardware
speziell dafür wird schon jetzt nicht mehr entwickelt.
Wo nimmst du denn das her. Gerade eingebettete Systeme, angefangen von Telefonanlagen bis hin zu RFID-Readern setzen standardmäßig auf RS232. Nur weil moderne PCs die serielle Schnittstelle verlieren bedeutet das noch lange nicht das Aus für RS232.
USB ist
einfacher und schneller.
Einfacher? Ich finde es genauso einfach, ein Kabel in den COM-Port zu stecken, wie in das USB-Loch. USB braucht zusätzlich ne Treiberunterstützung. RS232 ist ins System integriert.
Und dass alles einfacher mit USB ist, stimmt von Entwicklerseite nunmal gar nicht. Das Protokoll ist umfangreich und beim Platinenlayout gibt es besondere Anforderungen. Hinzu kommt, dass ich für USB eben einen extra Treiber schreiben muss. Meistens funktionieren für eigene Anwendungen keine generischen Treiber.
Hinzu kommt, dass es Vendor-IDs, Product-IDs und dergleichen kostenpflichtiges braucht. Nun zwar nicht für kleine Eigenentwicklungen, aber spätestens kleinere Firmen, die USB-Geräte entwickeln wollen, können mal nicht eben 10.000$ abdrücken für ne Vendor-ID.
Außerdem ist die Beschränkung auf 5m Radius eine zusätzliche Einschränkung.
Die Spannungsversorgung ist ein
weiterer Vorteil.
Das stimmt, aber nur solange die Ströme unter 500mA bei 5V bleiben.
Einzig für spezielle Anwendungen kann RS232 noch sinnvoll
sein, weil viele Mikrocontroller eine entsprechende
Schnittstelle dafür haben und viel Software dafür existiert.
Einzig dafür? Ich denke nicht.
Was ich natürlich noch erwähnen muss, ist der Fluch und der Segen der RS232-Pegel. Die klappern ja zwischen +/-12V rum. Dadurch ergibt sich eine unglaubliche Toleranz für Störeinstrahlungen auf die Leitung. Allerdings erzeugen diese Pegelwechsel selbst üppige Störungen.
Also mein Fazit: RS232 ist nicht tot, USB ist für viele Anwendungen keine Alternative.
Günther