Nochmal huhu Verena,
Aaalso, ich muß erstmal sagen, daß ich mit Magic gefahren bin, weil mir das von anderen Rucksackreisenden empfohlen worden war und ich war sehr enttäuscht davon. Aber mal von Anfang an 
Das Prinzip von Magic (und soweit ich weiß auch von Kiwi) ist folgendes: Die fahren ihre Tour ab, kommen in der Hauptsaison einmal täglich an den einzelnen Stationen vorbei und Du kannst beliebig oft zu- und wieder aussteigen. Nachteil ist, daß sie halt die „Standard-Touristen-Routen“ abfahren, aber damit kriegst Du eh fast alles zu sehen und falls Ihr irgendwas ganz besonderes sehen wollt, könnt Ihr ja diesen Streckenteil anders (Auto, Bus) machen. Ein weiterer Nachteil ist, daß Du nicht zurückfahren kannst, die fahren halt die „Runde“ in einer Richtung und fertig. Aber damit kann man sich ja abfinden 
Ein großer Vorteil ist, daß Dir die Fahrer im Normalfall die Hostels buchen, die haben da so ne Liste im Bus, wo Du Dir aus ein paar Hostels raussuchen kannst. Er bucht das dann für Dich und üblicherweise wirst Du auch vor dem Hostel direkt abgesetzt. Wenn Du in ein anderes Hostel willst, setzt er Dich in der Nähe ab, und buchen mußt Du auch selber, aber ist unkritisch möglich.
Außerdem hast Du die Möglichkeit „Activities“ (Fallschirmspringen, Höhlentour, Seilklettern und alles andere) direkt über den Busfahrer zu buchen. Dabei ist auch wieder der Vorteil, daß Du Dich um nix kümmern mußt und das manchmal minimal billiger ist, als wenn Du’s selber buchen würdest. Außerdem ist der Vorteil, daß der Bus dort wartet. Aber das Warten hat auch nen Nachteil, denn machst Du bei der Aktivität mit, stehst unter ordentlichem Zeitdruck, was ich teilweise sehr schade fand. Machst Du nun nicht mit, mußt Du unter Umständen 2 Stunden irgendwo rumhocken und warten, bis die anderen fertig sind…
Und der Fahrer erzählt auch unterwegs immer mal wieder was zu der Landschaft und irgendwelchen Maori-Legenden, was ja eigentlich auch nicht doof ist, weil man dann nicht selber lesen muß *g*
Und genau aus diesen Gründen hab ich ja auch von denen ein Ticket gekauft, ich war allein unterwegs und hab gedacht, daß das die beste Lösung ist. Mir wurde dann noch gesagt, daß Magic eher für die „älteren“ Leute ist, wobei auch da das Durchschnittsalter so um die 20 lag (also für Dich passend, ich war mit 30 eher bei den „Alten“ dabei *g*).
Nun aber zu meinen Gründen, irgendwann aus Magic auszusteigen: Zum einen haben die Fahrer zum Teil ein „Unterhaltungsprogramm“ auf die Beine gestellt, daß mich beinah an ne Kaffeefahrt erinnert hat. Das fand ich sehr unangenehm, denn wenn ich durch die schönste Landschaft der Welt fahre, möchte ich die auch genießen
Als dann dazu noch Witze auf Kosten anderer Fahrgäste (insbesondere von Ausländerinnen, die nicht so richtig gut englisch sprechen) dazu kamen, hab ich mich zurückgezogen… Aber, wie gesagt, das mag auch an mir liegen, in den Bussen waren auch Leute dabei, die das total klasse fanden! Darum wäre eben mein Rat, daß Ihr erstmal ne kurze Tour mit Magic macht (Cape Reinga, wenn Ihr in Auckland startet, beispielsweise) und schaut Euch das an, ob’s Euer Geschmack ist 
Zum Auto kann ich nicht so viel sagen, ich denke mal, realistische Autos kriegt Ihr ab 20-30 NZ$ (etwa gleich DM) pro Tag. Wohnmobile etwas teurer. Benzin ist dafür relativ günstig. Wie das mit dem neuen Führerschein bzw. dem Linksverkehr aussieht kann ich natürlich nicht beurteilen. Das müßt Ihr wissen, ob Ihr Euch die Fahrerei zutraut, ist auf jeden Fall deutlich entspannter als hier. Was ich so gehört hab, daß die Leute keine Schwierigkeiten haben und ich bin mit dem Fahrrad auch unkritisch zurechtgekommen.
Dann noch zu den „normalen“ Bussen: Da gibt’s Intercity Busse, Atomic Shuttle (nur Südinsel) und noch ein paar, deren Namen ich schon wieder vergessen hab. Das kannst Du ein bisserl mit Greyhound-Bussen vergleichen, sprich das sind reine „Transportbusse“. Die haben ihre Strecken, fahren da (zum Teil auch mehrmals täglich) entlang und die buchst Du entweder für eine Strecke oder als Buspaß (die haben da so ein seltsames Punktesystem, da „kostet“ jede Strecke eine gewisse Anzahl von Punkten und Du kaufst dann eben die Punkte). Vorteil ist, daß die mehrmals täglich fahren und der Fahrer auch schon ein bisserl was zur Umgebung sagt (aber Du weißt auch sicher, daß er jetzt nicht grad blöde Witze macht), aber sonst im wesentlichen von A nach B fährt. Natürlich mußt Du Dich sowohl um die nächste Weiterfahrt als auch ums Hotel und irgendwelche Activities selber kümmern. Aber das alles fand ich total easy. Und bei den „normalen“ Bussen triffst Du teilweise auch Rucksackreisende aber Du lernst halt auch Neuseeländer kennen, was bei Magic und Co nicht der Fall ist.
Puh! Ich hoffe, daß Dir dieser Roman irgendwie weiterhilft, sonst mail mich einfach nochmal an!
Liebe Grüße
Petzi