Hallo
ich habe ein Problem, ich fang mal von vorn an. April 2009 habe ich mein 2. Kind zur Welt gebracht. In der 20. SSW wurde ein Harnstau festgestellt und mir ein Röhrchen eingesetzt von der Niere in die Blase. Da es bei mir irgendwie immer dazu kam dass dieses Röhrchen rundherum verkrustet war wurde es Wöchentlich gewechselt. Die Zeit war schrecklich, weil ich nur schmerzen hatte und eigentlich bis zum Schluss viel Blut im Urin hatte. Nach der Schwangerschaft ging es mir auch wesentlich besser. Jedoch hab ich seither immernoch das Problem, dass der Urin in die Niere zurückfließt und das immer wieder schmerzen verursacht. Hab es mit viel Trinken versucht aber auch mit wenig, damit die Schmerzen weg gehen. Aber es hilft nichts. Meine Frage ist nun ob es normal ist, dass der Urin wieder zurück fließt und das so schlimme Schmerzen ergibt. Kann man da irgendwas machen?
Vielen Dank
Hallo Stephanie !
Es wäre sehr hilfreich, wenn ich die Diagnose kennen würde. Vermutlich wurde Dir ein sogenannter Doppel-J Katheter eingesetzt, um den Abfluss des Urins in die Blase zu gewährleisten. Warum hast Du nicht erwähnt. Sollte eine Verengung des Harnleiters oder des Nierenbeckens vorliegen (was ich vermute) sollte diese Stenose (Verengung) chirurgisch entfernt werden (Pyeloplastik). Auf die Dauer wirst Du sonst keine Ruhe bekommen, denke ich. Sprich mit Deinem Urologen `mal darüber !
Eine gute Besserung wünscht Dir,
Klausi
Hallo,
normal ist so ein Rückfluß zunächst mal nicht.
Aber, und wie immer gibt es einige Aber und Fragen:
wie ist das festgestellt worden? Röntgen, Ultraschall, mit nuklearmedizinischen Methoden oder aufgrund deiner Beschwerden?
Wenn ganz sicher ist, daß der Urin zurückläuft und dies auch für die Beschwerden verantwortlich ist, könnte man mit einem kleinen endoskopischen Eingriff das Zurückfliessen wahrscheinlich verhindern.
Jetzt aber bitte nicht sofort losrennen und den Eingriff planen, dafür gibt zu viele Unklarheiten die hier auch nicht besprochen werden können.
Was sagt der Urologe dazu? (und nur der kennt sich da wirklich aus)
Warum ist da 2 Jahre nichts passiert?
Gibt es eine zweite Meinung?
Bitte unbedingt mit dem Urologen deines Vertrauens bereden.
Ich hoffe, daß die Frage sich dann lösen lässt.
Viel Erfolg und gute Besserung
Hallo zurück,
zunächst muß ich sagen, dass ich nicht Arzt sondern Kranken-Pfleger bin und ich somit nicht irgendwelche Diagnosen oder Therapievorschläge stellen kann.
trotzdem antworte ich.
- sind sie sicher, dass der Urin zurück fliest?, könnte auch eine s.g. Stauungsniere sein,
wenn ja müßte mal ein Urologe nachschauen warum die Niere staut, und was man daran ändern könnte.
- ein Rückfluß zur Niere (s.g. Reflux) ist nicht normal und darf eigentlich nicht sein, ich frage mal bei meinen urologen nach ob und was man hier machen kann. Ich melde mich dann nochmal!
Alles in allem würde ich aber empfehlen möglichst bald einen Urologen aufzusuchen, da es für die Nieren nicht gesund ist mit solchen Problemen zu leben.
Aber bitte keine Sorgen machen, es gibt für alles eine Lösung!!!
=====
Die Auskünfte und Ratschläge, die hier erteilt werden, ersetzen nicht die Beratung durch einen Arzt und sind vollkommen unverbindlich. Ratschläge von Fachkundigen (Ärzten und/oder Heilpraktikern, Apothekern usw.) sind von diesem Vorbehalt nicht ausgenommen, da durch die Schriftform eine echte Diagnosestellung, somit auch ein Therapievorschlag, ausgeschlossen ist.
Gleichzeitig warnen wir ausdrücklich vor Selbstmedikation ohne Rücksprache mit dem behandelnden Arzt, Heilpraktiker oder mit dem Apotheker.
Hallo Stephanie,
sehr schwierig dir darauf aus der Ferne eine Antwort zu geben. Nur ein paar Ding die mir in deiner Schilderung auffallen.
Anscheinend hast du vor der Schwangerschaft keine Probleme gehabt. Es ist absolut seltsam, dass ein Doppel J Katheder (so heißt das Röhrchen das man dir eingelegt hat) jede Woche gewechselt werden muss. Das habe ich in über 25 Jahren Erfahrung damit noch nie gehört und gesehen. Wahrscheinlich war da noch ein Infekt vorhanden der nicht ausreichen behandelt wurde (das ist eine Vermutung).
Ich nehme an, dass das "Röhrchen schon wieder entfernt wurde. Wie ist jetzt der Rückfluß in die Niere festgestellt worden? Es gibt Formen die keine Therapie bedürfen!!
Der ganze rest ist zu Groß um es hier darzulegen. Du solltest jedoch einen Urologen mit Erfahrung kontaktieren. Für weiter Fragen kannst du mir auch direkt schreiben: [email protected]
Grüße, Thomas
Hallo Danke für die Antworten!
Also es ist tatsächlich so, dass der Katheter fast wöchentlich gewechelt wurde. Auch die Ärzte haben damals gesagt, dass sie das noch gesehen haben, weil der Katheter ja eigentlich 6 bis 9 Monate drin bleibt. Ich wurde während der gesamten Zeit mit Antibiotika versorgt. Der Katheter wurde ein oder zwei Tage nach der Entbindung entfernt.
Ich habe keinen Befund vom Arzt, dass der Urin zurückfließt ist eine Vermutung. Ich beschreib das einfach mal oder versuch es.
Wenn ich zum Beispiel ca 2 Gläser Wasser trinke dann fängt meine Niere nach ca einer halben Stunde an so weh zu tun, dass ich immer das Gefühl habe die wird so groß das sie gleich Platzt. Ich habe zum Beispiel nie wie es vor der Schwangerschaft war, das Gefühl, dass ich Blasendruck oder sowas habe. Es ist die Niere bei der ich dann merke, dass ich auf Toilette muss. Wenn ich auf Toilette bin dann merke ich auch wie sich nicht nur die Blase sondern wie der Druck aus der Niere geringer wird. Deswegen meeine Vermutung auf den Rückfluss. Schmerzen sind jedoch auch vorhanden wenn ich mal am Tag nicht dazu komme viel zu Trinken, dann ist es nur ein Krampfartiger Schmerz.
Hallo, durch entsprechende Untersuchungen (Blasenspiegelung und Refluxcystogramm läßt sich abschätzen, welche Theapieform man wählen kann, um den Reflux des Urins in die Niere zu beseitigen
Hallo Stephanie,
neben einer aktuellen Urinuntersuchung sollte ein Ultraschall der Niere mit und ohne Flüssigkeitsbelastung durchgeführt werden.
Ein Rückfluß macht sich anders bemerkbar. Aber vielleicht liegt eine Ureterabgangsstenose vor. Der Urologe kann dir das mit Bildern erklären. Aber das kann man sehr schnell mit dem Ultraschall klären.
Also: zuersteinmal zum Urologen gehen!
Grüße Thomas