Habe vor ca. 10 Jahren eine Wohnung gekauft zu einen überhöhten Preis.Die Bank hätte das niemals finanzieren dürfen weil die Wohnung niemals diesen Wert hat.
Die Bank hätte sich vorher erkundigen müssen ob die Wohnung diesen Wert hat? Nun zahlen wir für eine Wohnung
die noch nicht mal 1/4 Wert hat was finanziert wurde.
Wenn kann man verklagen ?
as time goes by - Sündenbock gesucht
Wen man möchte, allerdings höchstwahrscheinlich ohne meßbaren Erfolg.
Knackpunkte: das Kreditinstitut kann finanzieren, was es will und dafür als Sicherheit akzeptieren, was es will. Welchen Wert es der Sicherheit beimißt oder auch nicht und ob es die maximale Kreditsumme daran orientiert oder nicht, ist Sache des Kreditinstitutes. Man soll es kaum glauben, aber die meisten Kredite (vom Gesamtvolumen her) werden sogar ohne Sicherheiten vergeben.
Der Käufer kauft, weil er das Objekt haben will. Welchen Wert er der Sache beimißt, ist seine Sache - und wenn er sich eine fensterlose Barracke am Arsch der Welt ohne Leitungswasser und Strom für eine Million andrehen läßt: das ist seine Sache.
Einzig, wenn es ein Wertgutachten gegeben hat, könnte man dem Ersteller etwas wollen, aber da dürfte jeder Anspruch inzwischen auch verjährt sein. Mal ganz davon abgesehen, daß Werte auch schwanken und natürlich auch stark fallen können. Oder auch sehr stark und sogar wörtlich, wenn ich da an gewisse Grundstücke in Nachterstedt denke.
Gruß
Christian
Habe vor ca. 10 Jahren eine Wohnung gekauft zu einen überhöhten Preis.
Warum ?
Die Bank hätte sich vorher erkundigen müssen ob die Wohnung diesen Wert hat?
Warum die Bank ? Ich finde der Käufer muß sich erkundigen, ob er einen angemessenen Preis zahlt oder übers Ohr gehauen wird.
Nun zahlen wir für eine Wohnung die noch nicht mal 1/4 Wert hat was finanziert wurde.
Warscheinlich war das ein Steuersparmodell.
Wenn kann man verklagen ?
Für eigene Unachtsamkeit kann man niemanden verklagen.
Leute, Leute, …
Ein bisschen frech ist das schon, so ganz selbstverständlich jemanden zu suchen, dem man die Schuld geben kann.
Andererseits haben wir es hier mit einem weit verbreiteten Problem zu tun. Reihenweise haben unbedarfte und gegenüber Fremden vertrauensselige Anleger Immobilien zu überhöhten Preisen gekauft. Vom Vermittler wurde die Anlage „schön“ gerechnet, und dem schönen Schein wurde nur allzu gern geglaubt (was keine Rechtfertigung für Kritiklosigkeit ist!).
Das Vorgehen war dabei bestens organisiert. Neben dem Verkäufer muss auch die Bank mitspielen, denn eigentlich sollte ein Hypothekendarlehen solide besichert sein. Inzwischen wurden einige Banken - zuletzt vor wenigen Tagen - deswegen zu Schadenersatz verurteilt.
Ebenso gibt es viele Juristen, diesen Markt für sich entdeckt haben und über „Anlegerschutzvereine“ Mandate akquirieren. Besser sollte man sich informieren, welche Kanzleien tatsächlich die Urteile erstritten haben.
Viele Grüße
Oliver H.
Es ist durchaus denkbar, dass es eine Möglichkeit gibt die Bank in Haftung zu nehmen. Das wird aber sehr auf den Einzelfall ankommen, die genauen Vertragsbeziehungen zwischen Verkäufer, Bank, Käufer und Makler oder Vermittler.
Das genze könnte man einem (am Besten darauf spezialisierten Anwalt) geben.
Dieser wird aber nicht für eine Erstberatungsgebühr von 200 € vier Kilo Akten sichten. Ich würde da schon mal ein paar Tausender mit zu dem Gespräch nehmen. Selbstverständlich sollte man das Risiko mit einkalkulieren, dass man „auf die Schnauze fällt“ und 5 bis 10Tausend Euro Kosten verursacht hat.
Gruß
Jörg
P.S. ich finde es immer merkwürdig, wie sich die Leute „Investments“ andrehen lassen ohne diese vorher genau zu prüfen bzw. ohne sich mit den Risiken auseinanderzusetzen. Beachtenswert ist auch hinterher immer das Geschreie, wenn dann die Schuld auf eine andere Partei geschoben werden soll dabei waren es meistens die Investoren die einfach blind unterschrieben haben, bzw. nur den Risiken ausgesetzt sind, die von vornherein erkennbar waren.
Hallo,
Andererseits haben wir es hier mit einem weit verbreiteten
Problem zu tun. Reihenweise haben unbedarfte und gegenüber
Fremden vertrauensselige Anleger Immobilien zu überhöhten
Preisen gekauft.
womit die Bank nichts zu tun hat.
Das Vorgehen war dabei bestens organisiert. Neben dem
Verkäufer muss auch die Bank mitspielen, denn eigentlich
sollte ein Hypothekendarlehen solide besichert sein.
Von Hypothek lese ich nichts und wie ein Kredit besichert wird, hängt vom Kreditinstitut ab. Wenn das einen Blankokredit gibt, wird auch niemand auf den Gedanken kommen, das Kreditinstitut hätte sich ggü. dem Kreditnehmer falsch verhalten.
Inzwischen wurden einige Banken - zuletzt vor wenigen Tagen -
deswegen zu Schadenersatz verurteilt.
Kann es sein, daß das vielleicht eher die Rolle des KI als Verkäufer bzw. Vermittler betraf?
Davon habe ich in der Frage nichts lesen können.
Gruß
Christian
Hallo,
na ja, na ja, wenn wir von einer sauberen Geschichte reden, bei der die Bank einfach nur einem guten Kunden einen Kredit für eine von ihr nicht näher untersuchte Immobilie gegeben hat, trifft das natürlich zu.
Aber es gab ja auch mehr als genug Fälle in denen man leider Banken, Maklern, … kollusives Zusammenwirken dahingehend vorgeworfen hat, Schrottimmobilien vor dem Hintergrund angeblicher Steuerersparnis an den Mann zu bringen, wobei der Verkäufer den Reibach mit dem überhöhten Kaufpreis gemacht hat, der Makler nette Provisionen (auf Basis der überhöhten Werte) eingestrichen hat, und die Bankmitarbeiter in deutlich mehr als einem Fall mit genau diesen beiden gemeinsame Sache gemacht haben, um Abschlussprovisionen für ebenfalls überzogene Finanzierungen zu kassieren - was den Banken nicht unbedingt so unrecht war, solange sie dafür Zinsen kassieren konnten. Abwandlungen in der ein oder anderen Form hat es auch gegeben. Ein nettes Beispiel aus diesem Umfeld wären die Badenia-Fälle.
Der Nachweis, dass es im konkreten Fall nicht um den zu gutgläubigen Kredit an den guten Kunden, sondern um organisierte Kriminalität handelt, ist allerdings mehr als schwer zu führen, und alleine schon der Zeitablauf spricht nicht gerade für ein positives Ergebnis.
Gruß vom Wiz
Hallo,
na ja, na ja, wenn wir von einer sauberen Geschichte reden,
bei der die Bank einfach nur einem guten Kunden einen Kredit
für eine von ihr nicht näher untersuchte Immobilie gegeben
hat, trifft das natürlich zu.
und danach sieht der geschilderte Fall für mich aus. Wenn das KI anderweitig an der Veranstaltung beteiligt gewesen wäre, hätte der Fragesteller das m.E. durchblicken lassen - und durchblicken lassen müssen.
Gruß
Christian
Hi,
wie erkenne ich denn, ob meine Immobilie den Preiswert ist? Und sicher sind nicht alle Immobilien, die man als Steuersparmodell erwirbt, Beschiss… oder doch?
die Franzi
Hallo,
da wir auch in dieser Lage sind, weis ich wie Makler einem dahin bringen, den Vertrag anzunehmen.
Zudem hat man hat es ja schwarz auf weis, da kann ja gar nichts schief gehen. Die Berechnungen super, Mietgarantie, Altersvorsorge und auch Steuerersparnis - schon tabt man in die Falle.
Wir wollten uns noch absichern, in dem wir vor der Unterschrift, nochmal nachfragten, Pustekuchen da wurden wir genauso belogen !!!
Also bitte niemanden verurteilen !!!
Gruß Pechmarie
Wenn ich nicht sicher aufgrund eigener Schlüsse erkenne, dass eine Immobilie einen bestimmten Wert hat, sollte ich nicht investieren.
Wenn ich die wesentlichen Risiken der Vermietung (wenn es sich um eine fremdzuvermietende Immobilie handelt) nicht abschätzen kann und sie trotzdem kaufe, handle ich m.E. fahrlässig. Ich springe ja auch nicht über eine Bergkuppe, wenn ich nicht weiß, ob dahinter ein Abgrund, ein Schlangennest oder einfach nur eine grüne Wiese ist. (Jedenfalls springen die meisten nicht ohne Kenntnis.)
Wenn ich eine Immobilie kaufe und darauf einen Bruchteil der Zeit verwende, die ich für einen PKW-Kauf, den Kauf eines Fernsehers, … verwende, sollte ich davon ausgehen, dass es eher wahrscheinlich schiefgehen dürfte.
Und wenn sich eine Investition ausschließlich aufgrund der Steuereffekte rechnet und erst mit ihnen, sollte ich sie eigentlich besser sein lassen - ich mache nichts, was sich nicht auch wirklich ohne die Steuereffekte rechnet. Wenn die noch ein Sahnehäubchen on top darstellen - fein. Wenn sie erforderlich sind - nicht fein.
Und ein steuergetriebenes Investment sollte ich nur tätigen, wenn ich ohne weiteres verschmerzen kann, dass dieses Investment ansatzlos zu 100% ausfällt. Wenn mir das existentiell weh tun würde, darf ich es nicht tätigen.
(Ist alles eine sehr konservative Einstellung, trägt aber dazu bei, dass ich mich mit meinen fünf Immobilien sehr wohl fühle und gerade nach der sechsten Ausschau halte…)
Lieber mal die Finger von etwas weg lassen und sich anschauen, wie sich jemand anderes daran erfreut, wenn es läuft, als sich mit einem schludrig eingegangenen Fehlinvestment die gesamte Rendite und einen Teil des Kapitals zu vernichten - ist zumindest meine Einstellung.
Guten Tag,
Habe vor ca. 10 Jahren eine Wohnung gekauft zu einen überhöhten Preis.
Selbst Schuld, wer hat Sie denn zum Kauf gezwungen?
Die Bank hätte das niemals finanzieren dürfen weil die Wohnung niemals diesen Wert hat.
Und hätte diese Bank damals nicht finanziert, hätten Sie wahrscheinlich die Bank gewechselt oder sogar hier nachgefragt, wo man eine Finanzierung her bekommt
))
Die Bank hätte sich vorher erkundigen müssen ob die Wohnung diesen Wert hat? Nun zahlen wir für eine Wohnung die noch nicht mal 1/4 Wert hat was finanziert wurde.
Hätten Sie das nicht auch tun sollen? Wenn der Kredit platzt, hat die Bank ein Risiko. Und platzt der, sind sie auch selbst Schuld. Außerdem waren Sie beim Kauf höchstwahrscheinlich mündig und erwachsen.
Wenn kann man verklagen ?
Sie sich selbst?
Hallo,
Also bitte niemanden verurteilen !!!
da der Fragesteller es nicht für nötig befunden hat, auch nur auf eine der Antworten zu reagieren, gehe ich davon aus, daß er doch nur einen Doofen suchte, der ihm die Verluste abnimmt, und nicht Opfer von Banken und/oder Vermittlern wurde.
Gruß
Christian