Servus,
… ich habe bisher einen Ausdruck bekommen mit allen
Eingaben.
nur einer ist sicher zu wenig. Was ists denn für einer? Betriebswirtschaftliche Auswertung? Summen- und Saldenliste? Journal? Primanota? Vollständig wäre (nach älterem Recht) allenfalls ein Papierausdruck aller Sachkonten. Nach jetzigem müssen alle elektronisch gefertigten Aufzeichnungen auch elektronisch zugänglich gemacht werden können, d.h. man kommt um den vollständigen Datenbestand nicht herum.
Ist das Brennen des Buchungsbestands auf CD eine
„normale“ Leistung, oder muss ich dafür extra bezahlen?
Gehört meines Erachtens zur Erledigung der Aufzeichnungen wie früher das Kontenbuch, wegen der Verpflichtung, auch elektronischen Zugriff zu ermöglichen. Besser vorher fragen.
Die
USt-Voranmeldungen habe ich selbst gemacht.
Das hilft nichts. Die USt-Werte müssen aus den Aufzeichnungen und den Belegen nachvollziehbar sein. Wenn der USt-Erklärung ein Datenbestand aus einem FiBu-Programm zugrunde liegt, braucht man den auch zum Nachweis der USt-Werte.
Gegenfrage bei dieser Gelegenheit: Wenn Du die USt-Voranmeldungen selber machst, kannst Du doch eigentlich auch die Überschussrechnung selber machen? Dann braucht es kein externes Steuerbüro. Oder umgekehrt: Dort ist die Arbeit genau die gleiche, ob man ein Jahr insgesamt oder in vier Quartalen erfasst. D.h. wenn ich den Kram eh nach draußen gebe, lass ich mir doch auch die USt-Voranmeldungen da machen - dann hab ich weniger Aufwand damit und der StB genau gleich viel.
Meine
Originalunterlagen habe ich auch schon seit Monaten wieder
hier. Könnte mir nicht vorstellen, dass es eine Lücke geben
könnte… - oder gibt es hier auf etwas Besonderes zu achten?
Es muss halt innerhalb der nächsten zehn Jahre auf Anhieb möglich sein, von den Werten aus der Überschussrechnung über die Buchungen zum Beleg zu kommen. Wenn das, einschließlich nachvollziehbarer Ablage der Belege, gewährleistet ist: Alles in Ordnung.
Für alle Fälle: Was kostet denn „das Erfassen dieser Daten“?
Mit was müsste ich jetzt wohl rechnen? ((Ich würde sooo gerne
wechseln…))
Das kommt auf die Kanzlei an, vorher fragen schützt vor Überraschungen hinterher. Ob nochmal alles durchgebucht wird oder die vorhandene Summen- und Saldenliste übernommen wird, hängt vom vorliegenden Material ab. Die Gebührenverordnung ist nur scheinbar fix, sie sieht ziemlich breite Spielräume vor. Letztlich kommts drauf an, dass die Zeit ordentlich verwertet wird. Sachbearbeiterstunde bei einer nicht besonders komplexen Buchhaltung würde ich mit etwa 50-60 € berechnen.
Was wäre, wenn ich alles, z.B. in Excell, erfasse und es dann
einem anderen STB übergebe? Könnte dieser die Daten dann nicht
übernehmen?
Es würde Dir viel Arbeit machen und dem Steuerbüro keinerlei Arbeit sparen: Dort wird ab Beleg gebucht oder die Salden aus einer nachvollziehbaren vorgelegten FiBu übernommen. Excel-Tabellen sind dafür zu vage. Wenn Du Deine eigenen Aufzeichnungen in excel führst, musst Du das auch bis zur fertigen Überschussrechnung durchziehen. Und dann brauchst Du kein Steuerbüro mehr dafür.
Schöne Grüße
MM