Rückfall nach kieferorthopädischer Behandlung

Hi!
Aufgrund eines laienhaften Verdachtes hab ich mich vor einiger Zeit mal zum Kieferorthopäden begeben, welcher eine Behandlung in meinem Fall für notwendig befand (Es sollen Kopfbiss, seitlich offener Biss und meine Mittellienienverschiebung behoben werden - soweit ich das mit meinen geringen Fachkenntnissen verstanden hab). Leider habe ich das 18te Lebensjahr vor mehr als drei Jahren vollendet, weshalb sich meine Krankenversicherung (Beihilfe) aus der Verantwortung zieht und ich auf einem Großteil, der im Behandlungsfall anfallenden Kosten sitzen bleiben würde (und da geht’s wirklich um 'ne Menge Holz). Ich habe mich diesbezüglich versucht, zu informieren (gibt’s ja ein paar wirklich nette Info-Angebote im Netz) und bin dabei immer wieder auf Aussagen von Leuten gestoßen, die sich beklagen, daß sich nach ihrer Behandlung das Gebiss wieder verschoben hat. Da ich nicht weiß, wie ich derartige Informationen einzustufen habe, versuche ich auf diesem Wege an etwas verlässlichere zu gelangen:
Wer kann mir zum Theman Rezidiv näheres sagen?
Wer hat persönlich schon Erfahrung damit (Was wurde behandelt und wie, wie lang hat’s gedauert und wie lang ist es mittlerweile her? Welche Form von Retainer wurde bei euch eingesetzt und wie lange?..)
Gibts irgendwo empirische Forschungsergebnisse zur Rezidivquote und den Ursachen?

Danke schonmal vorab!

Hallo bin gerade ein bisschen faul, lies mal das hier:
http://www.smileclub.de/retainer.htm
Kannst auch selber mal danach Googeln wenn noch fragen sind stelle sie bitte.
LG Christian

Hi Christian!

Hallo bin gerade ein bisschen faul, lies mal das hier:
http://www.smileclub.de/retainer.htm
Kannst auch selber mal danach Googeln wenn noch fragen sind
stelle sie bitte.
LG Christian

Jo, solche Dinger hab ich schon ein paar mal gesehen. Das Funktionsprinzip leuchtet mir auch ein, nur bleibt damit meine - zugegebenermaßen etwas versteckte - Frage nach der Rückfallwahrscheinlichkeit noch offen. Die Kieferorthopädin hat mir bei der Befunderläuterung erklärt, daß im OK ALLE Zähne ein Stück weit nach vorne geholt werden müssen, aufgrund der Tatsache, daß meine Frontzähne doch recht weit auseinander stehen (+zusätzlich Kopfbiss).

Daß man einzelne Zähne, ja sogar kleinere Gruppen bewegen kann, kann ich mir ja noch vorstellen, nur eben wie man ALLE aufeinmal nach vorn holen können soll, bleibt mir ein Rätsel.

Für den Fall, daß das wirklich so funktioniert, wie ausgedacht, zwingt sich mir dann eine weitere Frage auf: Wie sollen dann alle bewegten Zähne mit einem solchen Retainer, der ja eben nur an den vorderen festgeklebt ist, an Ort und Stelle gehalten werden?

@Christian: Du bist doch „Zahnschubser“, oder? Ich nehm’ mal an, daß du sowas schonmal gemacht hast - wie gut und vor Allem wie lange hat sich das Ergebnis denn gehalten? Würdest du mir empfehlen es machen zu lassen oder ist es eher wahrscheinlich, daß jemand sein Geschäft mit mir machen will? (Hintergrund: Ich hab diverse Abrasionserscheinungen, sprich, so komische Rillen in den Spitzen der vorderen Zähne, die Kanten sind sowieso allesamt schon recht großzügig weggebrochen und Risse sind auch einige drin, in meinen Schneidezähnen. (Das kommt in meiner Vorfahrenschaft übrigens auch noch häufiger vor und oft auch sehr ausgeprägt) Die Zahnärztin hat gemeint, daß das wohl „nicht so wirklich toll ist“ aber man in meinem Alter (ich bin jetzt 21) eh nix mehr machen könnte. Daß es das dann schon gewesen sein soll, hab ich ihr dann nicht geglaubt und bin dann in die Kieferklinik, weil ich mal angenommen hab, daß man dort die meißte Kompetenz antreffen sollte. Dort hat man alles wirklich sehr genau angeschaut und untersucht. Es wurden mir dann gleich anfangs zwei mehr oder weniger alternative Vorschläge unterbreitet, nämlich entweder „Zähne schubsen“ (wie auch immer) oder das Problem an den Symptomen, denn weniger an der Ursache zu bekämpfen und zwar mit 'ner Aufbissschiene… Nach Auswertung der Untersuchungsergebnisse wurden mir dann eine Behandlung mit „Multibandapparatur“ oben+unten empfohlen. Man hat dabei dann auch noch ein paar so andere Kleinigkeiten diagnostiziert, wie Mittellinienverschiebung und seitlich offener Biss.
Weil ich mehr oder weniger Privatpatient (Beamter) wäre, hab ich halt irgendwie den Verdacht, daß man versucht, seinen Reibach mit mir zu machen… (die 20% der Privaten würden ja auch anstandslos übernommen, nur die Beihilfe zahlt erst bei Korrekturen die im Zusammenhang mit einem Kieferchirurgischen Eingriff vorgenommen werden.)

Fazit: Mich würds eben interessieren, was andere dazu sagen.

witzle21

-Frage nach der
Rückfallwahrscheinlichkeit noch offen.

Die Zähne bewegen sich ein Leben lang. Bei manchen mehr, bei manchen weniger. Bei einer geschlossenen Zahnreihe IMMER nach vorne. Willst Du im Alter noch gerade Zähne haben: Lifelong Retention
Das heisst Du musst immer Vorsorge tragen. Je mehr bewegt wurde, je mehr gedehnt wurde, je schmaler der Kiefer ist und je grösser das verbleibende Restwachstum in den Kiefern ist umso höher ist die Rückfallwahrscheinlichkeit

Die Kieferorthopädin
hat mir bei der Befunderläuterung erklärt, daß im OK ALLE
Zähne ein Stück weit nach vorne geholt werden müssen, aufgrund
der Tatsache, daß meine Frontzähne doch recht weit auseinander
stehen (+zusätzlich Kopfbiss).

Plausibel

Daß man einzelne Zähne, ja sogar kleinere Gruppen bewegen
kann, kann ich mir ja noch vorstellen, nur eben wie man ALLE
aufeinmal nach vorn holen können soll, bleibt mir ein Rätsel.

Geht aber :smile:

Für den Fall, daß das wirklich so funktioniert, wie
ausgedacht, zwingt sich mir dann eine weitere Frage auf: Wie
sollen dann alle bewegten Zähne mit einem solchen Retainer,
der ja eben nur an den vorderen festgeklebt ist, an Ort und
Stelle gehalten werden?

Für die 4 Frontzähne der geklebte Retainer, für die anderen Zähne eine herausnehmbare Spange oder Schiene…

@Christian: Du bist doch „Zahnschubser“, oder?

Ja

Ich nehm’ mal
an, daß du sowas schonmal gemacht hast - wie gut und vor Allem
wie lange hat sich das Ergebnis denn gehalten? Würdest du mir
empfehlen es machen zu lassen oder ist es eher wahrscheinlich,
daß jemand sein Geschäft mit mir machen will?

Du muss wissen ob Du es machen lassen willst. Nur wenn Du Dich behandeln lässt empfehle ich Diur definitiv den Retainer und lasse ihn 10 Jahre drinnen

Hintergrund:
Ich hab diverse Abrasionserscheinungen, sprich, so komische
Rillen in den Spitzen der vorderen Zähne, die Kanten sind
sowieso allesamt schon recht großzügig weggebrochen und Risse
sind auch einige drin, in meinen Schneidezähnen.

Das ist normal beim Kopfbiss, da gehen die Schneidekanten flöten daher sollte man so etwas rechtzeitig behandeln.

(Das kommt in
meiner Vorfahrenschaft übrigens auch noch häufiger vor und oft
auch sehr ausgeprägt) Die Zahnärztin hat gemeint, daß das wohl
„nicht so wirklich toll ist“ aber man in meinem Alter (ich bin
jetzt 21) eh nix mehr machen könnte.

Da die Zähne schon abradiert sind dürfte es jetzt zu keinen Schmelzabplatzungen mehr kommen da sich die Zähne aufeinander eingebissen haben. Man kann immer was machen allerdings zahlt die gesetzliche Krankenkasse jetzt nichts mehr

Daß es das dann schon
gewesen sein soll, hab ich ihr dann nicht geglaubt und bin
dann in die Kieferklinik, weil ich mal angenommen hab, daß man
dort die meißte Kompetenz antreffen sollte.

Naja die sind ja noch fast alle in der Ausbildung vielen Oberärzten und Profs fehlt meistens die Erfahrung (Patientenanzahl!) die ein Praktiker hat

Dort hat man alles
wirklich sehr genau angeschaut und untersucht. Es wurden mir
dann gleich anfangs zwei mehr oder weniger alternative
Vorschläge unterbreitet, nämlich entweder „Zähne schubsen“
(wie auch immer) oder das Problem an den Symptomen, denn
weniger an der Ursache zu bekämpfen und zwar mit 'ner
Aufbissschiene… Nach Auswertung der Untersuchungsergebnisse
wurden mir dann eine Behandlung mit „Multibandapparatur“

Eine feste Zahnspange also

oben+unten empfohlen. Man hat dabei dann auch noch ein paar so
andere Kleinigkeiten diagnostiziert, wie
Mittellinienverschiebung und seitlich offener Biss.
Weil ich mehr oder weniger Privatpatient (Beamter) wäre, hab
ich halt irgendwie den Verdacht, daß man versucht, seinen
Reibach mit mir zu machen…

Naja nur ein Oberarzt oder Prof bekommt etwas von der Privatliquidation ab. Wer Kohle machen will bleibt nicht an der Uni.
Die waren doch schon Deine Zweitmeinung!? Vertraust Du eigentlich irgendjemand?

(die 20% der Privaten würden ja
auch anstandslos übernommen, nur die Beihilfe zahlt erst bei
Korrekturen die im Zusammenhang mit einem Kieferchirurgischen
Eingriff vorgenommen werden.)

Damit geht es Dir zu 80% besser als jedem Kassenpatientenh, der muss nämlich 100% löhnen

Fazit: Mich würds eben interessieren, was andere dazu sagen.

witzle21

So long…
Christian

PS: Nicht böse sein aber bist Du oder wirst Du Lehrer?

Hi Christian!
Erstmal danke für die Antworten - hast mir schonmal ein gutes Stück weitergeholfen!

-Frage nach der
Rückfallwahrscheinlichkeit noch offen.

Die Zähne bewegen sich ein Leben lang. Bei manchen mehr, bei
manchen weniger. Bei einer geschlossenen Zahnreihe IMMER nach
vorne. Willst Du im Alter noch gerade Zähne haben: Lifelong
Retention
Das heisst Du musst immer Vorsorge tragen. Je mehr bewegt
wurde, je mehr gedehnt wurde, je schmaler der Kiefer ist und
je grösser das verbleibende Restwachstum in den Kiefern ist
umso höher ist die Rückfallwahrscheinlichkeit

D.h. so lange man immer schön regelmäßig Gebrauch von dem Retainer macht, ist man zumindest mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auf der sicheren Seite… Da wirft sich dann eher die Frage auf wie konsequent man selber ist, aber das kann ja wohl keiner, außer einem selbst beantworten.

Die Kieferorthopädin
hat mir bei der Befunderläuterung erklärt, daß im OK ALLE
Zähne ein Stück weit nach vorne geholt werden müssen, aufgrund
der Tatsache, daß meine Frontzähne doch recht weit auseinander
stehen (+zusätzlich Kopfbiss).

Plausibel

Daß man einzelne Zähne, ja sogar kleinere Gruppen bewegen
kann, kann ich mir ja noch vorstellen, nur eben wie man ALLE
aufeinmal nach vorn holen können soll, bleibt mir ein Rätsel.

Geht aber :smile:

Für den Fall, daß das wirklich so funktioniert, wie
ausgedacht, zwingt sich mir dann eine weitere Frage auf: Wie
sollen dann alle bewegten Zähne mit einem solchen Retainer,
der ja eben nur an den vorderen festgeklebt ist, an Ort und
Stelle gehalten werden?

Für die 4 Frontzähne der geklebte Retainer, für die anderen
Zähne eine herausnehmbare Spange oder Schiene…

@Christian: Du bist doch „Zahnschubser“, oder?

Ja

Ich nehm’ mal
an, daß du sowas schonmal gemacht hast - wie gut und vor Allem
wie lange hat sich das Ergebnis denn gehalten? Würdest du mir
empfehlen es machen zu lassen oder ist es eher wahrscheinlich,
daß jemand sein Geschäft mit mir machen will?

Du muss wissen ob Du es machen lassen willst. Nur wenn Du Dich
behandeln lässt empfehle ich Diur definitiv den Retainer und
lasse ihn 10 Jahre drinnen

Tja, das ist eben das große Thema! Ob ich will, oder nicht ist bei mir keine wirklich Ästhetik-Basierte Entscheidung (da wär ich wohl der allerletzte), denn eher eine Kosten- / Nutzen-Abschätzung. Wenn du mir jetzt auch gesagt hättest, daß das eh nur Humbug ist und sich der ganze Zauber nach fünf bis sechs Jahren genau wieder in der Ausgangstellung befindet, dann wär’ meine Entscheidung wohl klar gewesen, zumal ich annehme das eine Behandlung nicht so wirklich viel Spaß macht.

Hintergrund:
Ich hab diverse Abrasionserscheinungen, sprich, so komische
Rillen in den Spitzen der vorderen Zähne, die Kanten sind
sowieso allesamt schon recht großzügig weggebrochen und Risse
sind auch einige drin, in meinen Schneidezähnen.

Das ist normal beim Kopfbiss, da gehen die Schneidekanten
flöten daher sollte man so etwas rechtzeitig behandeln.

(Das kommt in
meiner Vorfahrenschaft übrigens auch noch häufiger vor und oft
auch sehr ausgeprägt) Die Zahnärztin hat gemeint, daß das wohl
„nicht so wirklich toll ist“ aber man in meinem Alter (ich bin
jetzt 21) eh nix mehr machen könnte.

Da die Zähne schon abradiert sind dürfte es jetzt zu keinen
Schmelzabplatzungen mehr kommen da sich die Zähne aufeinander
eingebissen haben. Man kann immer was machen allerdings zahlt
die gesetzliche Krankenkasse jetzt nichts mehr

Gehört wohl hier nicht wirklich hin, aber würd’ mich mal sehr interessieren: Können die das auch medizinisch begründen, daß mit 18 finito is, oder ist das nur auf wirtschaftliche Interessen zurückzuführen?

Daß es das dann schon
gewesen sein soll, hab ich ihr dann nicht geglaubt und bin
dann in die Kieferklinik, weil ich mal angenommen hab, daß man
dort die meißte Kompetenz antreffen sollte.

Naja die sind ja noch fast alle in der Ausbildung vielen
Oberärzten und Profs fehlt meistens die Erfahrung
(Patientenanzahl!) die ein Praktiker hat

Dort hat man alles
wirklich sehr genau angeschaut und untersucht. Es wurden mir
dann gleich anfangs zwei mehr oder weniger alternative
Vorschläge unterbreitet, nämlich entweder „Zähne schubsen“
(wie auch immer) oder das Problem an den Symptomen, denn
weniger an der Ursache zu bekämpfen und zwar mit 'ner
Aufbissschiene… Nach Auswertung der Untersuchungsergebnisse
wurden mir dann eine Behandlung mit „Multibandapparatur“

Eine feste Zahnspange also

Gibts da wohl Alternativen?

oben+unten empfohlen. Man hat dabei dann auch noch ein paar so
andere Kleinigkeiten diagnostiziert, wie
Mittellinienverschiebung und seitlich offener Biss.
Weil ich mehr oder weniger Privatpatient (Beamter) wäre, hab
ich halt irgendwie den Verdacht, daß man versucht, seinen
Reibach mit mir zu machen…

Naja nur ein Oberarzt oder Prof bekommt etwas von der
Privatliquidation ab. Wer Kohle machen will bleibt nicht an
der Uni.

War die Frau Prof…

Die waren doch schon Deine Zweitmeinung!? Vertraust Du
eigentlich irgendjemand?

Daß die meine Zweitmeinung waren stimmt so eigentlich nicht. Da gehört noch eine recht lange und auch einigermaßen komplizierte Vorgeschichte dazu (die ich hier mal nicht öffentlich ablassen will), aber ansonsten war das mein erster Besuch bei einem Kieferorthopäden. Da eben jene die Meinung der Zahnärztin wiederlegt hat stands jetzt sozusagen 1:1.

(die 20% der Privaten würden ja
auch anstandslos übernommen, nur die Beihilfe zahlt erst bei
Korrekturen die im Zusammenhang mit einem Kieferchirurgischen
Eingriff vorgenommen werden.)

Damit geht es Dir zu 80% besser als jedem Kassenpatientenh,
der muss nämlich 100% löhnen

Du meinst zu 20%, oder? Trotzdem wenig tröstlich!

Fazit: Mich würds eben interessieren, was andere dazu sagen.

witzle21

So long…
Christian

PS: Nicht böse sein aber bist Du oder wirst Du Lehrer?

Wieso soll ich da böse sein? Das mit dem Beamten - selber bin ich keiner - kommt eher daher daß ich über meinen „alten Herrn“ mitversichert bin… Ich wollt eben meine ohnehin schon lange Story nicht noch mehr mit Fakten aufblasen.
Und noch zur eigentlichen Frage:
Gegenfrage: Zeige ich wohl lehrertypisches Verhalten? Schreib ich vielleicht „geschwollen“? gg

Danke Nochmal!
MfG