Hallo,
ich habe vor, nächstes Jahr für ein paar Wochen mit dem Rucksack durch Venezuela zu touren und wollte auf dem Rückweg noch ca. 10 Tage Zwischenstop auf Cuba machen und dort auch auf eigene Faust durch die Lande ziehen.
Frage: geht das so einfach, hat da jemand Erfahrung ?!?
Ich selbst habe einige Jahre Erfahrung als Weltenbummler hinter mir, brauche also keine allgemeinen Tipps zu Rucksacktouren. Vielmehr mache ich mir ein wenig Sorgen von dortiger Behördenseite. Kann man als Ausländer Kontakt mit denm Einheimischen aufnehmen, ohne dass diese mit Repressalien zu rechnen haben (wie man ja leider oft hört), kann man problemlos am Strand übernachten bzw. sich selbst eine simple Unterkunft suchen, oder wird man zur Übernachtung in irgendwelchen (staatl.) Unterkünften genötigt etc. etc.
War jemand kürzlich auf eigene Faust dort und kann mir dazu etwa sagen bzw. einen guten Tipp geben, wo man gute Reiseberichte von Leuten lesen kann, die selber (!) unterwegs waren (keine Helden von >Wikinger-Reisen
Hi Fritz,
ich bin vor 2 Jahren mit dem Rucksack durch Kuba gereist und alles ist wie am Schnürchen gelaufen.
Es gibt viele private Unterkünfte, die eine Lizenz haben, ausländische Touristen aufzunehmen. Ich habe damals ab 10 USD pro Nacht gezahlt, da die Besitzer hohe Abgaben an den Staat zahlen müssen. Es geht auch billiger, wenn du illegal in Unterkünften ohne Lizenz absteigst. Angebote dazu bekommst du zahlreiche. Ich habe öfters so gehaust und sehr gute wie auch eher schlechte Erfahrungen gemacht. Ihr solltet euch aber nicht erwischen lassen, sonst müssen die Betreiber der Unterkunft hohe Strafen zahlen. Am Strand schlafen, würde ich jetzt nicht so empfehlen. Ist auch verboten, aber du kannst es ja mal ausprobieren. Ich musste damals bei der Einreise die ersten drei Nächte gebucht haben. Das solltest du mal prüfen, ob das heute immer noch so ist, bzw. ob das so streng gehandhabt wird.
Grundsätzlich wirst du als westlicher Tourist mit USD in der Tasche keine Probleme mit Behörden und Aufpassern haben. Ich habe mich sehr viel mit Einheimischen eingelassen. Wenn jemand Probleme bekommt, dann eher die Einheimischen, die sich mit dem Ausländer abgeben und insbesondere dann, wenn sie mit dir Geschäfte machen. Aber keine Sorge. Die Leute wissen sich schon zu helfen. Das wirst du immer wieder staunend erfahren.
Wenn du schon weitreichende Erfahrungen mit Backpacking gemacht hast, wird dir das Reisen in Kuba sehr leicht fallen. Ich hoffe du liebst die Kultur und Menschen so wie ich.
Wenn du noch irgendwelche speziellen Fragen hast, melde dich einfach bei mir.
Ansonsten: Viel Spaß!
Gruß,
Chris
Hallo,
US Dollar solltest du nicht mitnehmen, da diese in Kuba nur noch mit immensen Aufschlag getauscht werden. Euro werden überall angenommen und problemlos getauscht. Wir haben zumindest die Erfahrung gemacht (in diesem und im letzten Jahr).
Gruss
Uschi
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US Dollar solltest du nicht mitnehmen, da diese in Kuba nur
noch mit immensen Aufschlag getauscht werden. Euro werden
überall angenommen und problemlos getauscht.
Hi Uschi,
ich sehe, die Welt in Kuba steht nicht still 
Aber wie muss ich mir das genau vorstellen. Ich habe ja damals die USD nicht getauscht, sondern mit ihnen bezahlt. Macht man das heute mit €? Wie ist das mit den Dollarläden? Sind das jetzt Euroläden? Und sind die Peso Convertibles jetzt an den Euro gekoppelt?
Mich würde ja fast ein wenig Schadenfreude überkommen, wenn die Amerikaner ihre USD in Euro tauschen, um an ihre Reisekasse zu kommen 
Gruß,
Chris
Hallo ihr 2,
erst mal vielen Dank für die Tipps.
Ja Chris, meine Frage ging hauptsächlich in die von dir angesprochene Richtung. Wie sieht es aus mit „Aufpassern“ ? Kann man mit Einheimischen problemlos Kontakt haben ? Nicht dass die Leute dort wegen meiner Aktionen Probleme kriegen und man selber ahnt nicht mal etwas davon… Genau das ist meine Befürchtung. Dass dort alles sehr „ärmlich“ ist, ist mir völlig klar und ist auch überhaupt kein Problem (wie gesagt, ich bin schon ein paar Jahre lang als >Weltenbummler[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hi Fritz,
sorry, dass ich jetzt erst antworte…
Um das Wohl der Menschen brauchst du dir meiner Meinung nach keine so großen Sorgen machen. Wie schon erwähnt, sind die Kubaner alte Füchse, die bestens wissen, wie sie Problemen aus dem Weg gehen. Es kam häufiger vor, dass ich mit einem Kubaner durch die Straßen lief und wir spontan einen anderen Weg einschlugen, wen ein uniformierter Herr in Sicht war, um unangenehme Fragen zu vermeiden.
Ich habe noch kein Land erlebt, indem sich die Menschen so wenig um die Vorgaben des Staates kümmern. Es schien mir fast als eine Art Rebellion der Menschen, genau das zu tun, was der Staat nicht gerne sieht. Man lässt sich einfach nicht erwischen. Dazu gehört auch der Umgang mit Touristen, was eine große Leidenschaft der Einheimischen ist.
Allerdings halte ich es für eine gute Idee, der unglaublich großen Versuchung der vielen hübschen Frauen zu wiederstehen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass das in Kuba besonders hart ist, aber möglich.
Touristen findest du fast überall. Gen osten wird’s etwas ruhiger. Evtl. ist es eine gute Idee, Santiago statt Havanna anzufliegen, wenn du die Kontakte zu (Pauschal- und/oder Sex-)Touristen minimieren willst. Als Ziel kann ich die Guantánamo Provinz empfehlen. In der Hauptstadt Baraccoa landen zwar auch die Viazul-Touristenbusse, aber es ist ein guter Ausgangspunkt, um die unberührten, touristenfreien Schönheiten des Landes zu entdecken.
Um Varadero solltest du einen großen Bogen machen.
Gruß,
Chris
Hi Chris,
erst mal vielen Dank für deuine Ausführungen !! Habe tatsächlich nicht mehr mit Antwort gerechnet 
Hhhm, was du schreibst (Stichwort: „Rebellion“) klingt zwar irgendwie komisch, andererseits aber auch verständlich. Nun denn, ich werd`s also ausprobieren…
Ja, dass man als Weltenbummler um Varadero einen großen Bagen machen sollte, hab ich schon zur Genüge gfehört, nur eben keine brauchbare Alternative dazu. Nach Barracoa also… Jut, aber was gibt es dort zu sehen/machen ? Ich bin nicht unbedingt ein „Strandtyp“, sondern ziehe entweder Kultur oder aber Dschungel/Natur pur vor. Kennst du einen schönen Nationalpark, wo man auch Wildlife (ohne Neckermann-Touristen) zu sehen bekommt ?
LG
Fritz
P.S. noch was: warum soll man(n) denn den Mädels „wiederstehen“ ? Solange das nicht gewerblich ist, würde ich eher sagen, dass das einer der Gründe überhaupt für Urlaub in Südamerika resp. der Karibik ist, oder…?! 
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