Rückzug der Wehrmacht über den Rhein bei Mainz?!

Hallo
Ich suche paar Infos bzw Leute die mir was über den Rückzug der Wehrmacht
über den Rhein bei Mainz bzw.dort in dem Eck was sagen können.
Angeblich soll auch im Wiesbadener Eck versprengte Truppen Widerstand geleistet haben.Dort soll es auch einen Kessel gegeben haben.
Mein verstorbener Opa hat mir immer sehr interessante Ding vom krieg und auch dinge darüber erzählt.Leider war ich zu klein und meinen Opa, Gott habe ihn seeling, kann ich leider nicht mehr fragen.
Würde mich sehr freuen über jemand der mir Paar Infos geben kann.

Hallo,

ich habe da nur so ein paar Randnotizen gefunden, aber wie die zusammengehören, keine Ahnung. As gab so etwas wie ein Lager in der Nähe. Gustavsburg oder -berg (schwer zu sagen, das ist ein handschriftliches Ding). Dort gab es wohl SS-Bewacher, die noch irgendetwas als Widerstandsnest versucht haben.
Außerdem schein irgendwann um den 12.Februar der Feldzeugsstab mit etwas Infanterie nach Mainz gekommen zu sein. Die meisten Truppen waren ja bereits vor Erreichen des Rheins auf den verstopften Straßen eingeholt worden. Und nachdem die Heeresgruppe B mehr und mehr im Ruhrpott eingeschlossen wurde und andererseits die Brücke von Remagen Anfang März, also kurz nachdem Mainz eingenommen war, in amerikanische Hände fiel, war es im Umfeld von Mainz wohl eher luftleerer Raum.

Gruß
Peter B.

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Vo einem Kessel kann in der Mainmündung nicht die Rede sein. Vielmehr wichen die zerschossenen deutschen Einheiten auf Nebenstraßen vor den übermächtigen US-Verbänden vorsichtig zurück, um nicht den Polizeieinheiten der Wehrmacht aufzufallen.
Am 2.03.1945 wurden die MAN-Werke wieder einmal angegriffen und dabei stürzte nach einem Bombenangriff der mittlere Teil der Mainbrücke ein. Vom 1. bis 20.03. gab es für Mainz, und damit auch für die Mainspitze, 57 Fliegeralarme mit einer Dauer von 187 Stunden. Nachts wurde am 17.03. in Mainz die Kaiserbrücke und die Straßenbrücke von deutschen Pionieren gesprengt. Am 18.03. 1945 erfolgte „in aller Ordnung der Abtransport ausländischer Arbeiter“ des Werks MAN durch Gestapo und Polizei über Groß-Gerau nach Darmstadt. Neben „Westarbeiter“ nach Darmstadt marschierten auch 900 Ostarbeiter – vorwiegend neben der Bahnlinie - nach Darmstadt-Griesheim. Bei MAN waren u. a. U-Boot-Teile und Brücken hergestellt worden waren. In der Nacht vom18. zum 19.03.1945 sprengten Wehrmachtspioniere die Eisenbahnbrücke mit wichtiger Fußwegverbindung von Mainz nach Gustavsburg. Am 20.03. gab es den letzten Fliegeralarm in der Mainspitze und am 23.03. überquerten amerikanische Einheiten stromaufwärts bei Nackenheim den Rhein. Der Druck der US-Armee über den Rhein schloß die in der Mainspitze aushaltenden deutschen Truppenreste beinahe ein, die überhastet nach Osten und Südosten zurückgingen. In der Nacht auf Samstag, 24.03., die US-Truppen waren noch auf der Mainzer Seite, wurde Gustavsburg von Osten und Südosten beschossen, die bei Oppenheim über den Rhein und zum Teil hierher herangerückt waren. Die zwei Flakstellungen, Mainspitze und Maindamm, wurden verlassen. Nach Dauerartilleriefeuer in den Tagen 19. bis 21.03. besetzten am 25.03. Truppen das Gustavsburger Werksgelände der MAN. Tags zuvor waren „Werk und Verwaltung geschlossen“ und der Schleusensteg und die Eisenbahnbrücke Bischofsheim-Hochheim gesprengt worden. 25.03.: vormittags rollten von Ginsheim, von Süden, Panzerspähwagen an und Einheiten trafen gegen Mittag in der Hauptstraße zusammen. Razzien wurden durchgeführt, Ausgangssperre bis 18 Uhr. Mit dem 26.03. eroberte die 80. US-Div. die Stadt Mainz und die 5.US-Div. den Flughafen Frankfurt, der von zurückziehenden deutschen Einheiten in Brand gesteckt worden war. Die Reste des Stabes der 7. Armee (Gen. Hans Felber) hatten sich unter Gen. von Gersdorff über den Rhein und nach Bensheim abgesetzt. Am 1.04. wurden Werk und alle Einrichtungen der MAN durch die US-Armee eingenommen und beschlagnahmt. Amerikanische Pioniere begannen sofort, auf den Trümmern der Eisenbahnbrücke eine Behelfsbrücke zu bauen, über die bereits am 10.04. ein Zug fuhr. – Ein Buch von Heinz Leiwig „Von der Machtergreifung bis zur Währungsreform“, Verlag Hermann Schmidt Mainz, berichtet detailliert über Einheiten und ihr Schicksal in der Mainspitze.

Ein Fremd- bzw. Zwangsarbeiterlager gab es in Gustavsburg auf dem Gelände einer Schiffswerft. Pierre Cordier schrieb seine Erinnerungen in einer Broschüre nieder. Auch MAN hatte ein Lager. Kann ich mehr Infos bekommen über die SS-Kämpfe usw?
Hanne

Hallo vielen Dank für diese Antworten.
Gustavsburg ist unweit von hier entfernt.
Die dortige Insel hat auch noch 2-3 Bunker zu bieten aber mehr nicht.
Mein Opa erzählte aber davon nichts.
Wir habene ein Ferienhaus im Taunus und dort in dem Gebiet soll irgendwas gewesen sein…im Nebensatz erwähnte er halt den Rückzug über den Rhein.Aber Gustavsburg und der Taunus sind doch schon weit von einander entfernt…
Da muss mehr gewesen sein…