Rürüp-Rente?

Hallo,

ich hab ja nur sehr wenig Ahnung, was solche Sachen betrifft. Gestern würde mir der Abschluss einer Rürüp-Rentenversicherung nahe gelegt. Allerdings kann ich trotz all der Erklärungen nicht so recht sehen, ob es sich lohnt sowas abzuschließen oder nicht. Immerhin bin ich erst 26; habe also noch lange hin bis zur Rente und es würden jährlich vielleicht 500 € da hineinfließen… Das kann ich dann zwar teilweise von der Steuer absetzen, aber mir ist sowas irgendwie suspekt. Irgendwann trägt sich der Betrag wohl von selbst, aber wie sieht es aus, wenn ich dann z.B. verheiratet bin und Kinder habe???
Gibt es irgendeine Zielgruppe, für die es nicht optimal ist?
Momentan - so wurde mir erklärt - bin ich mit Steuerklasse I und ganz passablem Einkommen, gut dafür geeignet.
Aber trotzdem verunsichert es mich… vielleicht sollte ich es doch nicht abschließen? Aber dann mit welcher Begründung?

July

Hallo,

empfehle, Dich einmal bei der www.verbraucherberatung.de „umzuschauen“; dort ist u.a. aufgeschlüsselt, für wen sich Rürup „rentiert“; gibt auch eine „Liste“ weniger „guter Versicherungsgesellschaften“,…
mfg
peter

ich hab ja nur sehr wenig Ahnung, was solche Sachen betrifft.
Gestern würde mir der Abschluss einer Rürüp-Rentenversicherung
nahe gelegt. Allerdings kann ich trotz all der Erklärungen
nicht so recht sehen, ob es sich lohnt sowas abzuschließen
oder nicht. Immerhin bin ich erst 26; habe also noch lange hin
bis zur Rente und es würden jährlich vielleicht 500 € da
hineinfließen… Das kann ich dann zwar teilweise von der
Steuer absetzen, aber mir ist sowas irgendwie suspekt.
Irgendwann trägt sich der Betrag wohl von selbst, aber wie
sieht es aus, wenn ich dann z.B. verheiratet bin und Kinder
habe???
Gibt es irgendeine Zielgruppe, für die es nicht optimal ist?
Momentan - so wurde mir erklärt - bin ich mit Steuerklasse I
und ganz passablem Einkommen, gut dafür geeignet.
Aber trotzdem verunsichert es mich… vielleicht sollte ich es
doch nicht abschließen? Aber dann mit welcher Begründung?

July

Hallo July,
die Rürup-Rente hat einige Vor- aber auch einige erhebliche Nachteile.
Einen ersten Überblick gibt Dir u.a.:
http://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%BCrup-Rente
[http://www.deutsche-rentenversicherung-bund.de/nn_71…](http://www.deutsche-rentenversicherung-bund.de/nn_7130/SharedDocs/de/Inhalt/04 Formulare Publikationen/02 info broschueren/05 vorsorge/altersvorsorge heute die zukunft__planen,property=publicationFile.pdf/altersvorsorge_heute_die_zukunft_planen)
Vor dem Abschluss sollte ein guter Verkäufer auch die steuerlichen
Gesichtspunkte eingehend erläutern und darstellen.
Hinsichtlich Aufbau einer Altersversorgung ist auf jeden Fall
zunächst die Riester-Rente - ich unterstelle das Rentenversicherungspflicht vorliegt - als 1. Schritt geeigneter.
Gruß

Guten Tag July,
mit 26 haben Sie alle Zeit, die nötig ist, um Ihre Altersvorsorge
vernünftig und so einzustielen, dass Sie selbst verstehen, was Sie da
machen und damit auch zufrieden sind. Die Instrumente dafür sind heute
so zahl- und variantenreich, dass Sie etwas Ausdauer mitbringen müssen, um Riester von Rürup oder eine klassische Privatrente von den
fünf Durchführungswegen in der betrieblichen Altersvorsorge abzugrenzen. Das Wichtigste für Sie ist: Kühlen Kopf bewahren.
Schließen Sie auf keinen Fall irgendeinen Vertrag ab, den Sie nicht
verstehen und vielleicht nur deswegen, weil Ihnen kein passendes
Argument einfällt, um das fantastische Angebot des freundlichen Vermittlers auszuschlagen.
Nehmen Sie sich die Zeit und dringen Sie in die Materie weiter ein.
Dazu gibt es Literatur (z.B. Verbraucherberatung oder Buchhandel)
und die Möglichkeit, über Gespräche mit Vermittlern die Zusammenhänge
zu verstehen. Sie können, wenn Sie es richtig angehen, die ersten
zwei bis drei Jahresbeiträge für einen Vertrag tatsächlich als
Sparbeitrag für sich einsetzen oder aber als Vermittlungsprovision
bezahlen. Herauszubekommen, wie das geht, ist die spannende Aufgabe,
die vor Ihnen liegt. Ich wünsche Ihnen dazu etwas Ausdauer.
Gruß
Günther

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Hallo July,

als Fachmann kann ich Dir folgende Antwort geben, es ist schade dass Du jetzt diese Frage und andere hast, ein Grund könnte sein, dass ausschliesslich über das Produkt „Basis oder Rürup-Rente“ gesprochen wurde, warum wieso lasse ich mal dahingestellt.
Heute im Jahr 2007 gehört zu einer Beratung die auf die Altersvorsorge abzielt, eine konkrete Darlegung der sog. 3-Schichten, so nennt der Gesetzgeber / Versicherungswirtschaft alle Möglichkeiten der Altersvorsorge-Wege, also steuerlich gefördert mit und ohne staatliche Zulagen. Konkret solltest Du Dir einmal Gedanken machen, was ist Dir mit 26 Jahren wichtig wenn Du für Deinen Renteneintritt mit 67 Jahren heute einfach mal startest zu sparen. Dann gibt Dir ein guter Berater, mit einer Vergleichssoftware eine konkrete Antwort über alle Möglichkeiten der sog. 3-Schichten-der Altersvorsorge (So nenne ich es jetzt mal), am Ende wirst Du dann viel besser und sicherer entscheiden können, was zu Dir heute passt. Super und wichtig ist nur, Du beginnst jetzt und später kommt dann noch was dazu.
Eine Beratung durch die Verbraucherzentrale kann ich Dir nicht empfehlen, da ich selbst schon einige Beratungen besucht habe, auch Vorträge und als jemand der am Markt ist und die Kunden fachkundig und erfahren berät, da schlage ich echt die Hände über dem Kopf zusammen. Leider treffen die Aussagen nie persönlich zu und sind auch nicht auf dem aktuellsten Stand der Möglichkeiten. Suche Dir einen Versicherungsmakler, der über die o.g. Möglichkeiten der Beratung (Software) verfügt und vertraue Deinem Bauchgefühl ob Du Dich bei ihm wohlfühlst.

ACHTUNG: BITTE: Sparen wir uns jetzt die Antworten auf meinen Beitrag, von Verfechtern der Verbraucherzentrale oder Weltuntergangsbeschwörer, das ist wirklich nicht sinnvoll. ICH RESPEKTIERE IHRE MEINUNGEN AUCH. Danke ;–)

Viele Grüße Jens

Hallo July,

als Fachmann kann ich Dir folgende Antwort geben, …

Wow, das lässt erwarten …

Eine Beratung durch die Verbraucherzentrale kann ich Dir nicht
empfehlen,

Was man ohne Bedenken nachvollziehen kann, da diese sogar die Nachteile der Basisrente genau wie die Nachteile der anderen Kapitalversicherungen nennen. Klar, extrem geschäftsschädigend für Ihr Gewerbe :smile:))

da ich selbst schon einige Beratungen besucht habe,
auch Vorträge und als jemand der am Markt ist und die Kunden
fachkundig und erfahren berät, da schlage ich echt die Hände
über dem Kopf zusammen. Leider treffen die Aussagen nie
persönlich zu und sind auch nicht auf dem aktuellsten Stand
der Möglichkeiten. Suche Dir einen Versicherungsmakler, der
über die o.g. Möglichkeiten der Beratung (Software) verfügt
und vertraue Deinem Bauchgefühl ob Du Dich bei ihm wohlfühlst.

Ganz falsch!!! Wichtiger als der Bauch ist der Kopf, das aber ist wieder geschäftsschädigend.
Es gibt auch Möglichkeiten, von den Vorteilen der Basisrente (wie auch von denen der anderen Kapitalversicherungen) zu profitieren, ohne die ganzen nicht gerade unerheblichen Nachteile in Kauf zu nehmen.
Aber leider erst einmal geschäftsschädigend für Ihre Branche :-/

ACHTUNG: BITTE: Sparen wir uns jetzt die Antworten auf meinen
Beitrag, von Verfechtern der Verbraucherzentrale oder
Weltuntergangsbeschwörer, das ist wirklich nicht sinnvoll. ICH
RESPEKTIERE IHRE MEINUNGEN AUCH. Danke ;–)

Oh, Sorry! Zu spät gelesen.

Viele Grüße Jens

Grüße auch von mir
P.S. ich respektiere auch Ihre Meinung, sie ist eben eine andere.

Hallo Günther,

ich wünschte ich hätte ihren Optimismus… momentan hab ich eher den Eindruck, dass es mir sehr schwer fällt Zugang zur Materie zu finden. Natürlich versuche ich soviel wie möglich darüber zu lesen, was aber nicht viel an der Tatsache ändert, dass ich nur 50% verstehe.
Immerhin war derjenige der mir den Vorschlag gemacht hat neutral (gehörte also keiner Versicherung an), zudem hat er ziemlich viel erklärt (Unterschied zur Riester-Rente, warum und weshalb Rürup gut sein soll, womit man sich noch so absichern kann (Eigentumswohung?))
. Außerdem hat er mir die Infos dagelassen und kommt in 2 Wochen wieder mit einer genauen Kalkulation für meinen Fall. Also eigentlich schon eine gute Beratung. Trotzdem hab ich nicht immer folgen können… und ich weiß zum einen gar nicht wo ich anfangen soll mich zuverlässig zu informieren und zum anderen scheue ich vor solch lang angelegten Sachen, weil ich eh so meine Zweifel habe, dass das System noch lange bestehen bleibt…
Hast Du irgendwelche sinnvollen einfachverständlichen Literaturtips für mich?

July

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Danke für die Links!

Hinsichtlich Aufbau einer Altersversorgung ist auf jeden Fall
zunächst die Riester-Rente - ich unterstelle das
Rentenversicherungspflicht vorliegt - als 1. Schritt
geeigneter.

Inwiefern? Was ist daran besser?

So ganz neutral wird er wahrscheinlich gar nicht sein. Klingt mir eher ein wenig nach einem Finanzvermittler.
Völlig richtig liegen Sie mit der Furcht vor langfristig festen Sparplänen. Sie wissen nie, was in 10, 20 oder 30 Jahren alles auf Sie zukommt.
Sinnvoll ist zum Beispiel folgende Konstellation:
Sie sparen erst einmal ihr verfügbares Geld an. Bis Sie ein Steuerproblem bekommen, dauert es manchmal ziemlich lange. Ist es dann soweit, können Sie von diesem Geld so viel entnehmen und anlegen, dass dieses Steuerproblem nicht mehr existiert.
Wenn Sie also 100€ monatlich in ein Depot einzahlen, welches sich mit etwa 5% sehr konservativ verzinst, haben Sie erst nach 11 Jahren und 5% Ausgabeaufschlag ein kleines Steuerproblem. In der Zeit haben Sie aber geschmeidige 4.000€ Gewinn eingefahren, während Sie mit der Basisrente zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal Ihre eingezahlten Beiträge als Gutschrift haben. Packen Sie jetzt 10.000€ in diese Basisrente (unbedingt als Einmalanlage!), profitieren Sie einerseits von den gewinnen aus dem depot, andererseits aber von den höheren absetzbaren Beträgen. Zusätzlich haben Sie bis dahin die Möglichkeit, die Anlage auch für andere Zwecke zu verwenden. Spielen Sie zum Beispiel mit dem Gedanken, eine Immobilie zu erwerben, haben Sie einerseits Eigenkapital, andererseits mehr freies Einkommen.
Außerdem wissen Sie heute noch gar nicht, ob Sie diese Vorteile der Basisrente in Zukunft überhaupt brauchen. Verdienen Sie nämlich immer recht wenig, haben Sie an der Steuerersparnis wahrscheinlich gar nicht die helle Freude. Ihre Rentenzahlung aber wird auch voll besteuert. Also sooo groß muss der Vorteil gar nicht sein.
Und bevor jetzt wieder das große Gebrüll losgeht, dass ich keine Ahnung habe und es andere Tarife gibt, bei denen das nicht so ist, sollte man sich darüber klar sein, dass diese Gegendarstellung ohne Beweise genau so wenig Wert ist wie meine Behauptung. Dem Fragesteller empfehle ich, in das Angebot zu schauen, was nach 11 Jahren und 5% für ein Rückkaufwert in der Police steht.
Schönen Tach noch

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Steuerliche Absetzbarkeit
Rürup: 64%
Riester: 100%

Förderung:
Rürup: nix
Riester: Grundzulage, ggf. Kinderzulage

Verwertbarkeitszwang:
Rürup: nix
Riester: nix

Außerdem geht bein Riester ein Fondssparplan (flexibler und rentabler), während die Rürup immer nur als Policenlösung geht (zurzeit zumindest).
Wer Lust hat, seinen Berater satt zu machen, macht Rürup, wer sich selbst was ansparen will, macht einen Riester-Fondssparplan.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Guten Tag July,
bei Ihnen habe ich - zugegeben - etwas gemutmaßt. Die Mutmaßung
lautete: Da ist eine junge Frau, die ordentlich verdient und deswegen
die Aufmerksamkeit eines drei-Buchstaben-Firmen-Mitarbeiters oder eines sogenannten unabhängigen Finanzberaters oder eines sogenannten
Maklers auf sich gezogen hat. Der hat ihr einen Rürup-Vertrag für
Zu-spät-Kommer oder Steuerjongleure nahegelegt. Gleichzeitig
erklärt die junge Frau, dass sie wenig Ahnung hat und ihre Not,
einen Vorschlag, den sie nicht durchschaut, unbegründet auszuschlagen.

Ich bleibe dabei und nenne es nicht Optimismus sondern sinnvoll
verwendete Ausdauer, wenn ich Ihnen wiederum in Ihrem eigenen
Interesse nahelege, dass Sie sich kundig machen, bevor Sie eine
Entscheidung treffen, die Sie tausende von Euros kostet und die
Sie allein deswegen verstehen sollten, damit Sie nicht in ein paar Jahren aus Unverständniss heraus den Vertrag wieder kündigen und sich
darüber wundern, dass von Ihren 5000 € Beitrag bis dahin gerade mal
834 € noch übrig sind.

Ich habe noch keinen unabhängigen Vermittler getroffen, der dieses
Attribut gerechterweise verdient hätte. Und ich bewege mich seit etwa
22 Jahren mit Umsicht und Überblick in dieser Branche. Ein Vermittler,
der unter Unabhängigkeit versteht, dass er nicht ausschließlich für einen Konzern tätig ist, der mag das auch noch künftig so sehen.
Es ist ihm unbenommen. Ein Vermittler, der für mehrere Konzerne
Verträge vermittelt ist aus meiner Sicht insoweit und ohne
Abstriche abhängig, als er für seine erfolgreiche Vermittlung
bezahlt wird. Über Provisionen, die aus den ersten Jahresbeiträgen des Kunden entnommen werden und von denen der Kunde regelmäßig nichts
weiß. Er erfährt dann davon, wenn es ihm einfällt, vorzeitig zu kündigen und sich dann über einen geringen Rückkaufswert wundert.

Eine junge Frau, die ordentlich verdient, hat - so meine weitere
Mutmaßung - die geistige Kapazität, die Dinge etwas zu durchdringen,
um nicht den gleichen Fehler zu begehen, wie 50 bis 80 % der
Lebens-, Renten-, Fonds-, Berufunfähigkeits-, Riester- und Rürup-
versicherungskunden, die nicht begreifen, was sie da unterschreiben
und nach Jahren ein langes Gesicht ziehen und dabei unqualifizierte
Schelte gegenüber den Versicherungsgesellschaften loswerden.

Ihre Systembedenken kann und will ich in der Kürze der Zeit nicht ausräumen. Falls diese sich auf die staatliche Rentenversicherung
beziehen, tun Sie gut daran, sich Skepsis und alternative Ideen
zu bewahren. Wenn die tiefere Einsicht für die Notwendigkeit
privater Initiative erst später kommt, ist das noch kein Verlust.
Denn mit 26 Jahren …

Geeignete Literatur finden Sie bei der Verbraucherberatung,
Stiftung Warentest/Verlag Finanztest und in jeder unterdurchschnittlich sortierten Buchhandlung, wenn Sie dort gezielt
die Grabbel- und Daddeltische auslassen und sich nach Versicherungs-
literatur erkundigen.
Sie kriegen das gebacken !
Gruß
Günther

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Inwiefern? Was ist daran besser?

Hallo July,
Einzahlungen in einen Riester-Vertag werden, soweit Förderberechtigung
vorliegt, MINDESTENS steuerfrei gestellt. Unter bestimmten Voraussetzungen (geringes Einkommen/Kinder)liegt die Förderung noch höher. Einzahlungen in einen Rürup-Vertrag werden derzeit nur TEILWEISE
steuerfrei gestellt (wobei diese Förderung aber steigt)
Beiden Altersvorsorgewegen ist bei Dir, da Du voraussichtlich nach 2040 Rentnerin wirst, gemein, das die Rente VOLL steuerpflichtig sein wird.
Du bekommst also voraussichtlich bei Riester mehr Förderung - bei
vergleichbarer Steuerlast im Alter.
Bei Riester ist zu Rentenzahlungsbeginn eine Einmalauszahlung bis zu
30% des zur Verfügung stehenden Kapitals möglich.
Hinterbliebenenvorsorge ist bei Rürup nur über Zusatztarife und auch
nur an Ehepartner sowie kindergeldberechtigte Kinder möglich; Riester
lässt (steuerpflichtige) Werterückzahlung im Todesfall auch an andere
Personen zu.
Das war jetzt hoffentlich nicht zu lang und nicht zu knapp.
Gruß

Tag,

ich bekomme selber langsam den Eindruck, dass ich nur noch bewaffnet ins Büro gehen darf weil da die ganzen brandgefährlichen Versicherungvermittler sitzen dich mich ausrauben.
Wenn ich das eine oder andere seichte Gelaber hier höre wird mir anders.

Dank der VVR gehören die Zeiten der „schlimmen Versicherungsvermittler“ bald der Vergangenheit an. Sicherlich gibts noch die eine oder andere Lücke zu stopfen aber alleine aufgrund der Protokolle hat sich die Situation schon verbessert.

Die Einführung der VVR hat aber auch ihren Grund. Egal ob Invaliditätsvorsorge, Krankenversicherung oder Altersvorsorge, die Produktwelt und alle betroffenen Randgebiete der Versicherungsvermittlung wie Steuer und Recht machen es einem Laien unmöglich sich ausreichend damit zu beschäftigen.

Das geht regelmäßig schief

Deswegen nutzt die Vorteile die uns die EInführung der Vermittlerrichtline beschert hat und geht zu einem Profi, das ist das ninnvollste was man machen kann. Kein Vermittler kann sich heute leisten, die VVR nicht zu befolgen, die Rechtsanwälte stehen Schlange.

Grüße
H.

Hallo Jörg,

danke für die Erklärung. Soweit verstanden :smile:!
Allerdings müsste ich bei Riester aber 3% meines Einkommens einzahlen, was deutlich mehr wäre, als was mir für die Rürup-Rente vorgeschlagen wurde… Aber das Argument mit der Einmalauszahlung und der Hinterbliebenenreglung ist natürlich auch nicht ohne…

Danke nochmal!

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Günther,

mit ihren Mutmaßungen liegen sie nicht ganz falsch :smile:. Mein Verdienst ist allerdings nicht überdurchschnittlich, sondern reicht gerade für ein normales Leben mit Partner. Aber man muss ja heute schon froh sein überhaupt zur verdienenden Bevölkerung zu gehören.
Unseren „Berater“ kennen wir schon etwas länger. Er hat uns auch im Hinblick auf Haftpflich usw. beraten und damit hab ich mich ganz okay gefühlt. Nach seiner Aussage sind es weniger die Provisionen der Versicherungen mit denen er sein Geld verdient, sondern mehr seine Vermittlertätigkeiten im Hinblick auf Eigentumswohnungen als Altersvorsorge. Davon schwärmt er uns auch jedes Mal wieder vor. Allerdings ist es für mich keine Option. Da hab ich bereits meine Vorstellungen für die Zukunft.
Natürlich ist es meine Pflicht mich ausreichend zu informieren (wobei mein erster Weg eben zu Wikipedia und hierher geführt hat).
Ändert aber nichts an der Tatsache, dass ich all dem Fachwissen ziemlich ratlos gegenüber stehe.
Alles in allem hab ich hier den Eindruck, dass es in meinem Alter wohl recht früh ist sich mit Altersvorsorge zu beschäftigen?

Geeignete Literatur finden Sie bei der Verbraucherberatung,
Stiftung Warentest/Verlag Finanztest und in jeder
unterdurchschnittlich sortierten Buchhandlung, wenn Sie dort
gezielt
die Grabbel- und Daddeltische auslassen und sich nach
Versicherungs-
literatur erkundigen.

Dann werde ich mich mal umschauen :smile: Sie haben mich mit ihrem Optimismus jedenfalls angesteckt und ich werd mal schauen, ob ich es schaffe mich da reinzulesen um beim nächsten Termin ein bisschen mehr von dem zu verstehen, was mir erzählt wird.

Herzlichen Dank für Ihre Antwort!

July

Hallo Jörg,

danke für die Erklärung. Soweit verstanden :smile:!
Allerdings müsste ich bei Riester aber 3% meines Einkommens
einzahlen, was deutlich mehr wäre, als was mir für die
Rürup-Rente vorgeschlagen wurde… Aber das Argument mit der
Einmalauszahlung und der Hinterbliebenenreglung ist natürlich
auch nicht ohne…

Danke nochmal!

Hi,
und 2008 sogar 4%! Aber nur, wenn Du die Grundzulage (2007 = 114 EUR, 2008 = 154 EUR pro Jahr) voll ausnützt. D.h., Du kannst selbstverständlich auch individuelle Beiträge, zu Lasten der Grundzulage, wählen.

Beispiel: Angenommen Du verdienst 30.000 EUR im Jahr und Du wolltest nur 600 EUR im Jahr (eigen) anlegen:

Anlagebetrag 687 EUR, Zulage 87 EUR (anstatt 114 EUR), Eigenbetrag 600 EUR, übersteigende Steuerersparnis 131 EUR. Effektiv, wenn Du die Rückzahlung vom Finanzamt berücksichtigst = 469 EUR.

Gruß

VOLL ausn

Um mal zum Sachlichen zurückzukehren!

Am Besten, Sie gehen zur DEBEKA, lassen sich da genau so ein
Angebot erstellen (Nehmen Sie ruhig „Beweise“ des Herrn Cooler
mit, schließlich muss es ja solche Produkte geben) und schauen
Sie nach folgenden Punkten:

  • Todesfallsumme 70.000€

Gibbed bei Rürup bei der Debeka nicht, es ist keine Lebensversicherung!

  • Wie hoch ist die garantierte Summe, die am Ende der Laufzeit zur Verrentung zur Verfügung steht?

Rürup ist eine Rente, also geht es um eine garantierte Rente!

Stell endlich diesen einen Fonds dar, der nach 20 Jahren
Beitragszahlungsdauer dauerhaft im Minus war, sodass ein
Anleger, der 20 Jahre dort einzahlt, nach 30 mit Verlust
rausgehen muss. Das Beispiel Telekom ist zwar bitter für die
„Investoren“ dieser Anlage, passt aber absolut nicht zu einem
langfristigen Fondssparplan.

Euch ist schon bewusst, dass Ihr beide Äpfel mit Birnen vergleicht. Es gibt keine ultimativ, genial Anlageform die 100% für jeden Ideal ist!

Um mal zum Sachlichen zurückzukehren!

Am Besten, Sie gehen zur DEBEKA, lassen sich da genau so ein
Angebot erstellen (Nehmen Sie ruhig „Beweise“ des Herrn Cooler
mit, schließlich muss es ja solche Produkte geben) und schauen
Sie nach folgenden Punkten:

  • Todesfallsumme 70.000€

Gibbed bei Rürup bei der Debeka nicht, es ist keine
Lebensversicherung!

Aber Aber!
Willst du damit behaupten, dass Cooler lügt? Waren seine Worte :wink:

  • Wie hoch ist die garantierte Summe, die am Ende der Laufzeit zur Verrentung zur Verfügung steht?

Rürup ist eine Rente, also geht es um eine garantierte Rente!

Richtig, aber diese Rente beruht auf der Summe, die angespart wird.
Und um mit anderen Anlageformen zu vergleichen, kann man auch nach der Summe sehen.

Stell endlich diesen einen Fonds dar, der nach 20 Jahren
Beitragszahlungsdauer dauerhaft im Minus war, sodass ein
Anleger, der 20 Jahre dort einzahlt, nach 30 mit Verlust
rausgehen muss. Das Beispiel Telekom ist zwar bitter für die
„Investoren“ dieser Anlage, passt aber absolut nicht zu einem
langfristigen Fondssparplan.

Euch ist schon bewusst, dass Ihr beide Äpfel mit Birnen
vergleicht. Es gibt keine ultimativ, genial Anlageform die
100% für jeden Ideal ist!

Eben deshalb sollte man sich ja nicht auf eine Anlageform festlegen, die in den nächsten 20, 30 oder noch mehr Jahren einen Wechsel als Minusgeschäft ausarten lässt.
Deshalb sollte man sich diese Flexibilität wahren und sein Geld flexibel ansparen.
Also einige Jahre je nach Sicherheitsbedürfnis anlegen, dann mit einer größeren Summe die Anlageform tätigen, die einem in der Situation gerade am besten passt.
Ob das nun die Immobilie, die Rüruppolice, die KLV oder die Windparkbeteiligung ist, darf dann jeder nach Abwäägen aller Vor- und Nachteile selbst entscheiden.
Es macht aber keinen Sinn, sich heute auf 39 Jahre Beitragszahlungsdauer festzulegen, um nach 10 Jahren festzustellen, dass man sich die Beiträge nicht leisten kann und nun Unmengen an Geld verbrannt zu haben. Das ist das Problem!