Rucksack packen?

Hallo Trekkies,

Ich mache einen 1-wöchigen Wanderurlaub in Spanien. Alles was ich mitnehmen muss, muss ich in einen Rucksack kriegen (Isomatte, Schlafsack, Klamotten, Kleinkram). Ich habe das Zeug schon mal einfach irgendwie in den Rucksack gepackt und ihn mal aufgesetzt. Tja eigentlich nicht so schwer, aber ich bin ja nur den Flur entlang „gewandert“. Aber jeden Tag 20-30km damit laufen, wird bestimmt nicht ganz soeinfach. Jetzt meine Frage:

  1. wie kann man noch Gewicht sparen? Bringt das Feilschen um ein paar Gramm überhaupt was? Den Löwenanteil machen ja Isomatte und Thermoschlafsack aus.
  2. Wo packt man was hin um möglichst hohen Tragekomfort zu haben? Oder is es egal.

Vieleicht habt ihr ein paar Tips für mich.

Gruss Mark

Hi Mark,

das Feilschen um ein paar Gramm bringt auf jeden Fall etwas wobei Du natürlich den Löwenanteil sparen kannst indem Du z.B. die unbequeme Schaumstoff-Isomatte statt der schweren Selbstaufblasbaren mitnimmst und statt des dicken Holofill- einen Daunenschlafsack einpackst.

Bei modernen Rucksacksystemen wird das Gewicht relativ gut auf Schulter- und Hüftgurte verteilt. Am besten ist es, Deine Sachen so zu verpacken dass sie sich gleichmässig auf beide tragenden Körperteile verteilen und trotzdem alles leicht zugänglich ist. Bei langen wanderungen mit viel Gepäck habe ich auch schon ein Stirnband benutzt. Es wird an den Schultergurten oben befestigt (oberhalb des Brustgurtes) und entlastet zeitweise die Schultern durch umverteilung des Gewichts auf die Wirbelsäule.

Happy trekking
Rolf

Hallo Mark,

schweres möglichst nahe an den Rücken packen, leichtes nach außen. So erhälts Du eine gute Gewichtsverteilung.

Zum Gewicht selbst:
So viel wie möglich zu Hause lassen, nur das notwendigste mitnehmen. Achte mal was Du an Kleidung mitnimmst. frag Dich bei jedem Stück, ob du es in der Woche brauchen wirds und ob es nicht durch ander Ausrüstungsgegenstände ersetzt werden kann. Hast Dein Wanderpartner z.Bsp. auch ein Taschenmesser dabei?

Glaub mir, sobald es bergaufgeht wirst Du jedes zusätzliche Gramm verfluchen.

klaus

Ich wundere mich, was manche Leute für überflüssiges Zeug mit sich rumschleppen! Hab schon mal einen jungen Mann gesehen, der einen Haarfön mit sich rumtrug.
Denk daran: In Spanien bist Du nicht irgendwo in der Wildnis. Wenn Du auf Deiner Wanderung feststellst, daß Du einen Gegenstand unbedingt benötigst, kannst Du ihn doch im nächsten Ort kaufen.

Hi,
hmm, das Problem kenne ich. Bei mir ist dann auch noch einiges an Schlosserei im Rucksack.

Bist du noch hier? Ansonsten ein paar Tipps:

Ich mache einen 1-wöchigen Wanderurlaub in Spanien. Alles was
ich mitnehmen muss,

muss ALLES mit auf die Wanderung, oder kannst du auch ein paar Sachen wegschliessen bzw. deponieren. (Z.B. Strassenkleidung, Kulturbeutel)

muss ich in einen Rucksack kriegen
(Isomatte, Schlafsack, Klamotten, Kleinkram).

Wo übernachtest du: Hütten, Sternenhimmel oder Biwaksack? Wie warm/nass ist es an deinem Urlaubsort? Musst du Kälteeinbrüche miteinkalkulieren (In den Pyrenäen kann es um diese Jahreszeit ziemlich „frisch“ werden) oder kannst du dann einfach abbrechen, wenn das Wetter kalt wird?

Ich habe das
Zeug schon mal einfach irgendwie in den Rucksack gepackt und
ihn mal aufgesetzt. Tja eigentlich nicht so schwer, aber ich
bin ja nur den Flur entlang „gewandert“. Aber jeden Tag
20-30km damit laufen, wird bestimmt nicht ganz soeinfach.

Für mich (72 kg) sind 15 kg Rucksack für längere Touren das Limit. Ich habe für solche Aktionen übrigens nur einen 55l-Rucksack. Ein volles 80l-Monster würde ich sowieso nicht vom Fleck bringen …

Jetzt meine Frage:

  1. wie kann man noch Gewicht sparen? Bringt das Feilschen um
    ein paar Gramm überhaupt was?

Nicht um Gramm feilschen, sonder um Kilogramm!

Den Löwenanteil machen ja
Isomatte und Thermoschlafsack aus.

Was ist mit Fressalien und Getränke??? Das sind leich noch ein paar kg. Das sollte bei guter Ausrüstungswahl auch ein grosser Anteil sein.

Meine Klamotten für 1 Woche Hochgebirge:
1 Anorak, 1 Faserpelz, 1Hemd + (evtl. 1 Ersatzhemd darauf verzichte ich oft, da Hemd waschbar), 3 T-Schirts (1 tags, 1 nachts, 1 gerade gewaschen), 2 Paar Socken, Unterwäsche (für jeden Tag frisch, da bin ich zickig), 1 Hose, 1 lange Unterhose, 1 Regenhose, (evtl. weglassen, je nach Wetterbericht und Qualität der „1st“-Hose), 1 einziges Paar Schuhe (und zwar an den Füssen) 2 Paar Handschuhe, 1 Mütze, 1 Gletscherbrille - Das isses für eine Woche. Man ist nach einer Woche zwar nicht grossstadttauglich, aber Alpinisten stinken eben.

T-Shirts und Socken kann man unterwegs waschen und auf dem Rucksack trocknen (Vorsicht, bei ungünstigen Bedingungen: es kann es über einen Tag dauern, bis das T-Shirt trocken ist. )

Zum Waschen: 1 kleine Seife, 1 halbleere Tube Zahnpaste, einen Kamm, 1 kleines Uralt-Handtuch und eine Zahnbürste, das muss reichen. (Ich habe keinerlei Rasierutensilien dabei). Pflaster und Notfallmedikamente sind sowieso dabei. Aber auch hier nur sinnvolles mitnehmen.

Isomatte und Schlafsack je nach Wunsch. Ich schleppe ab und zu eine Therm-a-rest Ultralight mit, evtl. ist aber eine Schaumstoffmatte genauso gut oder leichter.

Was ist mit Zelt, Kocher und Brennstoff???

  1. Wo packt man was hin um möglichst hohen Tragekomfort zu
    haben? Oder is es egal.

Schweres Zeug nahe an den Rücken, oft gebrauchtes nach oben - und versuche, den Schwerpunkt des Rucksackes möglichst weit unten zu lassen. Sonst schwankst du ziemlich durch die Gegend und bist unsicher im schwierigen Gelände.

Grüsse Rossi
*der dich jetzt ganz fest beneidet*

ich vergass …
… das wichtigste: Reserveklamotten und Fressalien wasserdicht einpacken, sonst wird Minimalismus im peitschenden Regen u.U. lebensgefährlich (Unterkühlung und fehlender Zuckernachschub) …