Rückenschmerzen! Wer kann mir helfen ?

Hallo!
Ich versuche mal mein Problem so kurz wie möglich zu beschreiben:smile:
Also ich bin 28, arbeite als Verkäuferin und seit ca 2 Jahren schlafe ich kaum mehr als 4 Std weil ich von schrecklichen Rückenschmerzen geweckt werde. Stehe ich auf, kann ich mich vor Schmerzen nicht mal zum Zähneputzen übers Waschbecken beugen.Es kommt sogar immer öfter vor, dass ich extreme Probleme mit meinem Kreislauf kriege weil mir vor Schmerzen schwindelig wird. Nach ca 30 min Bewegung sind die Schmerzen weg. Die Schmerzen sitzen im unteren Bereich, wobei ich manchmal kaum sagen kann wo es anfängt weil sie in den Bauch oder Unterleib ausstrahlen. Tagsüber selten Probleme, vielleicht bei vielem bücken aber dann fühlen sich die Schmerzen ganz anders an als nachts und bei weitem nicht so schlimm wie nachts. Als erste Idee hab ich natürlich die Matratze gewechselt aber inzwischen bin ich bei der dritten…keine Besserung. Ich mache seit dem Sport, auch Rückenbezogene Übungen, das brachte keine Besserung. Genauso wenig half mir manuelle Therapie, Massagen oder Krankengymnastik. Ich war bei verschiedenen Orthopäden,Ostheopathen, Rheumatologen, Neurologen, Neurochirurgen…sogar beim Gynäkologen um den Unterleib auszuschließen als Ursache…keiner findet etwas. MRT ohne Befund, Skelettsintigrafie ohne Befund, Röntgenbilder sind in Ordnung…Test auf Bechterew war auch negativ, der Rheumatologe konnte alles ausschließen was mit Rheuma zu tun hat…stärkere Schmerzmittel zeigen keine Wirkung, die Schmerzen sind trotzdem da…der Arzt hat es mit Tetrazepam, Diclofenac, Katadolon usw versucht…nichts…als er mir Tramal verschrieb, dachte ich das muss helfen…aber auch das zeigte keine Wirkung. Ich bin wirklich langsam am verzweifeln! Mann kann sich nicht vorstellen wie einen sowas einschränken kann. Ich bin ständig müde,leg ich mich nach der Arbeit hin, treten die Schmerzen auch nach 2 std liegen schon auf.Ein Sonntag auf der Couch ist für mich unmöglich.ich mag am Wochenende kaum noch weg gehen weil ich weis dass ich am nächsten Tag nicht ausschlafen kann.
Ich würde mich freuen wenn ich hier ein paar Antworten bekäme weil ich wirklich nicht mehr weiter weis…
Danke schonmal im Vorraus:smile:

Nur als Idee
Hallo Anna!

Wenn jemand so starke Schmerzen hat und schon soviele organische Ursachen ausgeschlossen wurden, dann kommt mir die Idee eine psychosomatische Ursache zu vermuten.

Hast du mal in Betracht gezogen, einen Psychosomatiker oder Psychologen aufzusuchen?

Nein, ich glaube nicht, dass du bekloppt bist!

Gruß noi

Hallo:smile: Klar daran hab ich auch schon gedacht…aber ich hab schon so oft überlegt ob es einen Auslöser für die Schmerzen gab in der Vergangenheit und ich komme einfach auf nichts…wahrscheinlich wird das meine nächste Anlaufstelle sein, ich kann mir aber irgendwie nicht vorstellen dass dabei was rauskommen soll,bzw wonach der suchen sollte oder was ich erzählen sollte…

Hallo.

Mir persönlich hat tägliches Yoga sehr geholfen.

Ansonsten würde ich eine andere Art der Tätigkeit versuchen, vielleicht liegt eine starke Belastung vor durch die berufliche Tätigkeit, die du ausübst.

Verdrängung ist möglich

Hallo:smile: Klar daran hab ich auch schon gedacht…aber ich hab
schon so oft überlegt ob es einen Auslöser für die Schmerzen
gab in der Vergangenheit und ich komme einfach auf
nichts…

Aber du weißt auch, das Menschen Verdrängungskünstler sind/sein können.

wahrscheinlich wird das meine nächste Anlaufstelle
sein, ich kann mir aber irgendwie nicht vorstellen dass dabei
was rauskommen soll,bzw wonach der suchen sollte oder was ich
erzählen sollte…

Das wird sich ergeben und vielleicht wirst du dich wundern. Auch in einem Leben, dass völlig harmonisch erscheint, kann es finstere Ecken geben. Nunja, so harmonisch ist dein Leben durch die Schmerzen nicht mehr.

Solltest du im Umkreis von Köln leben, dann melde dich bitte per Privatnachricht bei mir, dann würde ich dir gern jemanden empfehlen.

Alles Gute!!!

Ich denke, mit den schulmedizinischen Untersuchungen hat man
noch nicht das ende der Fahnenstange erreicht;
das sind meistens aus Kostengründen nur die Standarduntersuchungen.
Solange man noch arbeiten gehen kann, wird man wohl auch nicht
die Notwendigkeit sehen, das ganze auszudehnen.

Die wichtigste alternative zur Schulmedizin hast du noch vergessen:
Blockaden in der TCM, die man mit Akupunktur, Akupressur und
ähnlichem behandelt;
demnach müssen solche Rückenschmerzen auch nicht direkt vom
Rücken oder angrenzenden Bereichen ausgehen, sondern können
von weiter entfernten Bereichen stammen,
z.b. von den Zähnen oder einem umgeschlagenen Fuss.

Psychische Faktoren können solche Blockaden verstärken;
psychische Belastungen zeigen sich körperlich oft dort,
wo körperlich schon Schwachstellen bestehen.

Dazu können dann eventuell noch einseitige oder schwere
Belastungen auf den Rücken durch den Beruf gegeben
sein.

Also, vielleicht auch mal überlegen, was alles passiert ist,
bevor es mit den Rückenschmerzen angefangen hat.

Dass jetzt kein Schmerzmittel wirkt, ist schon etwas ungewöhnlich.
Wenn die Blockaden reversibel sind, reagieren sie meistens
gut auf entspannende Mittel wie tetrazepam oder Tramal.

Es gibt auch noch andere Substanzen mit schmerzbeeinflussender
Wirkung wie Neuroleptika und Antidepressiva:
oft hilft auch nur eine Kombination;
aber in dieser Hinsicht ist der Neurologe dann der
richtige Ansprechpartner.

Hallo Anna!

Diesen Leidensweg kenne ich nur zu gut! Nichts half! Unzählige Spitalsaufenthalte, Schmerzinfusionen usw. usw. Kein Medikament wirkte, selbst die starken Morfinpflaster nicht. Auch auf der Schmerzambulanz konnte man mir nicht helfen, aber zumindest hatte man einen Tipp, der Erleichterung brachte. Ich sollte alle Schmerzmittel langsam ausschleichen und dafür eine hohe Menge Novalgin-Tropfen nehmen. Damit war ich dann wenigstens stundenweise schmerzfrei. Auch Entspannungsmethoden halfen dann ein wenig, später brachte dann auch eine Kur weitere Erleichterung, und jetzt - Jahre später - ist es soweit erträglich, dass ich einen normalen Tagesablauf hinbekomme.

Mir wurde damals gesagt, dass das neuropathische Schmerzen wären, bei denen es besonders schwer ist, sie wegzubekommen. Hinzu kommen bei mir dann noch erhebliche Abnützungserscheinungen.

Wenn es bei Dir auch neuropathische Schmerzen sind, würde ich mich den Empfehlungen von anderen Antwortenden anschließen, dass ein Besuch beim Psychiater oder Neurologen nicht schlecht wäre.

Alles Gute für Dich

Waldi

beginnende Fibromyalgie???

Hallo,

du schreibst nicht, wo du herkommst, aber schau doch mal, ob es in deinem größeren Umkreis nicht eine spezielle Schmerzklinik gibt. Dort geht man stationär hin - nach vorherigen Untersuchungen. Google doch mal.

TCM könnte man probieren (wie erwähnt) - aber auch da gibt es so’ne und solche. Ich würde auf alle Fälle jemanden nehmen, der seine Ausbildung in China absolviert hat und auch regelmäßig dort zu Weiterbildungen geht. Im übrigen ist der größte Teil der TCM Kräutermedizin - nicht Akupunktur etc.

Das Problem bei chronifizierten Schmerzen ist, dass die „normalen“ Methoden nicht mehr helfen. Sie brauchen einen anderen Ansatzpunkt. Ggf. sollte man eine ambulante oder stationäre Reha-Maßnahme ins Auge fassen.

Sicherlich spielt dann auch die Psyche eine Rolle - ob sie der Auslöser war, wer weiß …

LG Maren

Ich würde nochmal zu einem internistischen Rheumatologen gehen und eine weitere Meinung einholen. Es klingt schon sehr nach Bechterew od. einer damit verwandten Erkrankung, den Spondylarthriden, wozu auch der Bechterew gehört. Ich frage mich auch welche Test gemacht wurden? Jedenfalls ist eim Blutbild ncihts zu sehen, bei allen diesen Erkrankungen, desahlb heißen sie ja auvh seronegative Spondarthriden.Es könnten die Entzüdnungswerte wie CRP od. Blutsenkung erhöht sein, aber bei einigen dieser Arten sind die auch im dicksten Schub nicht immer erhöht. Erkennen könnte man eine solche Erkrankung eigentlich nur durch bildgebende Verfahren wie z.B. MRT. Zu Beginn einer solchen Erkrankung wird aber wohl auch oft ncihts zu finden sein, erst wenn im Laufe der Zeit Veränderungen an den Wirbelkörpern, Knochen sichtbar sind. Helfen würde in solchen Verdachtsfällen meist eine Versuchstherapie mit Cortison, weil es dann relativ schnell zu einer Besserung kommt. Bei Wirkung wäre zu überlegen, wie man weiter medikamentös vorgeht. Ich würde in jedem Fall eine weitere Meinung bei einem Facharzt einholen, grade weil solche Erkrankungen schwer zu diagnostizieren sind und es oft Jahre braucht, bis zu einer Diagnose.

was für Sport machst Du? Und wie oft/regelmäßig?

Hallo! Ja so viel wie ich in letzter Zeit darüber gelesen habe, bin ich mir auch fast sicher dass es etwas in dieser Richtung ist. Bechterew wurde ausgeschlossen weil der Arzt meinte, der Bluttest auf HLA B27 wäre negativ…wobei ich gelesen habe dass man diese Krankheit trotzdem haben kann, auch bei negativem Ergebnis? Und der Rheumatologe hats dann auch ausgeschlossen.Ich werde dann wohl doch nochmal zu einem internistischen Rheumatologen gehen für noch eine Meinung…das MRT ist ca 1 Jahr her und war ohne Befund…aber wenn man wie sie sagen am Anfang noch nichts sieht dann sollte ich vielleicht nochmal hin…
Vielen Dank für die Antwort, das hilft mir etwas weiter:smile:

Hallo! Ich mache einmal Reha Sport der von mir vom Arzt empfohlen wurde, das ist zweimal die Woche und dann auch noch Kraft und Ausdauertraining für den ganzen Körper. Sprich Geräte Training und Hot Iron Kurse…meine Muskulatur ist inzwischen super aber verändert hat es leider nichts…

ein negativer HLA-B27 ist alleine kein Kriterium. Hast du richtig gelesen. Bleib dran und hole dir eine weitere Meinung bei einem internistischem Rheumatolgen keinem orthopädischen.