Rückgabe ehem. ostdeutschen Eigentums

Die Vertriebenen und deren Erben werden Herrn Stoiber an seinen Versprechungen messen: Rückgabe des Eigentums in den ehemaligen Ostgebieten. Wird Herr Stoiber zu seinem Wort stehen?

Hallo Heinz,

ich kann mir nicht vorstellen, dass dies möglich sein wird. Bereits Kohl hatte die Oder-Neiße-Linie in Frage gestellt…erfolglos.

Im Warschauer Vertrag vom 1970 wurde die Grenze zwischen Deutschland und Polen nochmals bestätigt und verlor dadurch seinen provisorischen Charakter.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass Polen einverstanden wäre und noch weniger, dass Deutschland sich einfach die Gebiete zurücknehmen kann.

Steuber ist zwar ein Rechter, aber ich glaube kaum, dass er in Hitlers Fußstapfen eintreten will…

Ciao
Camilla

Die Vertriebenen und deren Erben werden Herrn Stoiber an
seinen Versprechungen messen: Rückgabe des Eigentums in den
ehemaligen Ostgebieten. Wird Herr Stoiber zu seinem Wort
stehen?

Hallo Heinz,

vergesst mal, was Stoiber versprochen hat. Es ist eine völkerrechtlich anerkannte Entscheidung getroffen worden und dieses ist unumkehrbar. Und angesichts des künftigen Europas wird niemand ernsthaft glauben wollen, dass die CSU etwas ändern wird, was diesen Weg behindert. Solange man eben in der Opposition ist, kann man auf Vertriebenentreffen noch Wünsche ankündigen, dass man sie erfüllt. Wenn man regiert, muss sich auch ein Stoiber den Tatsachen beugen.

Gruss Günter

abgesehen davon, dass das gar nicht möglich ist: wer von den Vertriebenen will den wirklich wieder zurück? Kein Schw… !
Stell Dir mal vor, Russland wird der ehemaligen Ostgebiete überdrüssig (zu hohe Kosten, zu wenig Gewinn) und will uns was „gutes“ antun (das würde ich schon fast eine feindliche Handlung nennen): sie geben sie uns zurück! Es wäre entsetzlich! Wenn es hoch kommt, dann kehren 10 Vertriebene dorthin zurück! Das sind dann solche, die vor ´45 mit nacktem Hintern vom Katentisch gefallen sind und hier angaben, sie wären Großgrundbesitzer gewesen. Das Land ist so heruntergewirtschaftet und bedarf so hoher Geldspritzen, dass die reiche BRD daran pleite gehen würde. Und das für 10 Rückkehrer!
Außerdem haben die Sowjets fast sämtliche deutschen Spuren ausgelöscht. Es ist ein Russland geworden. Auch wenn es schade um dieses Land ist.
Nein, da ist mir das Kurische Haff als Urlaubsland mit russischer Sprache schon lieber.
Grüße
Raimund

Anfang des vorigen Jahres gab es mal Gerüchte, dass Russland das nördliche Ostpreußen, an Deutschland zwecks Schuldenerlass zurückgeben wollte, es hat sich aber dann nicht bestätigt.
Grund ist die Abgeschnittenheit des Gebietes, vorallem wenn die Eu-Osterweiterung voranschreitet und Polen und Litauen Nordostpreußen einkesselt.
Doch wie gesagt ,dass Land ist heruntergewirtschaftet,Korruption ist an der Tagesordnung und es hat eine sehr hohe Aids-quote.

Jedenfalls wird Deutschland mal in einer Zwickmühle sein wenn Rußland das Gebiet an Deutschland abgeben will. Wenn es das Gebiet nicht annimmt wird es vermutlich Proteste in der Bevölkerung geben, und falls es annimmt, wird dies unser Gesundheitssystem sprengen und Deutschland in noch höherer Schulden stürtzen.

Hallo,

was mich mal interessieren tät. Wie ist eigentlich der völkerrechtliche Status des Gebiets um Königsberg?
Mit Polen wurden ja in den Ostverträgen und im Einigungsvertrag verbindliche Regelungen getrpoffen. Gibt es solche mit Russland nicht?

Max

So genau weiß ich da auch nicht bescheit, soweit ich mich aber an den Geschichtsunterricht erinnern kann gab es in den 70er Jahren auch den Moskauer Vertrag(Anerkennung der gegenwärtigen Grenzen in Europa und Unverletzlichbarkeit der Oder-neiße Linie)und bei der Wiedervereinigung wurde sicher auch ein Vertrag über dieses Gebiet beschlossen.

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gleicher Meinung. o.w.T.

Interessant - wer von den Vertrieben will den zurück - slawisch besetzte Gebiete.
Seit der Wiedervereinigung wurden vermehrt Höfe in Ostpreussen aufgegeben - auch aus Unsicherheit wegen der künftigen politischen Entwicklung.
In Ostpreussen waren vornehmlich Grossgrundbesitzer (Adel) und Grossbauern. Diese Kreise haben weiterhin ein erhebliches Interesse an den Ländereien oder an einer Korrektur der Wiedergutmachung.
Einfluss wird dieses auch haben auf den Bodenerwerb von Ausländern, besonders Deutschen, in den östlichen Beitrittsländern.
Auf einen einfachen Nenner gebracht: Der frühere Eigentümer wird es nicht dulden, wenn ein anderer Deutscher sein Land erwirbt.
Diese Nuss gilt zu knacken.
Heinz J.

hallo Heinz

Interessant - wer von den Vertrieben will den zurück -
slawisch besetzte Gebiete.

Selbst wenn Du alle Slaven rauswirfst (unmoralisch!), bin ich der Überzeugung, dass nur die zurückkehren, die andere für sich arbeiten lassen können. Wie Du schon erwähnt hast: die Großgrundbesitzer und die degen… der Adel. Doch das gilt es zu verhindern. Wie sind die meisten Adeligen an ihren Bestitz gekommen? Durch Raub und Enteignung. Hier wäre unsere Regierung (ob SPD oder CDU) hilflos der alten Brut ausgeliefert. Dabei wäre gerade dieses Land ideal geeignet, um Landwirtschaft im normalem Stil zu betreiben. Also Bauernhöfe, kein Großgrundbesitz. Der Boden ist äußerst fruchtbar.
Doch glaube ich nicht, dass hier genügend Bauern umsiedeln würden. Dazu geht es uns hier in der alten BRD zu gut.

Seit der Wiedervereinigung wurden vermehrt Höfe in Ostpreussen
aufgegeben - auch aus Unsicherheit wegen der künftigen
politischen Entwicklung.

Das war schon vorher. Die Russen leben (gefühlsmäßig) auf dem Koffer. Sie wissen, dass sie auf geraubtem Land leben: auch wenn es inzwischen als geschichtliche Tatsache zu bewerten ist. Eigentlich schade. Denn mit fremden Eigentum (wieder gefühlsmäßig)gehen die meisten lax um.

In Ostpreussen waren vornehmlich Grossgrundbesitzer (Adel) und
Grossbauern. Diese Kreise haben weiterhin ein erhebliches
Interesse an den Ländereien oder an einer Korrektur der
Wiedergutmachung.
Einfluss wird dieses auch haben auf den Bodenerwerb von
Ausländern, besonders Deutschen, in den östlichen
Beitrittsländern.
Auf einen einfachen Nenner gebracht: Der frühere Eigentümer
wird es nicht dulden, wenn ein anderer Deutscher sein Land
erwirbt.
Diese Nuss gilt zu knacken.

Das ist aber mit unseren augenblicklichen Gesetzen nicht machbar.
Grüße
Raimund