Rücknahme von Farben nach Falschberatung

Rücknahme nach Falschberatung?

Hallo, wenn man sich im Farben-Fachgeschäft beraten lässt, wieviel Lack man für eine bestimmte Quadratmeteranzahl Boden zum Versiegeln benötigt, drei 10-liter Eimer empfohlen bekommt, diese dort kauft (Fachgeschäft muss dies erst bestellen), dann aber nur einen Eimer benötigt -muss das Farbengeschäft die 2 nicht geöffneten Eimer wieder zurücknehmen? Bzw, wenn sie es machen, können sie 20% Einlagerungs-und Bearbeitungsgebühren einbehalten, da es sich um „Bestellware“ handelt? Recherche hat ergeben, dass üblicherweise für diese Fläche ca.15 l Lack veranschlagt werden (Angebot eines Schreiners)Freue mich über Antworten - Danke wusssel

Na ja das lässt sich meiner Meinung nicht so einfach beantworten. War es definitiv eine Falschberatung? Was steht im Technischen Merkblatt für ein Verbrauch? Wieviel qm sind es denn? Wie oft sollte beschichtet werden? Wie stark wird die Fläche begangen bzw. ist sie stark beansprucht? War dem Verkaufspersonal eindeutig klar was bzw. wieviel gewünscht war?

Wie viel Verantwortung muss der Kunde dennoch selbst aufbringen? Kann man in einem Geschäft immer einfach alles entgegennehmen mit der Sicherheit ‚es wird schon richtig sein?‘ Kann man immer sicher sein, dass der Verkäufer auch wirklich verstanden hat was ich will? Immerhin gibt es noch den Beruf des Malers/Lackierers, der sich die Sache anschaut und somit mehr Informationen selbst erfassen kann, als der Verkäufer (nur) durch die Worte des Käufers.

Wieso hat das Fachgeschäft keinen Versiegelungslack vorrätig (das gehört doch zum Grundsortiment)? Dann sollte eine Rücknahme auch kein Problem sein.

Die Beweisführung wird wohl schwierig ‚wer hat den Fehler gemacht?‘. Wenn es ein sicherer (nachweisbarer) Fehler des Verkaufspersonals war, kann ein Anwalt sich der Frage ja mal annehmen (mit mehr Infos als hier preisgegeben). Kunden haben im Zweifel bestimmt die besseren Karten vor Gericht als Verkaufsgeschäfte.

Ich denke aber dennoch das Beste ist auf einen Kompromiss hin zu arbeiten.

Grüße Carsten

P.S: Und besser ist auch nicht mit einem Verkäufer, sondern mit dem Chef oder dem Filialleiter zu verhandeln.

P.P.S: Wenn das Ergebnis (trotz geringerer Menge) gut geworden ist, so freut sich das Verkaufspersonal bestimmt auch es zu hören :smile: