Rückwärtsgang einlegen

Motorbremse nutzen heisst aber eben sanft einkuppeln.
Und genau das fördert den Verschleiss, gerade im Stadtverkehr.
Und Bremsbeläge sind eben billiger als eine vorzeitig
verschlissene Kupplung.
Man muss immer abwägen was im Augenblick sinnvoller ist.
Die Motorbremse ist es nicht immer.

Tja, dann haben wir wohl verschiedene Vorstellungen vom Motorbremsen.

Ich kupple grundsätzlich nur beim Anfahren sanft ein. Beim Hochschalten gebe ich
erst Gas, wenn die Kupplung vollständig geschlossen ist. Ebenso lasse ich beim
Motorbremsen die Kupplung nicht schleifen, sondern - wie gesagt - ausschließlich
die „inneren Widerstände“ des Motors als Bremse wirken. Der Erfolg gibt mir
recht: Bei den etlichen Autos, die ich bisher hatte, mußte noch nie ein
Kupplungsbelag gewechselt werden.

Gruß T.

Hi,

wer beim runterschalten nicht sanft einkuppelt versaut die Motor- und Getriebeaufhängungen auf Dauer.
Ich will nichts gegen die Motorbremse sagen. Unter den passenden Verkehrsbedingungen und der richtigen Geschwindigkeit ist sie sinnvoll.
Aber hier wurde der Eindruck erweckt dass die Motorbremse immer zu bevorzugen sei. Und das ist m.E. Unsinn.
Zu den Zeiten als ich noch LKW fuhr hatte ich die Wahl zwischen der klassischen Motorbremse durch runterschalten, der Motorbremse durch die Auspuffklappe und der pneumatischen Bremse.
Je nach Verkehrslage und Geschwindigkeit war mal das eine, mal das andere besser.

Gruss Sebastian

Hallo Karl,

so so, sehr sinnvoll sowas.
Wer allerdings nicht in der Lage ist ein Schaltgetriebe
richtig zu bedienen sollte gleich durch eine technische
Einrichtung am Einsteigen gehindert werden :wink:

Hallo Sebastian,
als einer, der meint, ganz manierlich mit einem Schaltgetriebe umgehen zu können, hätte ich persönlich diese Sperre lieber nicht gehabt. Andererseits akzeptiere ich, dass die Autos nicht (nur) für mich maßgeschneidert sein können.

Ich könnte wetten dass diese Einrichtung aus den USA stammt.
Denen haben wir schon diesen Blödsinn bei den Automatikautos
zu verdanken das man eine Fahrstufe nur bei getretener Bremse
einlegen kann

Das ist angesichts der Fahrkünste mancher unserer „Volksgenossen“ bestimmt auch angeraten.

und das Bremsbedal so gross wie eine Plattschaufel ist.

Das schadet doch nun wirklich nicht, im Gegenteil. So wird der Bauraum für das Bremspedal besser ausgenutzt, da kein Platzbedarf für das Kupplungspedal gegeben ist.

Warum also das Autofahren erlernen wenn die Technik einen vor
purer Dummheit schützt?

Sie das positiv : Die Technik unterstützt angesichts der nun einmal vorhandenen (menschlichen) Unvollkommenheit. Die Masse der Fahrer haben nicht ein Autofahrer-Talent auf Schummi-Niveau.
Gruß
Karl

Mein nächstes Auto wird ein mit bestimmten Features
nachgerüsteter Oldtimer der mir nicht mit akustischen und
optischen Warnsignalen permanent vorschreibt das ich den Gurt
anlegen, das Licht ausschalten oder die Tür schliessen soll.

Gruss Sebastian

Hallo Karl,

als einer, der meint, ganz manierlich mit einem Schaltgetriebe
umgehen zu können, hätte ich persönlich diese Sperre lieber
nicht gehabt. Andererseits akzeptiere ich, dass die Autos
nicht (nur) für mich maßgeschneidert sein können.

Das meinte ich auch eher ironisch :wink:
Klar muss ein Auto für jeden „passen“. Aber in einigen Dingen wird masslos übertrieben.

Ich könnte wetten dass diese Einrichtung aus den USA stammt.
Denen haben wir schon diesen Blödsinn bei den Automatikautos
zu verdanken das man eine Fahrstufe nur bei getretener Bremse
einlegen kann

Das ist angesichts der Fahrkünste mancher unserer
„Volksgenossen“ bestimmt auch angeraten.

Merkwürdig wie lange das ohne ging.
Ich sehe das als einen Schritt in die falsche Richtung.
Anstatt die Qualität der Fahrausbildung zu verbessern wird irgendwas eingebaut um die Leute von ihrer eigenen Dummheit/Unfähigkeit zu schützen (siehe McDonalds: Achtung ! Der Kaffee könnte heiss sein)

und das Bremsbedal so gross wie eine Plattschaufel ist.

Das schadet doch nun wirklich nicht, im Gegenteil. So wird der
Bauraum für das Bremspedal besser ausgenutzt, da kein
Platzbedarf für das Kupplungspedal gegeben ist.

Und wo lasse ich bei so einer Bratpfanne den linken Fuss?
Der Fussraum wird eh schon immer knapper bei den modernen Autos.
Ausserdem ist kein menschlicher Fuss 20cm breit :wink:

Warum also das Autofahren erlernen wenn die Technik einen vor
purer Dummheit schützt?

Sie das positiv : Die Technik unterstützt angesichts der nun
einmal vorhandenen (menschlichen) Unvollkommenheit. Die Masse
der Fahrer haben nicht ein Autofahrer-Talent auf
Schummi-Niveau.

Um halbwegs sicher durch den Verkehr zu kommen muss man kein Schumi sein. Im Gegenteil, nach meiner Ansicht hatte der einen ziemlich rüden Fahrstil. Das man sich erst angurtet bevor man losfährt ist selbstverständlich. Da brauche ich keinen Gongschlag/Piepton in Kombination mit einer Warnlampe.
Wer mit einer offenen Tür losfährt sollte sich ärztlich untersuchen lassen. Und wenn ich aufgrund sperriger Ladung die Kofferraumklappe bewusst offen lasse darf ich mir das Gepiepe die ganze Fahrt über anhören. Fortschritt? Naja…
Eher amerikanische Verhältnisse. Aber es scheint Mode zu sein.
Je mehr es blinkt und piept, desto toller ist das Auto.

Gruss Sebastian

Motorbremse nutzen heisst aber eben sanft einkuppeln.
Und genau das fördert den Verschleiss, gerade im Stadtverkehr.

Hi Sebastian!

Ich selbst habe im zarten Alter von gerade 17 Jahren in der DDR den LKW-Fürhrerschein gemacht, auf dem IFA W-50.
Wir mussten da so schalten, wie bei einen unsynchronisierten Getriebe,
obwohl der W 50 schon vollsynchronisiert war.

Beim herunterschalten also so:

Kupplung treten, Schalthebelhebel in Leerlaufstellung, Kupplungspedal loslassen, Zwischengas geben, Kupplung treten, herunterschalten, Kupplung loslassen.

Wenn man das richtig macht, wird weder Kupplung, Getriebesynchronisation oder die Motoraufhängung strapaziert.
Auch wenn man vom 5. gleich in den 3 Gang herunterschaltet…
Da braucht man nicht sanft einzukuppeln, es geht auch hart,
wenn man etwas Übung hat.

Grüße, Steffen!

Hi Steffen,

na gut, der W50 hat einem auch so schnell nichts krumm genommen :wink:
Aber bei moderneren Autos sind die Passungen sehr eng ausgelegt. Jeder Zentimeter wird genutzt. Die Motorlager sind straffer geworden.
Klar, wer es kann, der kann auch ohne zu kuppeln schalten.
Wie gesagt, Motorbremse ist ja auch ok, aber nicht in jedem Falle die erste Wahl.
Mag auch sein das ich da negativ geprägt bin. Ich kenne Leute die schalten aus hohen Geschwindigkeiten in einen kleineren Gang und lassen die Kupplung schön lange schleifen damit sie nicht quasi eine Vollbremsung samt Überdrehzahl hinlegen.
Andere schalten derart ruppig runter das der Motor oder der Auspuff schon gegen die Karosse donnern.
Nur lesen hier sehr viele Laien mit und hätten aus den vorherigen Postings den Eindruck bekommen können dass die Motorbremse das einzig sinnvolle sei.
Meine Antwort ist eben ein entschiedenes Jein :wink:
Mal ist sie sinnvoll, mal nicht.
Manchmal kann man gemächlich ausrollen lassen (und nun komme mir bitte keiner mit der Schubabschaltung und der Spritersparnis bei läppischen 50m Ausrollweg), manchmal kann man die Motorbremse nutzen und mal eben die Fussbremse.
Wer fast ausschliesslich die Motorbremse nutz spart aber m.E. an der falschen Stelle.

Gruss Sebastian

Hi Sebastian!

Wer fast ausschliesslich die Motorbremse nutz spart aber m.E.
an der falschen Stelle.

Das ist wie bei allen Sachen, man muss damit vernünftig umgehen.
Ich bremse auch nicht allzuviel mit dem Motor.
An steilen Bergabfahrten sehe ich, dass ich die Geschwindigkeit mit dem Motor halten kann, ohne zu bremsen.

Wer fast nie mit der richtigen Bremse bremst, wundert sich dann oft beim nächsten TÜV-Termin,
wenn der Prüfer die verrosteten Bremsscheiben anmeckert.
Da hat man dann garnichts gespart.

Grüße, Steffen!