Rückenschmerzen durch Wirbel

Hallo,

ich leide zur Zeit mal wieder unter schrecklichen Schmerzen im Rücken, im Bereich zwischen den Schulterblättern. Ich vermute, dass ein Wirbel nicht dort ist, wo er sein sollte. Ich war auch gestern mal wieder beim Arzt, allerdings nur beim Hausarzt, aber wie schon das letzte Mal bekam ich da keine nützlichen Hinweise, außer halt Bewegung, Lockerungsübungen, abnehmen. Weiß ich alles, aber im Moment brauche ich mehr Hilfe, denn es geht mir nicht gut. Ich bekam auch keine Empfehlung, zu einem Facharzt zu gehen oder irgendwelche anderen therapeutischen Maßnahmen zu ergreifen.

Bevor ich schildere, was ich für Symptome habe, die ich darauf zurückführe, würde ich Euch, die das auch schon gehabt haben, bitten, zu schreiben, wie es sich bei Euch ausgewirkt hat und was Euch dann geholfen hat. Ich würde einfach gern wissen, ob die ganzen Dinge, die mir grad das Allgemeinbefinden vermiesen, von einem verrutschten Wirbel kommen können.

Vielen Dank
Mimmi

Hallo Mimmi,

  1. zurück zum Hausarzt und Überweisung zum Orthopäden
  2. beim Orthopäden dann, nach gründlicher Untersuchung, auf ein Rezept für Krankengymnastik „hoffen“

Ein Wirbel kann nicht einfach so verrutschen - wenn überhaupt der Gallertkern in Form eines Bandscheibenvorfalls. Aber das sind meist stärkere Schmerzen.

Aber wenn du schon weißt, dass offenbar Übergewicht und Bewegungsmangel ein Problem bei dir ist, warum änderst du das nicht?

Gruß Maren

Wenn du die Überweisung für den Orthopäden hast, such dir einen, der auch Chirotherapeut ist. Wenn eine Blockade die Ursache deiner Schmerzen ist, kann er die meist mit ein paar Handgriffen lösen.
Gruß florestino

Ich würde zum Chiropraktiker gehen, grad wenn du das Gefühl hast dass irgendwas verschoben ist.
LG

Hallo,

meine Erfahrung mit Rückenschmerzen: am besten ist Bewegung und Wärme.

Wenn sich die Schmerzen erstmal „festgesetzt“ haben, d.H. Muskeln stark verspannt sind und man sie auch mit Bewegung nicht mehr locker kriegt oder garnicht mehr benutzt um den Schmerz zu vermeiden, helfen oft Sport- oder Schmerzsalben für den Anfang. Aber Bewegung ist für den Rücken meist das A und O, Zugluft ist ungünstig.
Könnte mir vorstellen, dass Dein Hausarzt nicht so daneben liegt.

Hast Du etwas zu tun, Job oder Hobby, bei dem Du in Bewegung bist?
Falls nicht, gibt es etwas, dass Dir Spaß machen könnte (Wandern oder Tanzen, Minigolf oder Gärtnern oder oder)?

Das hilft meist viel mehr, als alle Eingriffe oder Medikamente.

Gruß, Paran

Mancher Hausarzt ist so unfähig und/oder gleichgültig, dass man ihn wegen fahrlässiger Körperverletzung anzeigen - und sofort aus dem Verkehr ziehen müsste.

Mag sein, dass die Überweisung zum Orthopäden richtig ist. Ich würde allerdings zunächst mal ein MRT oder CT machen lassen (also Radiologie).

Schmerzen zwischen den Schulterblättern können übrigens auch auf ein Lungenproblem hindeuten.

Hallo,

ehrlich gesagt verstehe ich nicht, wie man beim Arzt wieder rausmarschieren kann, wenn man letztlich keine nützlichen Hinweise erhalten hat, bzw. wenn einem nicht geholfen wird.

Schließlich hat man - wie du schon sagtest - jetzt Schmerzen und eine Gewichtsabnahme und Bewegung wird da nicht sofort helfen, bzw. greift man nicht leichten Herzens zur Sporttasche, wenn einem alles weh tut.

Ärzte sind auch nur Menschen und oft genug (leider) gelangweilt, unaufmerksam etc. Aber man hat einen Mund und kann den aufmachen, durchaus auch zur Kritik.

Den Tipp mit der Überweisung hast du schon erhalten. Eine fachbezogene, zweite Meinung kann ja nicht schaden. Wie ebenfalls gesagt, könnte auch eine Blockade vorliegen, eine chiropraktische Behandlung bringt da schnell und effektiv bereits Besserung.

Sollte starke muskuläre Verspannung der Grund sein, kann u.a. auch eine Akkupunktur helfen (dies tut sie jedenfalls bei mir). Leider muss man das (teuer) selbst bezahlen. Sie „hält“ aber auch oft jahrelang. Sie ist mir aber allemal lieber, als z.B. Massagen, die mir erhebliche Schmerzen verursachen und oft wenig bringen. Ab einem gewissen Maß an Verspannung ist das oft so.

Das man darüber hinaus nicht drum rum kommt sich sportlich zu betätigen, wenn man zu Muskelverspannungen neigt, ist aber sicherlich nix neues,oder? :smile: Allerdings besser im schmerzfreien Zustand, da man sowieso sonst Schonhaltungen einnimmt und eher weniger erreicht.

Sollte der Orthopäde keine Verspannung oder Wirbelveränderungen finden, kann man immer noch zurück zum Hausarzt. Ein MRT wird m.W. ebenfalls nicht von der Kasse getragen, es sei denn es ist bereits eine Vorerkrankung vorhanden.

Vorausgesetzt man weiß, woher die Schmerzen letztendlich kommen, und es sind die Muskeln, hilft für den Augenblick meist das gute alte Ibuprofen weiter.

Gruß
Nita

Zum Chiropraktiker würde ich auf keinen Fall gehen, eher zu einem Osteopathen oder, noch besser, zu einem Dorn-TherapeuenIn.

http://www.dornfinder.org/

Mancher Hausarzt ist so unfähig und/oder gleichgültig, dass
man ihn wegen fahrlässiger Körperverletzung anzeigen - und
sofort aus dem Verkehr ziehen müsste.

Ja, es gibt diese Fälle. Aber dann geht man halt woanders hin.

Mag sein, dass die Überweisung zum Orthopäden richtig ist. Ich
würde allerdings zunächst mal ein MRT oder CT machen lassen
(also Radiologie).

Und das bezahlst du dann aus eigener Tasche? Nein? Was meinst du, wer das MRT anordnet - wenn nicht der Orthopäde?

Schmerzen zwischen den Schulterblättern können übrigens auch
auf ein Lungenproblem hindeuten.

Das hätte der Hausarzt durch Abhören z.B. klären können.

Ärzte sind auch nur Menschen und oft genug (leider)
gelangweilt, unaufmerksam etc. Aber man hat einen Mund und
kann den aufmachen, durchaus auch zur Kritik.

Stimmt - denn es ist die eigene Gesundheit - und nicht die des Arztes.

Den Tipp mit der Überweisung hast du schon erhalten. Eine
fachbezogene, zweite Meinung kann ja nicht schaden. Wie
ebenfalls gesagt, könnte auch eine Blockade vorliegen, eine
chiropraktische Behandlung bringt da schnell und effektiv
bereits Besserung.

Na ja, ich habe bei einem Dr. der Chiropraktik fast 500 € gelassen - ohne einen Erfolg. Erstmal muss man die wirkliche Ursache kennen.

Sollte starke muskuläre Verspannung der Grund sein, kann u.a.
auch eine Akkupunktur helfen (dies tut sie jedenfalls bei
mir).

Bei mir halfen 10 Sitzungen nicht.

Leider muss man das (teuer) selbst bezahlen.

Stimmt nicht - es ist bei vielen Kassen eine Therapie, die bezahlt wird, da es bei Rückenschmerzen nachweislich hilft. Muss aber ein Kassenarzt machen - mit Zusatzausbildung.

Sollte der Orthopäde keine Verspannung oder
Wirbelveränderungen finden, kann man immer noch zurück zum
Hausarzt. Ein MRT wird m.W. ebenfalls nicht von der Kasse
getragen, es sei denn es ist bereits eine Vorerkrankung
vorhanden.

Wenn ein Arzt ein MRT für notwendig hält, wird es selbstverständlich bezahlt. Was meinst du, warum man dort so lange Wartezeiten hat. Und dafür braucht man keine Vorerkrankungen.

Vorausgesetzt man weiß, woher die Schmerzen letztendlich
kommen, und es sind die Muskeln, hilft für den Augenblick
meist das gute alte Ibuprofen weiter.

IBU hilft allgemein gegen Schmerzen - nicht nur gegen Muskelschmerzen. Ist aber keine Lösung. Dehnübungen, leichtes Kräftigungstraining kann man auch mit Beschwerden machen. Und weiterhin Ruhe einhalten verstärkt die Probleme höchstens.

Gruß Maren

Ja, es gibt diese Fälle. Aber dann geht man halt woanders hin.

Was aber voraussetzt, dass man die Qualität des Hausarztes richtig beurteilen kann. Mag sein, du kannst das (was ich bezweifle). Im Allgemeinen genießt der Hausarzt aber das Vertrauen seiner Patienten. Sonst wäre er ja auch nicht ihr Hausarzt.

Und das bezahlst du dann aus eigener Tasche? Nein? Was meinst
du, wer das MRT anordnet - wenn nicht der Orthopäde?

Der genügend qualifizierte Hausarzt natürlich. Wobei er es nicht anordnet, sondern empfiehlt und eine Überweisung ausstellt.

Das hätte der Hausarzt durch Abhören z.B. klären können.

Wenn er ein guter Hausarzt wäre!

Aufgrund der Budgetierung verschreiben kaum Hausärzte MRT oder Physio. Sie überweisen an einen Orthopäden - und der überweist dann zum MRT. Meine ERfahrng seit über 15 Jahren.

Und JA, ich kan beurteilen ob ein Arzt gut ist oder nicht. Das merkt man schon daran, ob er mal weiter denkt als nur bis zu den Standarddiagnosen. Da ich leider „kein Standard“ bin, musste ich meine Diagnosen immer selber suchen und dann noch vom Arzt bestätigen lassen.

Danke für Eure zahlreichen Zuschriften!

Es waren nur nicht ganz die Antworten, die ich mir erhofft hab. Dass längerfristig nur abnehmen und Bewegung hilft, weiß ich selbst. Und welcher Arzt am Ende mir hilft, ist mir auch nicht so wichtig, Hauptsache er hilft.

Was ich mir sicher bin: die Dornmethode werde ich nicht probieren, denn ich hab nicht allzu großes Vertrauen in Therapien, die ein Landwirt und Sägewerksbesitzer ohne jede medizinische Ausbildung entwickelt hat und bei der man Holzknüppel oder Kataloge dazu verwendet, Wirbel wieder einzurenken. Auf eine Querschnittslähmung war ich nicht aus.

Was ich mir eigentlich erhofft hab: die Leute hier, die wie ich unter heftigsten Muskelverspannungen im Brust- und Halswirbelbereich leiden, wollte ich fragen, welche Auswirkungen diese Verspannungen bei Ihnen hatten. Es sind ja nicht nur die Schmerzen, es zieht ja noch weitere Symptome mit sich und die hätten mich interessiert. Und wie schlimm es war.

Und ich wollte gerne wissen, was ihnen dann geholfen hat, um die akuten Probleme schnell zu beseitigen: Fango, Massage, Krankengymnastik. Um das längerfristige Wohlbefinden kümmere ich mich dann, wenn es mir nicht mehr so schlecht geht.

Also vielleicht könnte noch jemand auf diese Fragen antworten! Das wäre sehr lieb!

Grüße
Mimmi

Tja, was soll ich sagen - sei froh, dass du NUR Verspannungen hast. Wenn du meine Diagnosen hättest … egal.

Also, was mir bei den Schmerzen und Verhärtungen half war … sorry … Sport und Bewegung. Ich hatte sogar eine ambulante Reha in einem Spitzenzentrum und da gab es:

  • viel Bewegung - an Geräten
  • Ausdauer für Herz-Kreislauf
  • in wenigen speziellen Fällen auch mal (Einzeltermine) Physiotherapie
  • Alltagstraining in Bewegungsverhalten (auffegen, über Kopf einschrauben), Steckbretter in gebückter Haltung … ergo … Bewegung.

Für schwere Fälle gab es zusätzlich Kinesiotapes und/oder Spritzen und Schmerzmittel, damit sie mittrainieren konnten. Weil nur das hilft langfristig. Ist so.

Wenn das also für die rausfällt, dann kann ich dir leider keine wirkungsvolle Therapie empfehlen.

Die Muskeln verspannen und verhärten, weil sie zu schlecht ausgebildet und trainiert sind. Und da hilft auch keine Massage gegen.

Ergänzung:

Bei mir kam es damals von der HWS und strahlte in Hals/Kopf, Arme, Hände, Schultern … zusätzlich zur LWS.

Und ja, es half.

Fango und Massagen gehen nur an die oberflächlichen Muskeln. Du musst aber auch die tiefliegende Muskulatur aktivieren. Du kannst aber auch nach „Gerätegestützter Krankengymnastik“ fragen - beim Arzt.

Wichtig ist die Ursache - gibt es Probleme mit den Wirbeln, Arthrose, Gleitwirbel, Rheuma, … wenn das vom Orthopäden abgeklärt ist und es nur Verspannungen sind, dann wirst du dich bewegen müssen. Mind. 3 mal die Woche intensiv und angepasst - dauerhaft.

Hi Mimmi,
um eine optimale antwort zu geben, muss eine optimale-bildgebende diagnostik erfolgen. Die beschwerden können von der wirbelsäule her kommen, müssen aber nicht. Es kann die ursache eine organes sein, wir haben faszien, sehnen, bänder uvm, die erhebliche befindlichkeiten auslösen können. Ein osteopath wäre eine gute empfehlung, wenn die bildgebende diagnostik abgeschlossen wurde.
Dorntherapie, wurde von Schulmediziner aufgearbeitet und hat behandlungstechniken, die der manuellen therapie angeglichen wurden. Physiotherapeuten, med. Bm/ Masseure u.a. med. personal bekommen eine sehr gute fachliche Weiterbildung. LG Konstanze