Hallo zusammen,
ich bin die stolze Besitzerin einer grossen, alten Trauerweide und liebe diesen Baum sehr.
Da ich in den Bergen wohne ist in diesem, meteorologisch verrückten Frühling,noch einmal sehr viel und auch sehr schwerer Schnee gefallen als der Baum bereits die Blätter getrieben hatte.
Dies führte dazu, das ein Teil des Stammes abgeknickt ist, im oberen Bereich und ein Teil der Krone zwar noch mit dem Baum verbunden ist, aber alles sehr unstabil aussieht und ich mir über die Standfestigkeit des Baumes auch nicht mehr so ganz im klaren bin. denn alles ist sehr einseitig und auf der anderen Seite hat der Schnee einen Teil des Baumes ganz abgebrochen.
Der ganze Baum müsste um gut 1/3 abgeschnitten werden, auch um die Sicherheit (wegen möglichem spontanen restliches abbrechen und herunterstürzen des zur hälfte angebrochenen Teiles) zu gewährleisten.
Kann ein solcher, radikaler Schnitt jetzt im Sommer ausgeführt werden, ohne das der Baum eingeht? Wie gesagt, es muss der obere Teil des Stammes abgenommen werden, darunter hat es zwar schon noch einige, kleinere Äste, aber ein grosser Teil der Trauerweide müsste abgeschnitten werden.
Ich will den Baum auf keinen Fall verlieren, ein angefragter Baumpfleger wollte den Auftrag nicht übernehmen, weil der Baum sehr am Hang steht und es schon sehr schwierig ist, diesen zu erklimmen. Aber ein befreundeter Bergsteiger hatte den Baum schon zu einem früheren Zeitpunkt mit entsprechenden Sicherungen schon einmal beschnitten und würde dies auch wieder übernehmen…
aber eben, ist es möglich, jetzt, in dieser Jahreszeit den Baum so zurück zu schneiden, ohne das er eingeht? Oder muss sonst mit entsprechender Absperrung des Bereiches um den Baum herum, bis nächsten Winter gewartet werden???
Gerade jetzt im Sommer…
Hallo!
Wie immer wäre ein Bild dazu ganz schön und aussagekräftig.
So kann man sich das kaum vorstellen - wie groß/dick sind die betroffenen Äste etc.
Kann ein solcher, radikaler Schnitt jetzt im Sommer ausgeführt
werden, ohne das der Baum eingeht?
Ich würde noch ein paar Wochen warten, damit der Baum garantiert nicht mehr ausblutet - so lange er kräftig treibt und Saft schiebt, besteht diese Gefahr nämlich im Frühjahr.
Es führt wohl kein Weg drumrum, so wie ich Dich verstanden habe. Weiden sind da recht robust, da würde ich mir keine Sorgen machen. Die Frage ist halt ein bißchen, wie das dann hinterher aussieht bzw. langfristig statisch stabil steht. Oder ob man den Baum gleich ganz fällt und neu pflanzt (von wegen: Ende mit Schrecken statt Schrecken ohne Ende). Aber ohne Bild ist das kaum zu beurteilen.
aber eben, ist es möglich, jetzt, in dieser Jahreszeit den
Baum so zurück zu schneiden, ohne das er eingeht?
Gerade im Sommer kann der Baum am besten auf die Verletzungen durch den Schnitt reagieren und die Wunden schnell verschließen. Anfang August würde ich sagen, wenn der Frühjahrs- und Johannistrieb sicher abgeschlossen ist und der Baum zur Ruhe gekommen ist.
Grüße
kernig
Vielen Dank für die Antwort!
leider ist es in dem Blattgewirr nicht möglich, ein aussagekräftiges Foto zu machen, Die Ruten reichen bis zum Boden…
Der Baum ist mindestens 50 Jahre alt und der Teil, der abgeschnitten werden muss, hat einen Durchmesser von mindestens 40 cm und liegt in einer Höhe von über 10 Meter.
Der Baum soll auf keinen Fall gefällt und ersetzt werden, denn es ist nicht mehr möglich, an der gleichen Stelle einen neuen zu setzen, der Baum steht nahe der Grundstücksgrenze (Landwirtschaftszone), bei einer Neupflanzung ist ein Grenzabstand von mehr als 10 Meter einzuhalten, was an dieser Stelle kaum möglich sein wird… und ich liebe es im Sommer unter diesem Baum zu sitzen und die Ruhe zu geniesen…
Aber ich werde, dank der Antwort, den Baum jetzt mutiger zurück schneiden.
Langsam…
Hallo,
wenn ich die Antwort richtig gelesen habe, und zu der tendiere ich auch, solltest du nach Möglichkeit noch ein paar Wochen warten.
Gruß
Kati