Hallo Doxor,
Die Höhe ist nirgends genau beziffert, währe ja auch schön,
wenn die Versicherungen ausweisen, wieviel % jeweils
Verwaltungskosten, Risiko- und Sparanteil betragen.
Genau beziffert ist dies schon alles. Man kann die Werte auch ziemlich gut ausrechnen, wenn man die Bilanz etwas genauer betrachtet und weiß, welches Verfahren und welche Ausscheideordnung das Unternehmen zugrunde legt. Ich gebe dir allerdings recht, dass das für Otto-Normal eher die kompliziertere Sache ist. Darauf bezieht sich ja auch letztendlich das Urteil. Es besagt, dass das Transparenzgebot nicht eingehalten wird. Sprich, dass dem Kunden zuviel abverlangt wird.
Bei einem
Bekannten wurden nach der Beitragsfreistellung in einem Jahr
500 Euro Prämie für Risikoabsicherung 10000 Euro im Todesfall
vom Kapitalstock einbehalten. Bei einer RisikoLV kostet für
diesen Bekannten die Absicherung von 50000 Euro im Todesfall
(25 Jahre Laufzeit) 4 Euro im Monat also 48 Euro im Jahr…
Das ist nach meiner Auffassung UNVERSCHÄMT
Das wäre in der Tat unverschämt. Aber bist du dir auch sicher, dass das lediglich für den Risikoanteil weggegangen ist? Normal erhöht sich nämlich auch jedes Jahr die Versicherungssumme. Wodurch ergeben sich denn auch die 500 Euro, sprich: wodurch habt ihr diese Höhe feststellen können? Kannst du mir das Beispiel vielleicht nennen?
Ich bin weder Mitglied im BdV noch teile ich alle derer
Ansichten. Versicherungen, das sagt schon der Name sind dazu
da um sich gegen ein Risiko abzusichern und sie sind sinnvoll.
Dann sind wir uns ja schonmal einig. 
Damit der Vertreter leben kann muss er aber die sinnvollen
Versicherungen mit den nicht sinnvollen Spareinschlüssen
kombinieren.
Das ist wiederum in meinen Augen eine Frage der Integrität. Mit Unfall und Sach lässt sich mindestens genauso viel Geld verdienen. Eher besser noch und der Kunde ist besser abgesichert. Vor allem gibt es ab einer bestimmten Bestandsgröße auch regelmäßige Einnahmen. Und darauf sollte man doch abzielen.
Zum anderen kann eben auch diese Mischform der Versicherung (KapitalLV) in bestimmten Fällen die idealere und bessere Lösung sein (beispielsweise Finanzierung und Darlehensstundung).
Die Versicherungsgesellschaften investieren u.a.
in selbst in Fonds. Nur erhält der Vertreter beim Abschluss
eines reinen Fondssparplans nur einen Anteil der
Ausgabeaufschläge als Provision, hingegen bei der Grossleben-
oder KapitalLV eine Provision aus den ersten Einzahlungen des
Versicherungsnehmers.
Aber hier stellt sich doch die Frage: Macht er den Fond 40 Jahre lang, gibt es 40 Jahre lang sauberes Geld. Bei der LV gibt es gerade mal 1 mal Geld und dann evtl. noch Kleckerles an Bestansbetreuung.
Hier teile ich die Ansicht des BdV, dass
das Zillmerverfahren dem Kunden nicht bekannt und auch nicht
vereinbart wurde und deshalb die Abschlusskosten maximal dem
Verwaltungskostenanteil des jeweiligen Jahres entsprechen
dürfen.
Das Zillmerverfahren ist das gängige Verfahren aller Versicherungen. Lediglich die Hannoversche Leben ist davon abgewichen. Wo sie heute steht, sehen wir ja. Der aufgeklärte Kunde weiß mindestens schon die letzten 4 Jahre, dass er anfangs nur wenig von seinen Auszahlungen herausbekommt. Ob er den Namen des Verfahrens dabei kennt, spielt in meinen Augen keine Rolle. Er kennt das Prinzip.
Ich finde daher nicht, dass der Kunde sich durch „Dumm“-Stellen aus Vertragsangelegenheiten so mir nichts dir nichts herausschleichen kann.
Aber auch hier sei der Punkt der Transparenz erwähnt. Dem haben die Versicherer seit dem Urteil abbeholfen und dieses Verfahren einfach in die AGB verständlich aufgeführt.
Zu meiner Ansicht: Ich habe meinen Kunden damals immer gesagt, dass sie erst mich bezahlen und dann ihre Ernte eingefahren wird. Da 1/3 nur durchhält müssen sie durchhalten, denn die Durchhalter ernten am meisten. Wissen sie schon jetzt, dass es nichts wird, dann sollten wir es lieber sein lassen.
Der nächste Punkt ist aber auch die Höhe des mtl. Beitrages. Ich denke, dass dieser bei vielen gerade in jungen Jahren einfach oberhalb der Schmerzgrenze liegt und deswegen eben auch sehr oft zu einem Storno führt.
Wüssten das die Kunden würde nie wieder jemand eine
KapitalLV abschließen. Von solchen feinen Sachen wie
Buchwertprinzip und Niederstwertprinzip ganz zu schweigen.
Bezweifel ich an. Ich habe allerdings noch nie bei einem Unternehmen gearbeitet, welches eine kleine EK-Basis hatte.
Den Kunden interessieren die verschiedenen Wertprinzipien nicht. Er will nur, dass sein Geld sicher angelegt ist. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Rendite einer KLV zu verbessern.
Beitragsdepot, Zahlungsweise sind nur kleinere Beispiele.
Bitte genau lesen: Die Aussage steht im Zusammenhang mit der
vorherigen Aussage: mit Risiko ist hier nicht das Kursrisiko
gemeint sondern die Versicherungsleistung. Ich denke wir sind
alle qualifiziert genug, um zu wissen, dass es keine
Geldanlage ohne Risiko gibt.
Mhh… die Aussage war so und so auslegbar. 
Okay… auf jeden Fall bin ich der Meinung, dass die CM und Sali auch eine Todesfallleistung beinhalten, was deiner Theorie wiedersprechen würde, dass hier keine Risikobausteine enthalten sind.
Gruß
Marco