Rücklagen für ETW

Hallo zusammen,

wir wohnen in einem 12 Jahre alten Haus mit insgesamt 4 Parteien.
Es sind alles recht kleine Wohnungen (95 qm, 2 x 65qm und 56 qm + Spitzboden der aber nicht zur Wohnfläche zählt). Es sind bis jetzt gut 8 TEUR an Rücklagen vorhanden, bis jetzt sind keine größeren Zugriffe darauf erfolgt.

Ist das nicht ein bisschen wenig?

Ich hab mir mal ausgerechnet, dass wir etwa 670 Euro pro Jahr an Rücklagen bilden…
Jemand hatte mal hier einen Link mit Richtwerten für Rücklagen gepostet. Danach komme ich auf mind. 1,5 TEUR die pro Jahr gebildet werden sollten (mir ist schon klar, dass das ein unverbindlicher Richtwert ist, aber man weiß ja nie was in 10 oder 15 Jahren oder noch später passiert).

Dazu muss ich sagen, dass die Heizungs/- Warmwasserzubereitung Sondereigentum ist. Ist die Höhe der Rücklagen vor dem Hintergrund okay, oder sollte man mal eine Erhöhung anregen?

Danke schon mal für eure Ratschläge.

Viele Grüße
Trine

Hallo Trine,
sicherlich sind 8000 Euro Ruecklagen nicht die Welt und sind schnell verbraucht, sobald eine groessere Massnahme bevorsteht.
Auf der naechsten Versammlung kann man eine Erhoehung anregen und wird dann die Reaktionen der anderen Parteien erleben. Sollte eine groessere Massnahme irgendwann einmal anstehen, gibt es ja noch die Moeglichkeit einer Sonderumlage. Aus meiner Erfahrung sind Sonderumlage und Erhoehung der Ruecklagenbildung immer abendfuellende Diskussionen auf den Versammlungen.
Gruss,
Alfred

Es ist schon etwas wenig. Das Problem ist aber, dass keiner gern höhere Kosten hat, wenn sie nicht unbedingt notwendig sind.
Wenn Sie jetzt anregen, dass Sie gern höhere Rücklagen bilden würden, kommt das nicht bei allen gut an. Manch einer hat nicht so viel Geld oder sieht dieses Thema nicht so ernst.
Sollte es so kommen und die anderen Eigentümer darauf nicht eingehen, hilft es nur etwas, wenn Sie sich persönlich Rücklagen bilden.
Dann müssen eben die anderen Eigentümer Kredite aufnehmen, um die Umlagen zu bezahlen, Sie zahlen aus den Rücklagen.
Was nichts daran ändert, dass oft nur absolute Härtefälle instand gesetzt werden.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi!

Als ich noch WEG-„Mitglied“ war, war ich immer gegen großartige Rücklagen. 10-20 TEur, so dass der Verwalter auch mal Notreparaturen am Dach kurzfristig machen lassen kann, reichen m.E. für ein normales Haus mit um die 10 Parteien locker aus.
Ansonsten liegt ein sehr großes Guthaben (für unser 8-Parteien Haus wurden 70.000 Euro vom Verwalter angeregt!!!) mit schlechter Verzinsung irgendwo.
Da lege ich doch mein Geld lieber besser an und bezahle dann meinen Anteil an größeren Reparaturen, wenn es wirklich notwendig ist. Zudem ist die Rücklage bei einem Verkauf der Wohnung für den Verkäufer verloren. Was geht mich das Vermögen des nächsten Eigentümers an…?

Aber leider habe ich immer gegen Wände geredet. Das deutsche Sicherheitsdenken überlagert hier den gesunden Menschenverstand, gerade wenn, wie bei uns, eigentlich alle Parteien einigermassen vermögend sind und somit auch mal ihren Anteil an einer großen Reparatur von vielleicht 3000 Euro ohne große Probleme bezahlen könnten.
Auf meine Frage hin, ob die Leute denn ihr privates Vermögen im Sparstrumpf aufbewahren würden, stieß ich auf Unverständnis…

Grüße,

Mathias

wir wohnen in einem 12 Jahre alten Haus mit insgesamt 4
Parteien.
Es sind alles recht kleine Wohnungen (95 qm, 2 x 65qm und 56
qm + Spitzboden der aber nicht zur Wohnfläche zählt). Es sind
bis jetzt gut 8 TEUR an Rücklagen vorhanden, bis jetzt sind
keine größeren Zugriffe darauf erfolgt.

Ist das nicht ein bisschen wenig?

Ich hab mir mal ausgerechnet, dass wir etwa 670 Euro pro Jahr
an Rücklagen bilden…
Jemand hatte mal hier einen Link mit Richtwerten für Rücklagen
gepostet. Danach komme ich auf mind. 1,5 TEUR die pro Jahr
gebildet werden sollten (mir ist schon klar, dass das ein
unverbindlicher Richtwert ist, aber man weiß ja nie was in 10
oder 15 Jahren oder noch später passiert).

Dazu muss ich sagen, dass die Heizungs/- Warmwasserzubereitung
Sondereigentum ist. Ist die Höhe der Rücklagen vor dem
Hintergrund okay, oder sollte man mal eine Erhöhung anregen?

Danke schon mal für eure Ratschläge.

Viele Grüße
Trine

Hier gibt es aber einen kleinen aber feinen Unterschied.
Teilen sich 4 Parteien in eine größere Reparatur von 20.000€, kostet das jede Partei 5.000€. Teilen sich 10 Parteien rein, beträgt das für jeden nur 2.000€.
Und weiterhin ist es nicht so, dass angestrebt wird, dass 70.000€ vorhanden sein sollen, sondern dass ausreichend da sein sollte. Wenn hier 15 - 20 TEUR als Rücklage vorhanden sind, sollte das sicher ausreichend sein. Die Konsequenz aus zu niedrigen Rücklagen ist im Notfall die, dass erst einmal Geld beschafft werden muss, bevor etwas geschieht. Bei einem kaputten Dach (z.B. nach einem kleineren Wirbelstürmchen) könnten hier durchaus Folgeschäden eintreten, die den Aufwand in die Höhe treiben. Weiterhin ist bei knapper Kasse die Gefahr groß, dass manche Reparatur aufgeschoben wird. Mit der Konsequenz, dass das Gebäude einen Wertverlust durch Instandhaltungsstau erfährt. Und letztendlich ist es so, dass ich bei einem Gutachten auch nach der Höhe der Instandhaltungsrücklagen schaue. Sind die übermäßig hoch, gibt es einen Zuschlag, sind sie sehr niedrig, einen dementsprechenden Abschlag.
Man muss also keine Angst um sein Geld haben.
Der einzige Kritikpunkt, bei dem ich Ihnen fast uneingeschränkt zustimme, ist der Punkt des „toten Kapitals“. Wobei zu wenig auch eine Rendite, allerdings mit negativem Vorzeichen, hervorrufen kann.
Es kommt wie immer im Leben auf die richtige Dosierung an.

Hi!

Als ich noch WEG-„Mitglied“ war, war ich immer gegen
großartige Rücklagen. 10-20 TEur, so dass der Verwalter auch
mal Notreparaturen am Dach kurzfristig machen lassen kann,
reichen m.E. für ein normales Haus mit um die 10 Parteien
locker aus.
Ansonsten liegt ein sehr großes Guthaben (für unser 8-Parteien
Haus wurden 70.000 Euro vom Verwalter angeregt!!!) mit
schlechter Verzinsung irgendwo.
Da lege ich doch mein Geld lieber besser an und bezahle dann
meinen Anteil an größeren Reparaturen, wenn es wirklich
notwendig ist. Zudem ist die Rücklage bei einem Verkauf der
Wohnung für den Verkäufer verloren. Was geht mich das Vermögen
des nächsten Eigentümers an…?

Aber leider habe ich immer gegen Wände geredet. Das deutsche
Sicherheitsdenken überlagert hier den gesunden
Menschenverstand, gerade wenn, wie bei uns, eigentlich alle
Parteien einigermassen vermögend sind und somit auch mal ihren
Anteil an einer großen Reparatur von vielleicht 3000 Euro ohne
große Probleme bezahlen könnten.
Auf meine Frage hin, ob die Leute denn ihr privates Vermögen
im Sparstrumpf aufbewahren würden, stieß ich auf
Unverständnis…

Grüße,

Mathias

Hallo,

Da lege ich doch mein Geld lieber besser an und bezahle dann
meinen Anteil an größeren Reparaturen, wenn es wirklich
notwendig ist. Zudem ist die Rücklage bei einem Verkauf der
Wohnung für den Verkäufer verloren. Was geht mich das Vermögen
des nächsten Eigentümers an…?

Leider denken viele Wohnungseigentümer so kurzsichtig, besonders in relativ neuen Objekten. Die nächste größere Maßnahme ist noch in weiter Ferne, viele sehen die konsequente und kontinuierliche Rücklagenbildung nicht ein.

Nach allerspätestens 20 Jahren klemmt es plötzlich überall, andauernd sind Sonderumlagen nötig, man sieht jetzt den Renovierungsstau, und alle schauen sich ratlos an…

Glück für Eigentümer, die rechtzeitig verkauft haben, Pech für diejenigen, die jetzt die Fehler der vergangenen Jahre bezahlen müssen.

Ganz spannend wird es dann, wenn vor allem bei kleineren Objekten der eine oder der andere Eigentümer bei Sonderumlagen nicht mitmachen kann mangels Masse, oder weil er eben nicht das Geld privat angespart hat.

gerade wenn, wie bei uns, eigentlich alle
Parteien einigermassen vermögend sind und somit auch mal ihren
Anteil an einer großen Reparatur von vielleicht 3000 Euro ohne
große Probleme bezahlen könnten.

Ob diejenigen, die vermögend scheinen, dann im Ernstfall 3.000 Euro problemlos bezahlen können oder wollen, zeigt sich erst. Man erlebt Überraschungen, die bescheidener lebenden Eigentümer haben das Geld oft eher angespart als die vermögenden.

Auch wenn bisher vielleicht alle Eigentümer tatsächlich vermögend sind - es kann jederzeit ein Eigentümerwechsel stattfinden.

Außerdem sind Rücklagen durchaus eine Variable beim Wohnungskauf oder -Verkauf. Halbwegs informierte Käufer erkennen sehr wohl, dass sie eine Wohnung mit zu niedrigen Rücklagen angeboten bekommen und wissen, was auf sie zukommt. Sie werden das im Kaufpreis mindernd berücksichtigen.

Gruß, Insel

Guten Morgen.

Danke für die ganzen Informationen/ Meinungen/ Ratschläge.
Ich bin auch der Meinung, dass die Rücklagen etwas erhöht werden sollten. Ich werde das mal bei der nächsten Eigentümerversammlung anregen (wird aber erst im nächsten Jahr stattfinden). Es würde vielleicht ja schon reichen, wenn jeder 10 Euro im Monat mehr anspart. Das sind dann schon mal knapp 500 Euro mehr im Jahr …

Aber schauen wir mal. Bis nächstes Jahr ist es ja noch lange hin. Ich werde das aber auf jeden Fall im Hinterkopf bewahren.

Viele Grüße
Trine

Hi!

Da lege ich doch mein Geld lieber besser an und bezahle dann
meinen Anteil an größeren Reparaturen, wenn es wirklich
notwendig ist. Zudem ist die Rücklage bei einem Verkauf der
Wohnung für den Verkäufer verloren. Was geht mich das Vermögen
des nächsten Eigentümers an…?

Leider denken viele Wohnungseigentümer so kurzsichtig,
besonders in relativ neuen Objekten. Die nächste größere
Maßnahme ist noch in weiter Ferne, viele sehen die konsequente
und kontinuierliche Rücklagenbildung nicht ein.

Ganz genau. Wobei ich das keineswegs für kurzsichtig, sondern für jeden Menschen mit rudimentären Mathematikkenntnissen logisch halte…

Nach allerspätestens 20 Jahren klemmt es plötzlich überall,
andauernd sind Sonderumlagen nötig, man sieht jetzt den
Renovierungsstau, und alle schauen sich ratlos an…

Wenn an einem Haus nichts gemacht wird, ist das eine Sache. Eine andere ist es, Rücklagen zu bilden.
Das eine hat mit dem anderen zunächst nichts zu tun.

Glück für Eigentümer, die rechtzeitig verkauft haben, Pech für
diejenigen, die jetzt die Fehler der vergangenen Jahre
bezahlen müssen.

Stimmt, hat aber mit dem Thema Rücklagen nichts zu tun.
Ein Haus muss immer gepflegt werden.
Nur wie das bezahlt wird ist ja hier die Frage.

Ganz spannend wird es dann, wenn vor allem bei kleineren
Objekten der eine oder der andere Eigentümer bei Sonderumlagen
nicht mitmachen kann mangels Masse, oder weil er eben nicht
das Geld privat angespart hat.

Das ist natürlich unangenehm, aber die Zahlungsverpflichtung kann ja auf dem normalen Klageweg durchgesetzt werden.
Zudem, auch wenn es sich vielleicht ein wenig überheblich anhört, würde ich nur in Top-Objekte investieren, wo so etwas normalerweise seltener passiert.

Generell meine ich, dass eine etwaige zukünftige Zahlungsunfähigkeit eines etwaigen Miteigentümers kein Grund ist, übermässige Rücklagen zu bilden.
Man kann sich nicht gegen jeden Käse absichern und wie gesagt, ich entscheide lieber selbst, wie mein Geld angelegt ist und möchte selbiges auch nicht an einen späteren Eigentümer verschenken.

gerade wenn, wie bei uns, eigentlich alle
Parteien einigermassen vermögend sind und somit auch mal ihren
Anteil an einer großen Reparatur von vielleicht 3000 Euro ohne
große Probleme bezahlen könnten.

Ob diejenigen, die vermögend scheinen, dann im Ernstfall 3.000
Euro problemlos bezahlen können oder wollen, zeigt sich erst.

Wer das nicht kann, darf auf keinen Fall Wohneigentum erwerben. Das kann nur schief gehen.

Man erlebt Überraschungen, die bescheidener lebenden
Eigentümer haben das Geld oft eher angespart als die
vermögenden.

Dazu kann ich nichts sagen.

Auch wenn bisher vielleicht alle Eigentümer tatsächlich
vermögend sind - es kann jederzeit ein Eigentümerwechsel
stattfinden.

Das stimmt. Daher sage ich ja, man sollte nur in sehr gute Objekte investieren.

Außerdem sind Rücklagen durchaus eine Variable beim
Wohnungskauf oder -Verkauf. Halbwegs informierte Käufer
erkennen sehr wohl, dass sie eine Wohnung mit zu niedrigen
Rücklagen angeboten bekommen und wissen, was auf sie zukommt.
Sie werden das im Kaufpreis mindernd berücksichtigen.

Es wird so einiges beim Kaufpreis „mindernd berücksichtigt“. Das muss mich als Verkäufer jedoch nicht interessieren, solange das Objekt sich in einer Gegend befindet, wo gesucht wird.
Klar, dass das nicht jeder Wohnungskäufer machen kann. Ich lebe jedoch in München und da fallen die Verhandlungen dem Verkäufer schon etwas leichter.
Ich habe die Wohnungen ja sowieso nicht mehr und bin froh darum. WEGs sind nicht meins, das Sondernutzungsrecht für Gärten hat mir damals so gründlich den Spaß verdorben, dass ich in Deutschland immobilienmässig nur noch in ein eigenes Haus investieren würde.
Wie gesagt, das ist meine persönliche Ansicht. Man muss das nicht gut finden und ich weiß, dass viele das auch nicht tun. Aber als Betriebswirt und Mensch mit Geschmack in bezug auf Gärten sind die meisten WEGs für mich einfach völlig daneben. Da halte ich mich in Zukunft raus und fertig.

Zum eigentlichen Thema habe ich ja meine Meinung geschrieben.

Grüße,

Mathias

Also, ein klitzekleines Beispiel:

Lieschen Müller ist auch solch ein Mensch, der sein Geld lieber selbst anlegt und nur in Top-Immobilien investiert. Alle in der Hausgemeinschaft mit 4 WE denken ähnlich und man einigt sich, die Instandhaltungsrücklage sehr klein zu halten.
Irgendwann verkauft einer der Hausgemeinschaft seine Wohnung und es zieht die nette Familie Meier ein.
Ein oder zwei Jahre nach dem Einzug, die Finanzierung tuckert so vor sich hin und das Geld reicht gerade so dafür aus, müsste man das Dach reparieren. Alle nehmen ihren Geldbeutel und holen da ihre 5.000€ für die Reparatur raus. Außer Familie Meier, die haben kein Geld.
Und wenn es im Laufe der Zeit mehrere solcher Eigentümer gibt, könnte Lieschen Müller auf einmal dastehen und sieht zu, wie die Substanz verfällt, weil kein Geld vorhanden ist, den Wert zu erhalten.
Und nun? Lieschen Müller hat alles richtig gemacht. Und steht trotzdem betröppelt da. erst recht, wenn sie unterm Dach wohnt.
Also so ganz ohne ist es nicht, eine vernünftige und angemessene Rücklage zu bilden.

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Danke :wink: *Sternchengeb* und ohne Text

-)

Hi!

Irgendwie passt dieses Beispiel nicht ganz als Gegenargument.

Hast Du meine Artikel hier wirklich gelesen?

Grüße,

Mathias

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Doch, die habe ich gelesen und deswegen meinen Beitrag geschrieben.
Wenn man zu wenig Rücklagen gebildet hat, besteht immer die Gefahr, dass auf plötzliche Schäden nicht oder nicht rechtzeitig reagiert werden kann.
Und wenn Sie für Ihre ETW ordentlich Rücklagen gebildet haben, die anderen Wohnungsbesitzer aber nicht, wird das den Dachdecker völlig kalt lassen, dass Sie Ihre Pflicht gemacht haben. Der will seine Rechnung nach seiner Kalkulation, nicht nach Ihren MEA bezahlt haben.
Und da können Sie klagen, die Versicherungen stressen usw usf. Der Schaden sollte schnellstmöglich behoben werden, sonst wird es noch teurer.
Und meist ist es so, dass renditestärkere Anlageformen volatiler oder weniger liquide sind.
Wie gesagt, hier geht es nicht darum, übermäßig viel Rücklagen zu häufen. Es geht um ein gesundes Maß.
Und bei der Ausgangssituation ist es in meinen Augen zu wenig.

Aber das können Sie ja halten, wie Sie für richtig halten.

Hi!

Irgendwie passt dieses Beispiel nicht ganz als Gegenargument.

Hast Du meine Artikel hier wirklich gelesen?

Grüße,

Mathias

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Hi Dirk,

Doch, die habe ich gelesen und deswegen meinen Beitrag
geschrieben.
Wenn man zu wenig Rücklagen gebildet hat, besteht immer die
Gefahr, dass auf plötzliche Schäden nicht oder nicht
rechtzeitig reagiert werden kann.

Die Frage ist nicht, ob man bildet, sondern wieviel nötig ist. „Zu wenig“! halte ich auch nicht für sinnvoll. „Genug“ ist allerdings ausgesprochen relativ, wie ich gelernt habe.

Und wenn Sie für Ihre ETW ordentlich Rücklagen gebildet haben,
die anderen Wohnungsbesitzer aber nicht, wird das den
Dachdecker völlig kalt lassen, dass Sie Ihre Pflicht gemacht
haben. Der will seine Rechnung nach seiner Kalkulation, nicht
nach Ihren MEA bezahlt haben.

Das ist mir durchaus bewusst.
Mir geht es darum, dass man sich mittels Rücklagen nicht gegen jede Eventualität absichern muss.
Wenn ein neues Dach nötig wird, erkennt man dies zumeist einige Zeit vorher bereits. Außer es fällt ein Baum drauf, was eher selten passiert und dann zumeist ein Versicherungsfall ist.
Diesen zeitvorlauf verwendet man dann clevererweise, um die Zahlung zu klären. Da muss man nicht für ein neues Dach, das alle 30 Jahre fällig wird, aus dem Vollen schöpfen können, meine ich.

Und da können Sie klagen, die Versicherungen stressen usw usf.
Der Schaden sollte schnellstmöglich behoben werden, sonst wird
es noch teurer.

Was sollen diese Belehrungen?
Beim Thema Haus, Erhaltung und Renovierung bin ich einigermassen fit. Und eben auch beim Thema Finanzierung und Wirtschaftslichkeitsrechnung…

Und meist ist es so, dass renditestärkere Anlageformen
volatiler oder weniger liquide sind.
Wie gesagt, hier geht es nicht darum, übermäßig viel Rücklagen
zu häufen. Es geht um ein gesundes Maß.
Und bei der Ausgangssituation ist es in meinen Augen zu wenig.

Das ist eben das Thema. Was ist „gesund“?
Ich meine eben, dass „gesund“ bei einer Anlage mit 9 WOhnungen ca. 20 TEur sind.

Aber das können Sie ja halten, wie Sie für richtig halten.

Natürlich, und das mache ich auch, denn ich bin raus aus der WEG und werde sicherlich nie wieder bei einer mitmachen…

Grüße,

Mathias

Hi!

Irgendwie passt dieses Beispiel nicht ganz als Gegenargument.

Hast Du meine Artikel hier wirklich gelesen?

Grüße,

Mathias

Die Frage ist nicht, ob man bildet, sondern wieviel nötig ist.
„Zu wenig“! halte ich auch nicht für sinnvoll. „Genug“ ist
allerdings ausgesprochen relativ, wie ich gelernt habe.

Keine Frage

Mir geht es darum, dass man sich mittels Rücklagen nicht gegen
jede Eventualität absichern muss.

Das geht auch nicht. Aber das Risiko sollte überschaubar sein und es sollte einen Plan B geben.

Wenn ein neues Dach nötig wird, erkennt man dies zumeist
einige Zeit vorher bereits. Außer es fällt ein Baum drauf, was
eher selten passiert und dann zumeist ein Versicherungsfall
ist.

Und ist genug Geld vorhanden, diesen Versicherungsfall vorzuschießen, bleiben sogar die Folgekosten im Rahmen. Und es geht darum, dass bei zu wenig Rücklagen Reparaturen aufgeschoben werden, die bei voller Kriegskasse kein Problem gewesen wären.

Diesen zeitvorlauf verwendet man dann clevererweise, um die
Zahlung zu klären. Da muss man nicht für ein neues Dach, das
alle 30 Jahre fällig wird, aus dem Vollen schöpfen können,
meine ich.

Ein beispiel: das Dach steht zur Reparatur an, die Fassade bräuchte auch mal wieder paar Ausbesserungen, ist aber noch nicht sooo schlimm, dass ganze Fassadenteile auf die Straße segeln.
In solch einem Fall macht es Sinn, beides zusammen zu erledigen, da beide Angelegenheiten ein Gerüst erfordern. Und ist die Kasse eben nicht gut gefüllt, leidet diese sinnvolle Idee an den Mitteln.

Was sollen diese Belehrungen?
Beim Thema Haus, Erhaltung und Renovierung bin ich
einigermassen fit. Und eben auch beim Thema Finanzierung und
Wirtschaftslichkeitsrechnung…

Ich belehre keinen. Ist zumindest nicht meine Absicht. Sie haben eben eine andere Meinung als ich. Und ich begründe meine und Sie Ihre. Leider kann ich Ihrer genau so wenig folgen wie Sie der meinigen. Soll sich doch der Fragesteller sein Bild darauf bilden.

Das ist eben das Thema. Was ist „gesund“?
Ich meine eben, dass „gesund“ bei einer Anlage mit 9 WOhnungen
ca. 20 TEur sind.

Die Ausgangslage: 4 Parteien, 8.000€. Das ist zu wenig!

Aber das können Sie ja halten, wie Sie für richtig halten.

Natürlich, und das mache ich auch, denn ich bin raus aus der
WEG und werde sicherlich nie wieder bei einer mitmachen…

Was zweifelsohne eine gute Entscheidung ist.