ist es sinnvoll, in meiner „Moppedjacke“ (die dafür eingerichtet ist) einen Rückenprotector zu haben oder könnte ich das Teil auch guten Gewissens (mir und meiner Sicherheit gegenüber) einfach weglassen?
was willst denn jetzt hören? Daß es genau so sicher ist, ohne Protektor zu fahren, wie mit Protektor? Wie viel ist dir deine Gesundheit und eine möglicherweise nach einem Sturz noch intakte Wirbelsäule wert?
Die Frage kann wohl außer dir selber keiner beantworten.
Aber noch etwas darüber hinaus: Ist es eine Textiljacke? Sitzt sie sehr eng am Körper oder eher etwas leger? Wenn sie sehr locker sitzt, dann wird sich der Protektor bei einem Sturz leicht mit der Jacke verschieben. Schon mal überlegt, dir einen Rückenprotektor nach Schildkrötenart zu kaufen?
Solche Protektoren gibts z.B. von Dainese und vielen anderen. Meiner ist von Erbo, trägt sich auch unter der Lederkombi sehr angenehm. Wenn ich ihn mal vergesse beim Jacke anziehen, dann hab ich das Gefühl, ich wär nicht ganz angezogen. Ich fahre keinen einzigen Kilometer mehr ohne Rückenprotektor. Natürlich in der Hoffnung, ihn nie zu brauchen. Aber wenns mal zum Unfall kommt, dann hab ich wenigstens alles getan, um meinen Rücken zu schützen.
eigentlich genau das, was Du mir netterweise geantwortet hast - ich brauchte nur neu die Bestätigung, daß ich nicht - wie mein Umfeld gern behauptet - mal wieder exzezssiv meinem angeblich überzogenen Sicherheitsbewußtsein erliege und das „Gürtel + Hosenträger-Syndrom“ Besitz von mir und meinem Kopf ergreift…
Danke dafür!
(Übrigens bleibt das Dingen natürlich in meiner „textil+leder-gemischt-Joppe“ - die gut paßt, ohne an mir herumzuschlottern - zusammen mit allen anderen Protectoren drin!)
ich brauchte nur neu die Bestätigung, daß ich nicht - wie
mein Umfeld gern behauptet - mal wieder exzezssiv meinem
angeblich überzogenen Sicherheitsbewußtsein erliege
Die behaupten das, weil du einen Rückenprotektor hast, oder gibts da noch andere Gründe?
Die behaupten das, weil du einen Rückenprotektor hast, oder
gibts da noch andere Gründe?
völlig richtig - meine Moppedjoppe hat die entsprechende Einrichtung, mit einem solchen versehen zu werden - was ich dann auch getan habe. Dadurch ist diese nun ein wenig schwerer als vorher. Und so ertrage ich tapfer alle Anspielungen auf „gebeugte Schultern“, „tiefe Stiefelspuren“, „Rumtragen des Sargdeckels“ usw.
Allerdings muß ich zugeben, daß ich klar dazu neige, so es denn die Möglichkeit von persönlicher Sicherheitssteigerung durch Schutzartikel und/oder -verhalten gibt, dies auch für mich möglichst in Anwendung zu bringen…
Allerdings muß ich zugeben, daß ich klar dazu neige, so es
denn die Möglichkeit von persönlicher Sicherheitssteigerung
durch Schutzartikel und/oder -verhalten gibt, dies auch für
mich möglichst in Anwendung zu bringen…
Nur für den Fall, dass dir dein Sicherheitsbedürfnis zu übertrieben vorkommt: Da mein Motorrad alltägliches Verkehrsmittel für mich ist, trage ich ab Dämmerung und bei starker Bewölkung oder Regen bereits eine Warnweste, wie man sie auch in Verbandskästen hat. Man kann es drehen und wenden wie man will: Es sieht doof auf einem Cruiser aus, aber ich werde eindeutig besser gesehen. Auf einen anständigen Rückenprotektor würde ich jedenfalls nicht verzichten.
ist es sinnvoll, in meiner „Moppedjacke“ (die dafür
eingerichtet ist) einen Rückenprotector zu haben oder könnte
ich das Teil auch guten Gewissens (mir und meiner Sicherheit
gegenüber) einfach weglassen?
Solange Du nicht stürzt, ist jeder Protektor 'rausgeschmissenes Geld. Überhaupt ist Motorrad-Schutzbekleidung nur eine riesige Geldschneiderei! Jeans und Turnschuhe, eine Windjacke und leichte Handschuhe schützen völlig ausreichend, wenn einem nicht gerade Steine, Vögel und Insekten an die Extremitäten knallen und man sich - wie schon erwähnt - nicht aufs Maul packt. Schutzhelm ist ja leider in D Pflicht.
Wenn Du jedoch stürzt, ist gute Schutzkleidung zwar keine Lebensversicherung, verringert aber das Verletzungsrisiko enorm. Und je besser der Schutz ist, desto geringer ist das Risiko. Natürlich gibt es auch verunfallte Motorradfahrer, die trotz Rückenprotektor eine Querschnittslähmung davontrugen, aber die hätten ohne womöglich nicht überlebt.
Zugegeben: Meinen Protektor (Schildkröte) lasse ich aus Bequemlichkeit meist zuhause. Wenn’s jetzt wieder kühler wird, kommt er aus Komfortgründen wieder öfter zum Einsatz. Man macht sich so wenig Gedanken…