… kommt zu 99% auf die individuellen lebensumstände an. und da die hier keiner kennt, kann auch keiner fundiert auskunft geben. daher:
in ruhe und ausführlich selbst informieren, dann mind. 3 unabhängige (!!!) versicherungsmakler kontaktieren und befragen, danach die ergebnisse vergleichen.
ggfs. hier im forum nochmal nachfragen, aber ansonsten: wenn´s überzeugt, nachvollziehbar ist und transparent dazu, obendrein auch noch rentabel, dann abschließen.
wenn auch nur ein fünkchen zweifel besteht: nix unterschreiben.
Aus dem 93,
Guten Tag Andreas Gorsler,
egibt sich allerlei, nicht aber, dass ein Versicherungsmakler unabhängig sei. Das Wort unabhängig steht dort nicht.
Gruß
Günther
Es stellt sich die Frage, worin die Unabhängigkeit besteht. Der Makler ist zwar lt. HGB in erster Linie seinem Kunden verpflichtet und nicht einer Gesellschaft, aber er wird für den Vertragsabschluß von der Gesellschaft honoriert.
Unabhängig ist meiner Meinung nach nur jemand, der direkt vom Kunden honoriert wird und nicht am Abschluß profitiert.
ich verstehe das schon als unabhängig vom produktgebenen Unternehmen. Die Frage nach Honorarberatung ist sicher legitim. Aber der Wunsch nach totaler Unabhängigkeit-Neutralität-Objektivität gehört wohl eher ins Philosophiebrett.
Man sagt mir schon mal …
nach, dass ich dazu neige, die Dinge bis zur Unkenntlichkeit zu zerreden. Hallo, Andreas Gorsler, ob das immer zutrifft, bezweifle ich heftig. Ich teile im vorliegenden Fall nicht Ihre Ansicht, dass die Frage nach "totaler Unabhängigkeit usw. " ins Philosophiebrett
gehört. Dafür gibt es einige Gründe:
Die Vokabel „totale Unabhängigkeit“ ist semantischer Unfug.
Entweder, Unabhängigkeit ist gegeben, dann braucht es keine
bemühte sprachliche Überhebung durch das Wort total.
Oder Unabhängigkeit ist nicht gegeben. Dann nutzt auch die
vermeintliche Auf- oder Abwertung durch Zusätze nix.
Mit der Vokabel „Unabhängigkeit“ wird gerade im
Versicherungsvermittlerbereich aber auch im
Finanzvermittlerbereich ein solch hanebüchener Verdummungsprozess
befördert, dass jede Beschreibung nur ein müder Abklatsch der
Wirklichkeit ist. Die Selbstverständlichkeit, mit der dieses Wort
im Zusammenhang mit der Tätigkeit von Maklern, Mehrfachagenten
oder auch der Tätigkeit von Drei-Buchstaben-Firmen angewendet wird,
ist zwar weithin Konsens und wird selbst von Berichterstattern
als gegebener Blödsinn weiterverbreitet, sollte aber nicht darüber
hinwegtäuschen, dass es so etwas wie Bedeutung von Worten gibt.
Nur weil Wortbedeutungen heute vom sogenannten Mainstream zum
intelellektuellen Gefasel herabgewürdigt werden, besteht keine
Notwendigkeit, Sachzusammenhänge, bei denen es um handfeste
Dinge wie Geld, Vertrauen, Unterschleife und Betrug geht, in den
Bereich eines universitären Elfenbeinturmes, sprich, eines
Philosophiebrettes verschieben zu wollen.
Im übrigen: Die Leute dort haben einen erstaunlich geschärften Sinn
für die Dinge des Lebens. Ich gehe davon aus, dass sich mancher
Weisheitsfreund dort über die Gepflogenheiten von sogenannten
unabhängigen Maklern bekotzen würde.